Dokumentation 2011
Vorwort
Die Woche des Sehens feierte in diesem Jahr ein Jubiläum. Vom 8. bis 15. Oktober fand die bundesweite Aufklärungskampagne bereits zum zehnten Mal statt, davon zum dritten Mal unter der Schirmherrschaft der Fernsehjournalistin Gundula Gause.
Die sieben Partner der Aufklärungskampagne hatten als diesjähriges Thema „Sehen, was geht!“ gewählt. Sie machten auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam. Rund 300 bundesweite Aktionen, eine vielfältige Berichterstattung in den Medien, ein Radiospot sowie umfangreiches Kommunikationsmaterial der Woche des Sehens brachten einer breiten Öffentlichkeit diese Themen näher.
Die vorliegende Dokumentation beschreibt die Kampagne 2011 und stellt beispielhaft einige Veranstaltungen vor. Die Auswertung der Pressearbeit zeigt den Erfolg der diesjährigen Aktionswoche. Unser besonderer Dank gilt Gundula Gause für ihr Engagement sowie unserem langjährigen Förderer Aktion Mensch und unserem Sponsor Carl Zeiss Meditec AG.
All denen, die sich für die Ziele der Projektwoche einsetzten, die vielfältigen Veranstaltungen organisierten und daran mitwirkten, möchten wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aussprechen.
Carolina Barrera & Marion Körner (Projektkoordinatorinnen der Woche des Sehens)
Schirmherrin Gundula Gause
Zum dritten Mal in Folge war die Fernsehjournalistin die Schirmherrin der Aufklärungskampagne und stand für ein Radiointerview zur Verfügung. Der Radiospot mit Frau Gause, der auf die Woche des Sehens aufmerksam machte, erreichte bundesweit über 3,7 Millionen Hörer.
„Ich engagiere mich seit einigen Jahren als Schirmherrin für die ‚Woche des Sehens‘, weil ich schlicht weiß, wie wichtig es ist, gut sehen zu können. Als Fernsehjournalistin und Moderatorin bewege ich mich in einer Welt der Bilder. Wir alle wissen es: Wir schauen Fernsehen, wir lesen Zeitung, wir bewegen uns ganz normal im Kreis unserer Familie und Freunde. Ja, und ohne gut sehen zu können, hat man natürlich massive Probleme“, so Gundula Gause.
Zielsetzung und Schwerpunkte 2011
„Blindheit. verstehen. verhüten.“ ist das übergeordnete Motto der Woche des Sehens. Sie macht seit 2002 auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas aufmerksam.
Eingebunden sind in jedem Jahr zwei internationale Aktionstage: Der „Welttag des Sehens“ und der „Tag des weißen Stockes“ der Vereinten Nationen.
In diesem Jahr wählten die sieben Partner als Schwerpunktthema: „Sehen, was geht!“ Augenärzte, Selbsthilfeorganisationen und Hilfswerke entwickelten daraus die drei folgenden Themenschwerpunkte.
Sehen, was geht – auch mit Sehbehinderung!
Die Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen zeigten im Rahmen der Woche des Sehens 2011, was trotz Sehbehinderung alles möglich ist, wenn geeignete Rehabilitationsmaßnahmen und Hilfsmittel eingesetzt werden. Sie machten darauf aufmerksam, dass bei der Rehabilitation der Betroffenen einiges im Argen liegt und dass zahlreiche Menschen in Deutschland mehr unter den Folgen einer Sehbehinderung leiden, als nötig wäre. Wenn die Augen schwächer werden, müssen viele vorher selbstverständliche Tätigkeiten neu gelernt werden, weil die optische Kontrolle fehlt. Gezielte Beratung, spezielle Trainingsmaßnahmen und auf den individuellen Bedarf abgestimmte Hilfsmittel machen es möglich, dass im täglichen Leben sehr viel geht – auch mit einer Sehbehinderung.
Seit 1969 findet jährlich am 15. Oktober der „Internationale Tag des weißen Stocks“ der Vereinten Nationen statt. Der Gedenktag geht auf US-Präsident Lyndon B. Johnson zurück, der fünf Jahre zuvor, am 15. Oktober 1964, in einem symbolischen Akt weiße Langstöcke an blinde Menschen übergeben hatte. Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens. Die Selbsthilfeorganisationen griffen am Tag des weißen Stocks 2011 aktuelle Themen auf, um auf Möglichkeiten und Probleme blinder Menschen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Sehen, was geht – weltweit Augenlicht retten!
