Häufigkeit Blindheit/Sehbehinderung (WHO-Zahlen)
In Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Island, Italien und den Niederlanden werden blinde und sehbehinderte Menschen gezählt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wertete Erhebungen dieser Länder bezogen auf das Jahr 2002 aus und kam zu erstaunlichen Ergebnissen, die 2004 veröffentlicht wurden:
Laut WHO ist in den genannten Ländern von 1990 bis 2002 die Zahl der Sehbehinderten um 80 Prozent gestiegen, eine ähnliche Entwicklung muss auch für Deutschland angenommen werden. Hintergrund ist das Phänomen "Alternde Gesellschaft" verbunden mit einer steigenden Lebenserwartung.
Prof. Bernd Bertram vom Berufsverband der Augenärzte hat die WHO-Zahlen ausgewertet und Rückschlüsse auf die Situation in Deutschland gezogen. Demnach gab es im Jahr 2002 in Deutschland
- ca. 1,2 Millionen sehbehinderte und blinde Menschen
(Prof. Bernd Bertram: Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland: Ursachen und Häufigkeiten, veröffentlicht in "Der Augenarzt", 39. Jahrgang, 6. Heft, Dezember 2005)
Weil die WHO Blindheit und Sehbehinderung anders kategorisiert als das deutsche Recht (nämlich in WHO-Grad 1-5, statt wie oben), ist nur diese Gesamtzahl auf deutsche Verhältnisse übertragbar.






