Corona-Update

Auf dieser Seite halten wir Sie über mögliche Änderungen bezüglich der Woche des Sehens auf dem Laufenden, die durch die Folgen der Corona-Pandemie erforderlich sein werden. Veranstaltende, die eine Aktion bei der Woche des Sehens angemeldet haben, informieren wir zusätzlich per Mail.

Derzeit gehen davon aus, dass die Woche des Sehens mit ihren vielfältigen regionalen Veranstaltungen im Oktober stattfinden kann.
Der Gesundheitsschutz steht jedoch bei allen Planungen an erster Stelle.

Bei allen Planungen für Aktionen 2020 prüfen Sie daher bitte in jedem einzelnen Fall, wie der Gesundheitsschutz gewährleistet werden kann. Veranstaltungsräume müssen ggf. größer sein oder die Anzahl der Teilnehmenden muss eingeschränkt werden, so dass ein genügend großer Abstand zwischen allen Personen möglich ist.

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen zehn Aktionsvorschläge für Veranstaltungen, die Sie auch unter Pandemie-Bedingungen durchführen könen. Die Ideen stammen von Teilnehmenden unseres Wettbewerbs "Woche des Sehens in Corona-Zeiten - Ideen von Veranstalterin für Veranstalter".

Broschüre Woche des Sehens in Corona-Zeiten - Ideen von Veranstaltern für Veranstalter  zum Download.

Zehn Aktionsideen für Veranstaltungen in Corona-Zeiten:

Allgemeine Hinweise zu Maßnahmen in Corona-Zeiten

Qualitätsgesicherte Informationen zu Corona und den aktuell gültigen Maßnahmen erhalten Sie beim Bundesgesundheitsministerium, den Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dem Robert-Koch-Institut (RKI) und bei den regionalen Gesundheitsämtern.

Hier finden Sie einige hilfreiche Links:

Bundesregierung:
Offizielle Regelungen von Bund und Ländern

Bundesministerium für Gesundheit:
Allgemeine Informationen inkl. Hotlines und Infos in Gebärdensprache

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA):
Corona-Virus/COVID 19
Video-Clips "Corona Wissen kompakt"
Informationen über das Coronavirus zum Hören

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV):
Corona-Ratgeber für blinde und sehbehinderte Menschenfinden

Aktion Mensch:
Regelungen für Menschen mit Behinderung zur Maskenpflicht in den Bundesländern

Bei den im Folgenden vorgestellten Aktionsideen machen wir jeweils auch eine Angabe zur Anzahl der Teilnehmenden. Diese Zahlen beziehen sich jeweils darauf, wie viele Menschen von der Konzeption her bei den Veranstaltungen mitmachen können.
Bitte informieren Sie sich vor Aktionsbeginn einer Vor-Ort-Veranstaltung jeweils über die aktuellen Bestimmungen zur erlaubten maximalen Gruppengröße.

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1. Tastführung im Theater: live und online im Stream

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“)/ Innenraum; Online-Aktion; telefonische Aktion

Anzahl Teilnehmende: 6 (vor Ort); 70 (online)

Die Veranstaltung:

In Zusammenarbeit mit einem seiner Theaterpartner lädt der Berliner Spielplan Audiodeskription blinde, sehende und sehbehinderte Menschen zu einer inklusiven anderthalbstündigen Führung im Theater mit Tastführung in einem realen Bühnenbild (ggf. mit Kostüm und Requisite) ein. Vor Ort wird getastet, beschrieben, es werden wechselseitig Eindrücke formuliert und Hintergrundwissen zu Inszenierung und Haus vermittelt.

Gleichzeitig wird diese Führung gefilmt und live gestreamt. Zuschauende können sich per Chat einklinken, nachfragen oder Anregungen geben, auf die live geantwortet werden kann.

Die Größe der gemischten Gruppe ebenso wie die dramaturgische Gestaltung der Führung vor Ort richtet sich nach den maßgeblichen Sicherheitsbestimmungen für Veranstalter.
Ebenso wird die Führung so ausgerichtet, dass wenige und leicht zu bewerkstelligende Ortswechsel unter Einhaltung der Hygieneregeln beim Führen vollzogen werden können.

Diese theaternahe Veranstaltung soll für die Besonderheiten der Wahrnehmung von Theater durch blinde und sehbehinderte Menschen sensibilisieren und den Live-Aspekt des Theaters mit der digitalen Erfahrung verbinden.