Die an der Woche des Sehens beteiligten Hilfswerke, die Christoffel-Blindenmission (CBM) und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB), machten in der Aktionswoche verstärkt darauf aufmerksam, dass die meisten Menschen in Entwicklungsländern an heil- oder verhütbaren Augenkrankheiten erblinden. Rund 90 Prozent aller blinden Menschen leben in Entwicklungsländern. Die Hälfte von ihnen leidet am Grauen Star, der durch eine Operation geheilt werden kann. Weitere 30 Prozent müssten nicht erblinden, wenn sie rechtzeitig Hilfe bekämen. Blindheit oder Sehbehinderung sind oft nicht angeboren, sondern hängen eng mit Armut zusammen. Wo Armut herrscht, erscheint eine Vorsorge-Untersuchung als Luxus. Ist die Blindheit jedoch bereits eingetreten, vergrößert sie die Armut noch, da der erblindete Mensch meist nicht mehr zum Unterhalt der Familie beitragen kann. Vieles lässt sich durch rechtzeitige Behandlung verhindern. Darüber informierten CBM und DKVB, damit die Menschen hierzulande sehen, was geht, um weltweit Augenlicht zu retten!
Sehen, was geht – Augenärzte schaffen Klarheit!
Gut sehen zu können, ist nicht so selbstverständlich, wie die meisten Menschen glauben. In Deutschland werden in den kommenden Jahren immer mehr Menschen von Blindheit und Sehbehinderung bedroht sein. Denn unsere Gesellschaft altert, und die Augenkrankheiten, die die meisten Erblindungen verursachen, werden mit zunehmendem Alter häufiger: Glaukom, Altersabhängige Makula-Degeneration und diabetische Retinopathie. Besonders tückisch sind diese Krankheiten insofern, als die Patienten lange keine Symptome bemerken. Gehen sie erst zum Augenarzt, wenn sie selbst Sehverschlechterungen wahrnehmen, sind häufig irreparable Schäden eingetreten. Allerdings können Augenärzte mit Früherkennungsuntersuchungen und neuen Therapien das Sehvermögen in vielen Fällen erhalten. Die Augenärzte klärten deshalb über die Möglichkeiten der Früherkennung auf, um Blindheit und Sehbehinderung, wo immer es geht, zu vermeiden.
Veranstaltungen
Die Woche des Sehens lebt vom Mitmachen der Gesellschaft. Aus diesem Grund sind die Veranstaltungen die Basis der Woche des Sehens. Im gesamten Bundesgebiet fanden rund 300 Aktionen statt, die die Partnervereine und -verbände der Aufklärungskampagne durchführten. Die Anzahl der Veranstaltungen war zwar geringer als im Vorjahr, dafür fiel auf, dass mehr Gemeinschaftsaktionen durchgeführt wurden. Einzelne Tage der offenen Tür und Vorträge von verschiedenen Beteiligten wurden zusammengelegt. Dadurch ist die Anzahl der Materialbestellungen und eingetragenen Aktionen zurückgegangen. Die Wirkkraft der Aktionswoche hat sich aber nicht verringert.
Ein besonderer Dank geht an die treuen und regelmäßigen Teilnehmer. Menschen, die Jahr für Jahr die Woche des Sehens unterstützen und sehr gute Veranstaltungen für Menschen verschiedener Alters- bzw. Interessengruppen organisieren, zum Beispiel: Fahrrad für Alle in Weimar, Tourismus für Alle in Mecklenburg, Vorträge rund um das Auge bzw. das Sehen, Telefonforen, Chats, Hilfsmittelausstellungen, Dunkelcontainer, „Augenspaziergang“ etc.
Ein großes Dankeschön geht auch an unsere neuen Veranstalter und Akteure. Willkommen an Bord! Es freut uns, dass in diesem Jahr sehr viele engagierte Menschen erstmals mitmachten. Unter anderem begrüßen wir Lehrerinnen und Lehrer, die bundesweit in verschiedenen Institutionen bzw. Einrichtungen arbeiten. Sie fanden die Materialien der Woche des Sehens sehr gut für ihre Projekte mit den Schülern und deren Eltern geeignet und machten damit auf die Woche des Sehens aufmerksam.
Die bundesweite Initiative mehrerer Teilnehmer, Filme mit Audiodeskription mit anschließenden Vorträgen über die Themen Sehbehinderung und Blindheit vorzuführen, ist in diesem Jahr sehr gut angekommen, und wir hoffen, dass sich das im nächsten Jahr mit noch mehr Resonanz wiederholt. Nennenswert ist auch die Präsenz der Woche des Sehens in verschiedenen Internet-Anwendungen wie Chat-Beratung,Facebook und YouTube sowie die Bekanntmachung der Woche des Sehens auf zahlreichen Webseiten.
