Weltglaukomtag

Am 12. März findet der alljährliche Aktionstag statt. Durch ihn soll die Erkrankung, die auch Grüner Star genannt wird, mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken.

Neben der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) und der Diabetischen Retinopathie (Diabetes-bedingte Netzhauterkrankung) zählt der Grüne Star – das Glaukom – zu den häufigsten Erblindungsursachen in Deutschland. Etwa 1.500 Menschen in Deutschland erblinden durch ihn – pro Jahr! Über 900.000 sind bereits – in unterschiedlichen Stadien – betroffen. Das Gefährliche an der Erkrankung: Die betroffenen Menschen bemerken sie sehr lange Zeit nicht, denn der Sehverlust schreitet langsam voran. Ausfälle im Gesichtsfeld eines Auges werden zunächst durch das zweite Auge ausgeglichen. Aus diesem Grund fällt die Erkrankung häufig erst auf, wenn ein großer Teil des Sehnervs schon irreparabel zerstört ist.

Rechtzeitig erkennen, Blindheit verhindern

Leider ist das Glaukom nicht heilbar. Alle bekannten Behandlungen können die beschädigten Nervenfasern weder ersetzen noch reaktivieren. Einzig der Erhalt der noch funktionierenden Fasern kann erreicht werden. Daher ist eine rechtzeitige Diagnose so immens wichtig. Augenärzte können das Glaukom mit verschiedenen Untersuchungsmethoden bereits entdecken, wenn das Sehvermögen noch nicht beeinträchtigt ist. Anschließend kann mit verschiedenen Medikamenten, die ins Auge getropft werden, oder auch mit operativen Methoden das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten werden.

Erhöhter Augeninnendruck nur ein Risikofaktor von vielen

Lange Zeit galt ein erhöhter Augeninnendruck als Hauptursache für das Glaukom. Inzwischen ist jedoch durch wissenschaftliche Erkenntnisse bewiesen, dass dieser nur einer von mehreren Risikofaktoren ist. Dazu zählen – neben einem hohen Augeninnendruck – Blutdruckschwankungen, starke Kurzsichtigkeit, Glaukomfälle in der Familie sowie das Alter. Letzteres ist auch der Grund, warum Augenärzte alle zwei Jahre eine Glaukomfrüherkennungsuntersuchung empfehlen, denn rechtzeitig erkannt, muss kein Glaukom-Patient aufgrund dieser Erkrankung mehr erblinden.

Weltglaukomtag und Weltglaukomwoche

Jedes Jahr am 12. März wird weltweit der Weltglaukomtag begangen. Er entstand durch eine globale Initiative der World Glaucoma Asscociation (WGA) und der World Glaucoma Patient Association (WGPA). In vielen Ländern ist sogar die ganze Woche rund um den 12. März die Weltglaukomwoche. Das Ziel ist es, das Bewusstsein für das Glaukom in der Bevölkerung zu steigern und so Erblindungen zu vermeiden. Weltweit finden rund um den Weltglaukomtag zahlreiche Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen statt.

 

--> Hier erhalten Sie eine genauere Beschreibung der Erkrankung und der Therapiemöglichkeiten

--> Hier gelangen Sie zum Film „So sehe ich – mit Glaukom“, der den Seheindruck und die Tücken der Erkrankung zeigt.

Ausschnitt aus dem Simulationsfilm der Woche des Sehens. Blick auf einen Gehsteig und eine Hauswand. Auf dem Gesteig fährt ein Fahrradfahrer.

Seheindruck ohne Glaukom. Der Fahrradfahrer ist deutlich zu erkennen. Bildnachweis: Woche des Sehens

Ausschnitt aus dem Simulationsfilm der Woche des Sehens. Blick auf einen Gehsteig und eine Hauswand. Der Fahrradfahrer ist nicht zu sehen.

Seheindruck mit Glaukom. Der Fahrradfahrer ist befindet sich im Bereich des Gesichtfeldausfalls. Das Gehirn setzt die Hauswand sinnvoll fort und überspielt somit den Ausfall. Der Fahrradfahrer wird somit nicht erkannt. Bildnachweis: Woche des Sehens

Partner der Aktion:
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