Vorzüge des „On Demand“-Angebots:

  • zeitlich und inhaltlich flexibler Zugriff
  • nach technischer Einführung gute stressfreie Teilnahmemöglichkeiten über die Stadtgrenze hinaus
  • die Vermeidung von in Bezug auf Corona „unsicheren“ Wegen und Verkehrsmitteln

Vorzüge einer Live-Veranstaltung unter Beachtung der Abstandsregeln und Hygienekonzepte:

  • „Handgreifliche“ Begegnungen vor allem in Gestalt von Tastführungen
  • nicht-anonymer sozialer Austausch und reale Atmosphäre vor Ort
  • der Esprit und das besondere Moment des Theaters als live-Erlebnis und der live-Audiodeskription

Hintergrund:

Der Berliner Spielplan Audiodeskription von Förderband e.V. ermöglicht den Theaterbesuch für blinde und sehbehinderte Menschen. Dazu entwickelt er zusammen mit prominenten Häusern in Berlin Theateraufführungen mit Audiodeskription, Tastführungen und weiteren Serviceangebote, stattet sie aus und betreut sie organisatorisch. Dabei ist – neben dem Aufführungsgenuss – die Sensibilisierung der Theaterbetriebe ebenso ein Anliegen wie die des sehenden und nicht-sehenden Publikums. (Näheres zum Gesamtprojekt, siehe https://blog.theaterhoeren-berlin.de)

Die Theater mussten in den letzten Monaten ihren Live-Spielbetrieb einstellen, haben dafür aber mehr Angebote online zur Verfügung gestellt. In diesem Sinn hat der Berliner Spielplan Audiodeskription gefilmte Aufführungen für den Online Stream „On Demand“ initiiert und mit Audiodeskriptionen ausgestattet.
Gleichzeitig wurde ein digitales Gesprächsformat, der Theaterclub via Zoom Chat ins Leben gerufen. Moderiert von der sehbehinderten Bloggerin Lavinia Knop-Walling bietet der Club den virtuellen Raum zum Austausch und zudem die Chance, auf unaufwändige Art und Weise interessante Gäste dazu zu bitten.

Aktionsidee von Imke Baumann, Berliner Spielplan Audiodeskription, Förderband e. V.

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2. Online-Theaterclub via Zoom

Art der Aktion: Online-Aktion; telefonische Aktion

Anzahl Teilnehmende: ca. 50

Die Veranstaltung:

Viele Theater haben in Corona-Zeiten geschlossen und sind auf Online-Stream-Angebote umgestiegen. So hat auch der Berliner Spielplan Audiodeskription die digitale Rezeption von Theatertücken für Menschen mit Sehbehinderung durch AD-Fassungen möglich gemacht.

Dadurch fallen aber auch spezielle Aspekte des Angebots für Menschen mit Sehbehinderung weg: etwa die vorangehende Tastführung oder das nachträgliche Gespräch mit den Audiodeskriptorinnen und -deskriptoren oder Theaterleuten an der Theaterbar.
Deshalb hat der Berliner Spielplan Audiodeskription ein digitales Gesprächsformat, den Theaterclub via Zoom Chat ins Leben gerufen. Moderiert von der sehbehinderten Bloggerin Lavinia Knop-Walling bietet der Club den virtuellen Raum zum Austausch und zudem die Chance, auf unaufwändige Art und Weise interessante Gäste dazu zu bitten.

In der Woche des Sehens soll es einen inklusiven Theaterclub geben. Dafür lädt der Veranstalter gezielt sehende Theatergäste der aktuellen mit Audiodeskription angebotenen Inszenierungen ein. So können sich sehende und sehbehinderte Theatergäste über die Aufführungen und die unterschiedlichen Wahrnehmungs- und Sichtweisen austauschen.
Ein barrierearmer Zugang via Zoom (bzw. der Einwahl per Festnetz Telefon) wird bereitgestellt.

Ziele:

  • die Öffnung der Theater mit Hilfe des Mittels Audiodeskription voranzutreiben
  • eine möglichst lebhafte Diskussion über das gemeinsame Interesse: die Theateraufführung

Hier hören Sie einen Ausschnitt aus der dritten Theaterclub-Matinee des Berliner Spielplan Audiodeskription:
https://spielplanaudiodeskription.podigee.io/b41-die-dritte-theaterclub-matinee

Aktionsidee von Imke Baumann, Berliner Spielplan Audiodeskription, Förderband e. V.

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3. Einführung in Webkonferenz-Tools für Menschen mit und ohne Seheinschränkung

Art der Aktion: Online-Aktion

Anzahl Teilnehmende: ca. 20  

Die Veranstaltung:

Seit Beginn der Corona-Pandemie finden viele Meetings sowohl im beruflichen wie auch im privaten Umfeld online statt. Dabei nutzen die Beteiligten verschiedene virtuelle Tools wie Zoom, Skype, Teams oder GoToMeeting.
Sehenden Menschen erklären sich diese Tools durch die optische Bedienungsführung meist relativ schnell selbst. Doch wie kann sichergestellt werden, dass auch blinde oder sehbehinderte Menschen an solchen virtuellen Meetings gleichermaßen teilnehmen oder sie organisieren können?