Eröffnung der Woche des Sehens in Essen
Mehr als 300 Teilnehmer besuchten die Eröffnungsveranstaltung der Woche des Sehens am 8. Oktober 2011 im Rahmen des LowVision-Kongresses in Essen. Die Journalistin und Moderatorin Anke Bruns, die bereits an der Eröffnung der ersten Woche des Sehens im Jahr 2002 beteiligt war, erreichte sofort eine entspannte Atmosphäre unter den Anwesenden. Sie regte die „normal“ sehenden Kongressteilnehmer an, sich mittels Simulationsbrille in die Lage eines Sehbehinderten zu versetzen. Anschließend leitete sie die Diskussionsrunde mit Prof. Bernd Bertram (BVA), Andreas Bethke (DBSV) und Martin Rönnau (CBM) ein.
Die drei Vertreter berichteten über die geleistete Arbeit, die Vorgehensweise und die Ziele der Woche des Sehens und luden die Kongressteilnehmer ein, sich an der Woche des Sehens zu beteiligen. Die anschließende große Zahl von Anfragen am Stand zeigt, dass wir in der Zukunft mit neuen Veranstaltern rechnen können.
Baden-Württemberg
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) und Vertreter der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe besuchten vom 10. bis 14. Oktober fünf Schulen in Baden-Württemberg. Insgesamt waren 25 Lehrer an den Schulaktionen beteiligt. Über 600 Schüler erfuhren im Unterricht, wie mit vergleichsweise einfachen Mitteln Blindheit in Entwicklungsländern verhütet werden kann und welche Hilfsmittel blinde Menschen in Deutschland einsetzen. Nach der Unterrichtseinheit konnten die Schüler den Erlebnisgang der CBM durchlaufen, um sich kurzzeitig in die Rolle eines blinden Menschen hinein zu versetzen.
Berlin
Berlin war in diesem Jahr zur Woche des Sehens besonders aktiv. Die Veranstalter boten viele phantasievolle Aktivitäten an: Sehtraining in der Natur, kostenlose Überprüfung der Sehschärfe und des Farbensehens, Beratung zu Sehhilfen und Blendschutz mit speziellen Brillen oder Hilfsmittelausstellungen sorgten für Diversität in der Woche des Sehens. Dazu kamen die Filmvorführungen mit Audiodeskription, die in diesem Jahr sehr beliebt und angefragt waren. Aus Platzgründen nennen wir hier nur ein paar Events im Detail:
• Blinde Mitarbeiter eines Dunkelrestaurants erzählten über ihre Tätigkeit und beantworteten Fragen der Gäste. Sie boten ein Essen im Dunkeln mit Führungen im Restaurant an. Außerdem informierten die Christoffel-Blindenmission und der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. zu den Themen Sehbehinderung und Blindheit.
• Vorstellung eines Kochbuches in Braille-Schrift. Die Idee dahinter war, dass sehende und nicht-sehende Menschen den Spaß beim Kochen (wieder) entdecken. Dirk Brigmann, CBM-Geschäftsstellenleiter Potsdam, hielt während der Präsentation des Kochbuches einen interessanten Vortrag über Inklusion und berichtete über die Arbeit der CBM in den einkommensschwachen Ländern.
• Mit Schaufeln in der Hand zur Woche des Sehens! Mitarbeiter und Bewohner des Blindenhilfswerks Berlin e.V. bekamen gesponserte Apfelbäumchen und machten sich an die Pflanzung und die Vergabe der Baumpatenschaften. Ziel der Aktivität war es, das Zugehörigkeitsgefühl der Bewohner und Mitarbeiter zu festigen, das Interesse am Gärtnern und darüber hinaus am Zusammenleben zu fördern sowie Kurse zur Zubereitung der geernteten Äpfel vorzubereiten.
Duisburg
Auch in Duisburg fanden zum 10. Mal Veranstaltungen in der Woche des Sehens statt. Die Koordinierung lag jeweils bei Heribert Tigges, tätig für das Deutsche Blindenhilfswerk und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit. Die Präsentation besonderer vergrößernder Sehhilfen bei Optik Uhlig, verbunden mit Erläuterungen von Vertretern von Fachfirmen, war in den letzten Jahren so erfolgreich, dass im Jahr 2011 zwei Tage der offenen Tür bei Optik Uhlig angeboten wurden.
Die Augenklinik Tausendfensterhaus öffnete in der Aktionswoche ihre Tore auch für Besucher. Der Augenarzt Dr. Christoph Ammermann erklärte nicht nur Funktion und Arbeitsweise der Klinik als solcher, sondern gab auch grundlegende Auskunft über Diagnose und Therapie vieler Augenkrankheiten.
