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Woche des Sehens - Blindheit. Verstehen. Verhüten.

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Zahlen und Fakten

Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland

Blinde und sehbehinderte Menschen werden in Deutschland nicht gezählt. Das ist eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, wie nützlich empirisch erhobenes Zahlenmaterial wäre. In vielen Bereichen sind Verantwortliche auf Vermutungen angewiesen, wo sie eigentlich Planungssicherheit bräuchten - als Beispiele seien nur die Blindenbildung, die öffentliche Hand und die Augenmedizin genannt.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) fordert deshalb seit vielen Jahren empirisch erhobenes Zahlenmaterial zur Situation der blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland. Besonders wichtig wäre das für den Sehbehindertenbereich, in dem die Betroffenenzahlen anscheinend seit Jahren dramatisch ansteigen (siehe unten bei den WHO-Zahlen).

Die Zahlensituation ist also alles andere als befriedigend. Im Folgenden finden Sie die wenigen Zahlen, die es gibt.

Definition Blindheit/Sehbehinderung

Häufigkeit Blindheit/Sehbehinderung (DDR-Zahlen)

Häufigkeit Blindheit/Sehbehinderung (WHO-Zahlen)

Altersstruktur der bayrischen Blindengeldempfänger

Blindheit weltweit

Rund 37 Millionen blinde und 145 Millionen sehbehinderte Menschen gibt es weltweit. Alle 5 Sekunden erblindet ein Mensch auf der Erde.

Fast 90 % der blinden Menschen leben in den Entwicklungsländern. Dort haben(tragen) die Menschen ein 10-mal höheres Risiko, zu erblinden als in den Industrieländern.

Grund dafür ist vor allem die Armut und die damit einhergehende mangelnde medizinische Versorgung, auch auf dem Gebiet der Augenheilkunde. So ist ein Augenarzt in Afrika statistisch gesehen für eine Million Menschen zuständig, in Deutschland für rund 13.000.

Blindheit ist der Anfang eines Teufelskreises

Blindheit in den Entwicklungsländern bildet den Ansatz für einen Teufelskreis. Denn 90 % der blinden Kinder bleibt der Schulbesuch verwehrt und 80 % der blinden Erwachsenen sind aufgrund fehlender Ausbildungsmöglichkeiten ohne Arbeit. Sie und ihre Familien haben deshalb kaum eine Chance, der Armut zu entkommen.

Dabei wären 75 % der Erblindungen weltweit vermeidbar. Denn es sind Augenkrank-heiten, die durch einfache Mittel zu vermeiden oder heilbar sind und deshalb in unseren westlichen Industrienationen ohne schwerwiegende Folgen bleiben, in den armutsgeprägten Entwicklungsländern aber die häufigsten Ursachen für eine Erblindung darstellen:

Grauer Star

Trachom

Grüner Star

Flussblindheit (Onchozerkose)

Vitamin-A-Mangel (Kinderblindheit)

Verhütung von Blindheit

Wußten Sie schon, dass...

  • es rund 37 Millionen blinde und 124 Millionen sehbehinderte Menschen weltweit gibt.
  • alle 5 Sekunden ein Mensch auf der Erde erblindet.
  • 90 % der blinden Menschen in den Entwicklungsländern leben. Dort haben die Menschen ein 10-mal höheres Risiko, zu erblinden als in den Industrieländern.
  • ein Augenarzt in Afrika statistisch gesehen für eine Million Menschen zuständig ist, in Deutschland für rund 13.000.
  • 90 % der blinden Kinder der Schulbesuch verwehrt bleibt und 80 % der blinden Erwachsenen aufgrund fehlender Ausbildungsmöglichkeiten ohne Arbeit sind.
  • 75 % der Erblindungen weltweit vermeidbar wären.

Infos zu Augenkrankheiten

Weitere Informationen zu Augenkrankheiten, die zu Blindheit führen können.

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