Mehrzahl der blinden und sehbehinderten Menschen sind Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März möchte die Woche des Sehens auf diesen misslichen Zustand hinweisen, der vor allem zwei Gründe hat.

Laut einer aktuellen Untersuchung, die eine internationale Gruppe von Augenärzten und –optikern mit Erfahrung in der Augenepidemiologie – die so genannte „Vision Loss Expert Group“ (VLEG) – durchgeführt hat, sind heute 139 Millionen Frauen weltweit blind oder sehbehindert. Das sind 55 Prozent aller von Blindheit und Sehbehinderung betroffener Menschen. Hierfür gibt es nach Ansicht der Experten zwei Hauptgründe.

Alter und Benachteiligung

Mit zunehmenden Alter steigt das Risiko an bestimmten Augenleiden zu erkranken – zum Beispiel am Grauen Star (Katarakt) oder an der Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD). Da Frauen generell eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, sind sie auch häufiger von diesen Erkrankungen und deren Folgen betroffen.

Darüber hinaus werden Frauen in einigen Ländern aufgrund soziökonomischer und kultureller Faktoren extrem benachteiligt. Dies hat auch negative Auswirkungen auf ihren Zugang zu Gesundheitsdiensten, die Erkrankungen der Augen durch Vorsorge verhindern oder im Falle einer bereits erfolgten Erkrankung diese mit medizinischen Methoden wieder heilen könnten.

Internationaler Frauentag am 8. März

Seit 1911 feiern Frauen den "Internationalen Tag der Frauen", an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. In den 1970er Jahren machten auch die Vereinten Nationen zum ersten Mal in Form von Aktionen auf das Thema aufmerksam. Seit 1995 finden jedes Jahr am 8. März entsprechende Veranstaltungen statt. Inzwischen ist der Tag für Frauen auf der ganzen Welt ein wichtiges Datum. In einigen Ländern Afrikas und Asiens ist er mittlerweile sogar gesetzlicher Feiertag.

Mehr Informationen zu Aktionen der Vereinten Nationen anlässlich des Frauentags finden Sie HIER (englische Seite)

HIER gelangen Sie zum Fachartikel, der die Untersuchung der VLEG und ihre Ergebnisse beschreibt (englische Seite).

Auf der linken Seite steht eine Frau, leicht nach vorne gebückt und verabreicht einer auf der rechten Seite sitzenden Frau eine Salbe ins Auge.

Eine augenmedizinische Versorgung - wie hier in Äthiopien - ist Frauen nicht überall gegeben. Bildnachweis: CBM

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