Die Augenklinik Walsum in Duisburg ging mit Augenarzt und Orthoptistinnen diesmal in einen Kindergarten, um Kinder zu screenen.
Zum ersten Mal wurde im Rahmen der Woche des Sehens eine Fortbildung für Kinderärzte durch ein Augenarzt- und Orthoptistinnen-Team durchgeführt. Bei der Veranstaltung wurden die teilnehmenden Kinderärztinnen und -ärzte in die korrekte Durchführung des Screenings in Theorie und praktischen Übungen eingewiesen. Ziel der Veranstaltung war es, die Kinderärzte dafür zu sensibilisieren, bei den entsprechenden Untersuchungen mehr Aufmerksamkeit auf das Auge zu legen.
Erfurt
Neugierig ertastet das blonde Mädchen ein Holzbrett. Blaue und rote Erhebungen sind darauf zu sehen, dazu Löcher. Zusammen bilden Erhebungen und Löcher einen rechteckigen Block und stellen für blinde und sehbehinderte Menschen Zahlen und Buchstaben dar. Die 5-jährige Vanessa ist fasziniert und traut sich mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester sogar in den Dunkelcontainer auf dem Erfurter Anger. Keine Hand kann man dort vor Augen sehen, wenn Wolfgang Leffler, selbst blind, die sehenden Besucher mitnimmt in seine Welt.
Organisiert wurde das „Erlebnis im Dunkeln“ vom Blindeninstitut Thüringen, der BeTa-Hilfen für Sehgeschädigte GmbH, der Kreisorganisation Erfurt des Blinden- und Sehbehindertenverbands Thüringen sowie dem Regionalcenter Erfurt des Berufsförderungswerks Würzburg.
Essen
4. Interdisziplinärer LowVision-Kongress zur Eröffnung der Woche des Sehens
Die alle drei Jahre veranstaltete Fachtagung mit den Schwerpunkten Diagnostik, Therapie und Rehabilitation wurde zur Eröffnung der Woche des Sehens von der LowVision-Stiftung GmbH gemeinsam mit ACTO e.V. (Aachener Centrum für Technologietransfer in der Ophthalmologie) und dem AMD-Netz NRW e.V. in Kooperation mit dem DBSV und dem DVBS, PRO RETINA Deutschland e.V. und der Woche des Sehens durchgeführt. Sie richtete sich an Augenärzte, Augenoptiker, Orthoptisten, RehaLehrer, Pädagogen und weitere Aktive in der Sehbehindertenarbeit. Dabei war das Ziel, den Dialog zwischen den unterschiedlichen Fachdisziplinen, den Selbsthilfegruppen und verbänden, den Institutionen für blinde und sehbehinderte Menschen und der Industrie zu fördern. Das Angebot fachübergreifender Themen sollte die Kompetenz der Kongressteilnehmer stärken und ihnen die individuelle Beratung von Patienten bzw. Kunden erleichtern.
Frankfurt am Main
Sehen, was geht – auch mit Sehbehinderung, auch im Alter
Rund 200 Besucher informierten sich beim diesjährigen Tag der offenen Tür der Frankfurter Stiftung für Blinde und Sehbehinderte im Rahmen der Woche des Sehens. Der Tag der offenen Tür widmete sich insbesondere der Fragestellung, was auch mit einer Sehbehinderung im Alter noch möglich ist. So wurde beispielsweise ein einfach zu bedienendes Computerprogramm vorgestellt, das Anwendern per Sprachausgabe Informationen erschließt und für sehgeschädigte Senioren und Computeranfänger besonders geeignet ist.
Experten informierten außerdem im Rahmen von Vorträgen über altersbedingte Augenerkrankungen und gaben einen Überblick über vergrößernde Sehhilfen für stark sehbehinderte Menschen.
Heidelberg
Zur diesjährigen Woche des Sehens richtete die Geuder AG eine Veranstaltungswoche für ihre Mitarbeiter aus. An insgesamt vier Aktionstagen konnten sich die über 220 Mitarbeiter des Augenchirurgie-Spezialisten zum Thema Augenkrankheiten und Blindheit informieren und sich bei verschiedenen Aktivitäten in die Welt eines sehbehinderten oder blinden Menschen versetzen. Mitgestaltet wurde die Aktionswoche von den Kooperationspartnern Christoffel Blindenmission, Projektgruppe Cusco, Schloss-Schule Ilvesheim, Nikolauspflege und dem Unternehmen VRmagic aus Mannheim.
