VISION 2020 - Das Recht auf Augenlicht

Vermeidbare Blindheit überwinden

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"VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht" ist eine Initiative, die vermeidbare Blindheit beseitigen will. Ihre Vision: Eine Welt, in der niemand unnötig erblindet, und alle, die unwideruflich blind sind, ihr volles Potenzial erreichen können.
Die 1999 gestartete Initiative ist ein Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Agentur für die Verhütung von Blindheit (IAPB).

80 Prozent aller Sehbehinderungen vermeidbar oder heilbar

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Das Problem drängt bis heute: 80 Prozent aller Sehbehinderungen sind nach Schätzungen der WHO vermeidbar oder heilbar. Weltweit gibt es 285 Millionen sehbehinderte und 39 Millionen blinde Menschen. 90 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern. Zu Beginn von VISION 2020 ging man von einer Verdoppelung vermeidbarer Blindheit bis zum Jahr 2020 aus. Dass die Zahl der erblindeten Menschen weltweit bei 39 Millionen stagniert, obwohl die Bevölkerung wächst und älter wird, ist eine positive Entwicklung.

Zielsetzungen von VISION 2020 und bisher Erreichtes

  • Bewusstsein schärfen für die Ursachen vermeidbarer Blindheit (Hauptursachen: Grauer Star, Flußblindheit, Trachom, Kinderblindheit, Fehlsichtigkeit) und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung.
  • Anwaltschaftliche Arbeit und die Bereitstellung der nötigen Mittel, um den aktuellen globalen WHO-Aktionsplan 2014-19 umzusetzen.
  • Unterstützung der Planung, Entwicklung und Realisierung der nationalen Augengesundheitsprogramme in allen Ländern. Die nationalen Programme beinhalten die kosteneffiziente Bekämpfung von Krankheiten, die Ausbildung augenmedizinscher Fachleute und den Aufbau der nötigen Infrastruktur und Technologie.

Mehr als 100 Länder haben nationale Augengesundheitsprogramme entworfen. Alle WHO-Mitgliedsstaaten verpflichteten sich, in Augengesundheit zu investieren. Das politische und fachliche Engagement für die Prävention von Sehbehinderung ist gestiegen und die Qualität der augenmedizinischen Versorgung hat sich verbessert.

WHO-Aktionsplan 2014-2019

Bild eines kleinen Mädchens. Es hält ihren Kopf etwas schief und lächelt in die Kamera. Ihr rechtes Auge ist mit einem Pflaster bedeckt.

Der globale WHO-Aktionsplan "Universal Eye Health" vom Mai 2013 baut auf frühere VISION-2020-Aktionspläne auf und setzt für 2014 bis 2019 neue Schwerpunkte. In seinem Fokus stehen z.B. die Verbesserung der Katarakt-OP-Rate (Operationen am Grauen Star pro Jahr pro einer Million Menschen). Außerdem sollen Augengesundheitsteams ausgebildet und Studien über die Verbreitung von Sehbehinderungen erstellt werden. Der Hauptunterschied zu früheren Plänen ist, dass der "Universal Eye Health"-Plan Sehbehinderungen und die Rehabilitation für Menschen mit Sehbehinderungen thematisiert.

25 Prozent weniger Sehbehinderungen

Bis 2019, so sieht es der Plan vor, sollen vermeidbare Blindheit und Sehbehinderungen um 25 Prozent reduziert werden (ausgehend von Zahlen aus dem Jahr 2010). Umfassende Augengesundheitsprogramme müssen aufgebaut werden, die in den nationalen Gesundheitssystemen verankert sind. In jedem Land sollen Daten gesammelt und zusätzliche Augenspezialisten ausgebildet werden.

Wie die Partner der Woche des Sehens helfen

Die beiden Partner der Woche des Sehens aus der Entwicklungshilfe - die Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. - unterstützen Augenkrankenhäuser, mobile Augenkliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten und Augenkrankenschwestern. In der Woche des Sehens zeigen sie, wie mit wenig Geld viel bewirkt werden kann. Zum Beispiel kostet eine Operation am Grauen Star in Entwicklungsländern durchschnittlich nur 30 Euro (bei Kindern mit Vollnarkose 125 Euro).

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Kommentare (1)

  1. Hans Jakob am 04.10.2016

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