Auf dem Programm standen Vorträge zur Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in Entwicklungsländern, ein Sensibilitätstraining für den Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen, die Vorführung eines Blindencomputers durch den ersten blinden Auszubildenden im Unternehmen, eine Hörfilm- Vorführung und ein Dunkelfrühstück.
Ein Tag der offenen Tür für Familien angehörige rundete die Aktionswoche ab. Hier gab es die Möglichkeit, sich am Operations simulator als „Augenchirurg“ zu versuchen oder einen Rundgang durch die Instrumenten- und Gerätefertigung des Heidelberger Traditionsunternehmens zu absolvieren. „Eine insgesamt gelungene Aktionswoche, die auf großes Interesse bei unseren Mitarbeitern stieß“, so Martina Pfister, welche in ihrer leitenden Funktion für Strategie und Unternehmensentwicklung auch für das soziale Engagement des Unternehmens verantwortlich ist.
Mannheim
„Von innen nach außen werden die Borsten durch die Löcher gezogen und verdrahtet“, erklärte Hatice Bucher. Die gelernte Bürsten- und Pinselmacherin sitzt im Foyer des Hauses der Evangelischen Kirche in Mannheim. Umringt von Jugendlichen des Bach-Gymnasiums, die ihr neugierig über die Schultern blicken und fragen, seit wann sie bei der Nikolauspflege arbeitet. „Am Anfang waren Berührungsängste da, aber dann waren die Jugendlichen begeistert“, freute sich Hatice Bucher am Aktionstag für blinde und sehbehinderte Menschen und ihre Angehörigen.
Das Seh-Mobil vor der Tür, eine Hilfsmittelausstellung, die Foto-Ausstellung „Augenblicke“ und Informationsstände im Foyer – Organisatorin Elke Paul freute sich, dass sich die Akteure in Mannheim zusammengetan haben und die Besucher viele Informationen bekamen. Bei frischen Crêpes schmeckten die noch besser. Ein Gottesdienst im Dunkeln in den Kellerräumen des Gebäudes rundete das Angebot ab.
Weimar
Mit dem „Fahrrad für Alle“ hat Joachim Leibiger in der Woche des Sehens für Aufsehen gesorgt. Das siebensitzige Fahrrad – gesteuert von Stadtführer Jörg Alexander Strauß – hat nicht nur Sehenden und Nichtsehenden die Kulturgeschichte der Stadt näher gebracht, sondern mit Luftballons die Schaulustigen auf die Woche des Sehens hingewiesen. Der Bürgermeister, Herr Dr. Stefan Wolf, war am Freitag, den 14. Oktober, mit von der Partie. Thema hier war hauptsächlich die Barrierefreiheit in der Stadt. Ein Tag der offenen Tür in der Diesterweg-Schule sowie Essen im Dunkeln mit einer Begleitausstellung von Hilfsmitteln rundeten das Programm der PRO RETINA Regionalgruppe Thüringen und des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Thüringen KO Weimar / Apolda ab.
Wattenscheid
Ein Tag im Dunkeln. Ca. 900 blinde oder stark sehbehinderte Menschen gibt es in Wattenscheid. Etwa 60 davon sind in Vereinen aktiv. Elfi Zirkel, Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins Wattenscheid, hat am 14. Oktober einen Tag im Dunkeln mit organisiert.
„Wir möchten gern, dass die Menschen ohne Sehbehinderung erleben, wie unser Alltag aussieht. Vor allem, dass sie sich im Dunkeln mit Hilfe des Blindenstocks bewegen oder dass sie andere Aktivitäten wie Essen und Trinken ausprobieren. Das soll für ein besseres Verständnis der Gesellschaft für jede Form von Behinderung sorgen.“ So Frau Zirkel während eines Radio-Interviews.
Partner der Woche des Sehens
Die Woche des Sehens ist ein gemeinsames Projekt von sieben Verbänden und Organisationen und wird von der Aktion Mensch und der Carl Zeiss Meditec AG unterstützt.
Hier stellen sich die einzelnen Partner kurz vor:
Christoffel-Blindenmission e.V. (CBM)
Die CBM ist eine internationale christliche Entwicklungsorganisation, deren Hauptziel es ist, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen. www.cbm.de
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)
Als Dachverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe koordiniert der DBSV das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. Die Landesvereine selbst vertreten die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen auf Länderebene. Ziel des DBSV ist es, die Lebenssituation der Augenpatienten sowie der ca. 1,2 Mio. blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Kontakt zur nächstgelegenen Beratungsstelle unter (0 18 05) 66 64 56 (0,14 €/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute). www.dbsv.org
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)
Der Berufsverband der Augenärzte vertritt die fachlichen und berufspolitischen Belange der deutschen Augenärzte und vermittelt augenärztliche Kompetenz in der Öffentlichkeit. Der Augenarzt ist der erste Ansprechpartner bei allen Formen einer Sehschwäche. Dank modernster Diagnostik ist er am ehesten in der Lage, die Ursachen einer drohenden Erblindung festzustellen, und kann diese in vielen Fällen verhüten und die bestmögliche Therapie vorschlagen. www.augeninfo.de
Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. (DKVB)
Das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit besteht als Verein seit 1980. Mitglieder sind Augenärzte, Vertreter von Blindenverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelpersonen, deren Ziel die weltweite Blindheitsverhütung ist. Vorstand und Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. www.dkvb.org
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG)
Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der Ophthalmologie vor allem in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Mit über 6.000 Mitgliedern zählt sie zu den bedeutendsten medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. Gegründet wurde die DOG 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Bekämpfung vermeidbarer Erblindung und ihrer Ursachen. Die DOG unterstützt daher die Initiative VISION 2020 und beteiligt sich rege an deren vielfältigen Aktivitäten. www.dog.org
Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)
Als Selbsthilfeorganisation fördert der Verein alle Blinden und Sehbehinderten in akademischen und verwandten Berufen sowie den entsprechenden Ausbildungsgängen und vertritt ihre sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Belange, vor allem in Fragen der Aus- und Fortbildung, der Rehabilitation und des Berufs. www.dvbs-online.de
PRO RETINA Deutschland e.V. (PRO RETINA)
Die PRO RETINA Deutschland e.V. ist die Selbsthilfevereinigung der Menschen mit Netzhautdegenerationen. Dies umfasst die Krankheitsbilder Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, das Usher-Syndrom und seltene Formen der Netzhautdegeneration. Die 6.000 Mitglieder sind in 60 Regionalgruppen und Fachgruppen organisiert. Neben der Patientenberatung steht die Förderung der Forschung im Vordergrund. www.pro-retina.de
Förderer und Sponsoren
Finanziert wurde die Woche des Sehens durch die Beiträge der sieben Partner sowie durch Förder- und Sponsorengelder.
Die Aktion Mensch förderte die Woche des Sehens bereits zum zehnten Mal.
Die Carl Zeiss Meditec AG ist langjähriger Sponsor und konnte auch 2011 für eine Unterstützung gewonnen werden.
Unser herzlicher Dank gilt diesen Unterstützern, die die Projektwoche nicht nur finanziell, sondern auch ideell voranbringen und eine Aufklärungskampagne in dieser Größenordnung erst ermöglichen.
Organisation
Die Organisation der Woche des Sehens ist auf drei Ebenen aufgeteilt. Auf Vorstandsebene treffen sich alle Partner der Kampagne mindestens einmal jährlich in einer Vollversammlung. Hier wird über die strategische Ausrichtung der Projektwoche, wie z.B. Schwerpunkte, übergreifende Aktionen oder Finanzierungsmöglichkeiten, entschieden.
Die Koordinationsgruppe ist für die operative Umsetzung der strategischen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, die Interessen der einzelnen Partner zu bündeln, die zentralen Aktionen vorzubereiten, Sponsoren zu gewinnen und die Kommunikationsmaterialien zu entwickeln. Mitglieder der Koordinationsgruppe waren 2011 Mitarbeiter des BVA, der CBM, des DBSV, des DVBS, der DOG und der PRO RETINA.
Zur Bewältigung der umfangreichen Aufgaben sowie zur persönlichen Kontaktpflege und Hilfestellung bei der Suche nach Kooperationspartnern waren auch 2011 wieder zwei Koordinatorinnen bei der CBM in Bensheim und dem DBSV in Berlin angesiedelt.
Elemente der Kampagne
Die Woche des Sehens 2011 sprach die Veranstalter sowie die breite Öffentlichkeit mit einem vielseitigen Kommunikationsmix an. Einige der Elemente werden im Folgenden mit der jeweiligen Resonanz vorgestellt. Das Kampagnenmotiv und das Thema dieses Jahres sorgten für große Aufmerksamkeit und hatten einen hohen Wiedererkennungswert (siehe Titel).
Teilnehmermotivation
In Rundschreiben und über interne Publikationen wurden die Mitglieder der einzelnen Partner aufgerufen, sich aktiv an der Woche des Sehens zu beteiligen. Externe Interessierte wurden durch persönliche Anschreiben zur Teilnahme an der Projektwoche eingeladen. Kontinuierliche persönliche Kontaktpflege per E-Mail und Telefon motivierte potenzielle Veranstalter, die von den Koordinatorinnen mit Rat und Ideen unterstützt wurden. Der Aktionsleitfaden informierte zu den Themen der Kampagne und bot Tipps für Veranstaltungen und deren Durchführung.
Kommunikationspaket
Allen Beteiligten wurden kostenfreie Kommunikationsmaterialien für ihre Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Praxis oder Einrichtung angeboten. Zwei unterschiedliche Paketgrößen waren verfügbar, aber auch individuelle Zusammenstellungen konnten über die Projektkoordination bestellt werden. Die einzelnen Materialien ließen Freiraum für eigene Ankündigungen und integrierten die regionalen Veranstaltungen durch ein einheitliches Erscheinungsbild in die bundesweite Aufklärungskampagne.
Folgendes Material wurde angeboten: Woche des Sehens Plakate DIN A2, Handzettel DIN A5, Informationsbroschüren, Simulationsbrillen, Luftballons, eine DVD mit Vorlagen für Vorträge und Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen zu den einzelnen Themen, die DVBS-Broschüre „Altern und Blindheit“ sowie das Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?“. Nachbestellungen machen das Interesse deutlich. Insgesamt wurden 330 Pakete mit Kommunikationsmaterialien versandt.
Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?“
Dieses Plakat war ein besonderes Angebot im Jahr 2010 und war auch im vergangenen Jahr sehr gefragt. Es zeigt zwei alltägliche Situationen, zum einen mit den Augen eines „normal“ Sehenden, zum anderen, wie sie mit Augenkrankheiten wie dem Grauen Star (Katarakt), dem Grünen Star (Glaukom), der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) sowie der Diabetischen Retinopathie gesehen werden. Die Beispiele veranschaulichen, dass sich jede Sehbehinderung individuell und ganz unterschiedlich auswirkt. Das Plakat wurde 2011 in einer Auflage von 2.500 Stück nachgedruckt und jedem Materialpaket der Woche des Sehens beigefügt; es konnte außerdem bei den Koordinatorinnen bestellt werden.
Hörfunkspot
Der in 2009 mit Gundula Gause produzierte Hörfunkspot wurde in diesem Jahr erneut geschaltet. Während der Woche des Sehens wurde er zusammen mit dem Reminder 729 Mal bei verschiedenen Radiosendern wie z. B. MDR 1, Klassikradio und Jazzradio gesendet. Trotz eines um 25 Prozent reduzierten SchaltBudgets erreichte er über 3,7 Millionen Hörer.
Pressearbeit
Medienresonanz
Die Pressearbeit für die Woche des Sehens begann bereits im Januar 2011 mit einer ersten Vorankündigung, damit langfristig planende Redaktionen die Aktionswoche in ihren Themenplan integrieren konnten. Eine weitere Vorankündigung folgte im Juli. Unmittelbar vor Beginn der Aktionswoche wurde eine Pressemeldung versandt, die auf die drei Themenschwerpunkte 2011 hinwies. Vom 8. bis zum 15. Oktober folgten drei weitere Pressemitteilungen zu den jeweiligen Themensträngen. Insgesamt wurden auch in diesem Jahr sieben Pressemitteilungen veröffentlicht. Zusätzlich fanden die Redaktionen auf der Internetseite der Woche des Sehens umfangreiches Text- und Bildmaterial zu den unterschiedlichen Schwerpunktthemen, das sie für ihre Berichterstattung nutzen konnten.
TV
Besonders erfreulich war die Steigerung im Bereich der TV-Berichterstattung. Mit 49 Fernsehberichten war die Woche des Sehens in zahlreichen öffentlich-rechtlichen Sendern präsent, das waren 5 mehr als im Vorjahr. Unter anderem berichteten ARD und ZDF, der KIKA, N 3, RBB, SWR 3, MDR 3, WDR 3 und 3 SAT.
Printmedien
Mit einer Printauflage von mehr als 21 Millionen erreichte die Woche des Sehens 2011 flächendeckend Leser in ganz Deutschland. Von Publikumszeitschriften über große Tageszeitungen und Anzeigenblätter bis hin zu Fachmedien und kirchlichen Publikationen war die Woche des Sehens 2011 mit rund 1.000 Artikeln in der gesamten Palette der Printmedien präsent.
Auflagenstärkste Titel
Ratgeber aus der Apotheke 2.120.268
VdK-Zeitung 1.378.201
Süddeutsche Zeitung 390.354
Hallo! Leipzig 230.000
Extra Tipp am Mittwoch, Kassel 173.597
B.Z. Berlin 173.041
Hörfunk
Zu den Hörfunksendern, die über Veranstaltungen der Woche des Sehens berichteten, gehörten 2011 der MDR Sachsen, HR 4, NDR 1, NDR 903, MDR Info, RBB Brandenburg und SWR CON. Wie in den Vorjahren stellte die Woche des Sehens den Rundfunksendern zudem sendefertige Beiträge zu den drei Themensträngen sowie ein Interview mit der Schirmherrin Gundula Gause zur Verfügung, die in diesem Jahr auf eine besonders große Resonanz stießen. Das Interview mit Frau Gause erreichte mehr als 1,3 Millionen Hörer. Auch der Beitrag zum Thema der Augenärzte „Diagnose: Nur keine Angst“ stieß auf breites Interesse – rund eine Million Hörer erreichte dieses Thema. Mit mehr als 850.000 Hörern folgte das Thema der Selbsthilfe „Zahlen im Dunkeln“ und mit gut 680.000 Hörern der „Blick nach vorn“ zum Thema der Hilfswerke. Insgesamt erfuhren rund 3,8 Millionen Hörer so von den Zielen der Woche des Sehens. Das ist eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, als insgesamt 3,03 Millionen Hörer erreicht wurden.
Resonanz der sendefertigen Beiträge
Online
Im Internet war die Woche des Sehens 2011 mit 322 Artikeln präsent – das waren zwar weniger als 2010 (414), doch ist dabei zu berücksichtigen, dass es 2010 eine Agenturmeldung gab, die alleine in ca. 80 Online-Medien übernommen wurde. Gegenüber 2009 (283 Funde) gab es eine deutliche Steigerung.
Internetauftritt
Auf der Internetseite der Woche des Sehens standen neben den Details zu den Schwerpunktthemen viele Informationen zu den Themen Sehbehinderung und Blindheit. Alle Materialien waren als Download verfügbar. Über ein Formular konnten sie auch bei den Projektkoordinatorinnen angefordert werden. Bei der Gestaltung des Internetauftritts wurde großer Wert auf Barrierefreiheit und Nutzerfreundlichkeit gelegt.
Der Pressebereich bot Journalisten die aktuellsten Pressemitteilungen, thematisch gruppierte Texte mit umfangreichem Bildmaterial sowie den Hörfunkspot und die Interviews zum Download an. Im Veranstaltungskalender konnte jede angemeldete Aktion eingesehen werden. Die Eingabe einer Postleitzahl oder eines Ortes ermöglichte potenziellen Besuchern oder interessierten Journalisten, Angebote in ihrer Nähe zu finden.
Vom 1. Januar bis 30. Oktober 2011 waren 12.968 Besucher 17.253 Mal auf unserer Website. Durchschnittlich 2:45 Minuten dauerten die Besuche. Fast drei Viertel der 12.968 Besucher waren zum ersten Mal auf der Homepage. Allein während der Aktionswoche wurde die Website 1.823 Mal besucht. Das sind durchschnittlich 227,8 Besuche pro Tag.
Gemessen mit Google Analytics waren es 2011 im September 2.900 Besucher, im Oktober waren es 4.300
Im Vorjahr wurde noch eine andere Analysemethode genutzt, die ungenauer ist, da sie alle Zugriffe auf die Website zählt, zum Beispiel auch solche, die Suchmaschinen automatisch durchführen. Um die Zahlen mit dem Vorjahr vergleichen zu können, wurden die Seitenbesuche 2011 nicht nur mit Google Analytics sondern zusätzlich mit der alten Methode analysiert:
Die Zahlen zeigen ein Steigerung um 35 Prozent im September und um 27 Prozent im Oktober.
Fazit und Ausblick
• Die Woche des Sehens hat einen festen Platz im Terminkalender der Akteure eingenommen.
• Die Aktionen im Internet verbreiteten sich auch in Anwendungen wie Facebook und YouTube.
• Die Berichterstattung mit einer Printauflage von über 21 Millionen, 322 Berichten im Internet und zahlreichen Berichten in Hörfunk und Fernsehen erreichte eine breite Öffentlichkeit in ganz Deutschland.
• Die bekannte Schirmherrin Gundula Gause verschaffte der Woche des Sehens besondere Aufmerksamkeit und trug damit wesentlich zum Erfolg bei.
• Bereits kurz nach dem Ende der Woche des Sehens 2011 erkundigen sich Pressevertreter nach der Woche des Sehens 2012.
• 2012 findet die elfte Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober statt.

