Dieses Online-Seminar richtet sich an alle Interessierten mit und ohne Sehbehinderung und soll die Nutzung eines ausgewählten Tools und gegebenenfalls eines zweites vorstellen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie man als blinder und sehbehinderter Mensch das ausgewählte Tool bedienen kann. Dadurch erfahren alle, auch Sehende, worauf sie achten müssen, wenn sie selbst zu einem solchen virtuellen Meeting einladen. So können sie in Zukunft sicherstellen, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen ohne fremde Hilfe teilnehmen an ihrem Meeting teilnehmen können.

Idealerweise ist an der Vorbereitung des Seminars eine blinde oder sehbehinderte Person beteiligt, die das Tool kennt, das vorgestellt werden soll. Das Online-Seminar wird dann am besten von dieser Person zusammen mit einem sehenden Menschen moderiert.

Wichtig ist natürlich, dass es allen Teilnehmenden möglich ist, sich auch ohne Vorkenntnisse – diese erwerben sie ja ggf. erst im Seminar – in das Tool einzuwählen, um am Seminar teilzunehmen.

Hinweis:

Ziele:

  • Finden von für blinde und sehbehinderte Menschen geeigneten Webkonferenz-Tools
  • Einführung in die Bedienung von Webkonferenz-Tools
  • Sensibilisierung von Veranstaltenden von Online-Meetings für die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen für eine Teilnahme am Meeting

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4. Seminar zu sinnhaften Hilfsmitteln

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“), Innenraum

Anzahl Teilnehmende: 20 - 30

Die Veranstaltung:

Die „Fortbildung“ Die Zukunft im Auge behalten richtet sich an Augenärztinnen und Augenärzte sowie Orthoptistinnen und Orthoptisten. Diese sollen sich praxisnah darüber informieren können, was aus Sicht eines sehbehinderten/ blinden Menschen ein „sinnhaftes Hilfsmittel“ ist.

In einem großen Raum/ Saal werden verschiedene Hilfsmittelanbieter ihre Produkte zeigen und erklären – das Konzept sieht etwa fünf Hersteller vor. Die Teilnehmenden der Aktion können so sehen, wie vielfältig Hilfsmittel sein können. Aufgrund der Raumgröße und der unterschiedlichen Anbieter können sich die Teilnehmenden im Saal verteilen, wodurch sie die Abstandsregeln einhalten können.

Die Veranstaltung wird ergänzt durch zwei Fachvorträge. Den ersten Vortrag hält eine blinde oder sehbehinderte Person, die TROTZDEM mitten im Leben steht, berufstätig ist und Familie hat. Die Zuhörenden können so aus der Praxis eines „betroffenen“ Menschen erfahren, was möglich ist, wenn man die Zukunft im Auge behält.
Unter anderem geht es um die technische Entwicklung von Bildschirmlesegeräten in den vergangenen 25 Jahren – von komplexen schwarz-weiß-Systemen mit 60 Kilogramm Gewicht bis zur modernen Tablet-Ausstattung.

Der zweite Vortrag wird von einem Mobilitätstrainer gehalten, der die Bedeutung eines frühzeitigen Mobilitätstrainings (O&M Training) erörtert und vieles zum Thema LPF (lebenspraktische Fertigkeiten) ergänzen wird.

Ziele: 

  • die Sinnhaftigkeit verschiedener Hilfsmittel aufzeigen
  • dazu beitragen, dass Patient oder Patientin und Arzt oder Ärztin eine Einheit werden und gemeinsam die Zukunft im Auge behalten.

Aktionsidee von Marion Palm-Stalp, Pro Retina Trier

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5. Hochseilgarten: Grenzen erweitern, „über sich selbst hinauswachsen“

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“), im Freien

Anzahl Teilnehmende: max. 10

Die Veranstaltung:

Für die Aktion „Die Zukunft im Auge behalten – Grenzen erweitern und über sich selbst hinauswachsen“ braucht es einen Hochseilgarten in der Nähe. Aufgrund der kleinen Gruppengröße und des Aufenthalts im Freien ist diese Aktion sehr geeignet dafür, sie in Corona-Zeiten durchzuführen.

Der Gang durch einen Hochseilgarten ist eine gewisse Herausforderung für blinde oder sehbehinderte Menschen, aber durchaus auch für sehende Leute.
Geschultes Personal begleitet die Teilnehmenden durch die Anlage. Dies ermöglicht allen eine Art „Grenzerfahrung“, egal ob mit oder ohne Sehbehinderung.

Alle bekommen die Möglichkeit, Vertrauen neu zu erfahren – in sich selbst, eine Partnerin oder einen Partner und in die Möglichkeiten, die man losgelöst von der Sehkraft trotzdem hat, auch mit geringem Visus oder vollblind.

Im Anschluss können sich alle Beteiligten über ihre Erlebnisse austauschen. Wo gibt es Gemeinsamkeiten in den Erfahrungen, wo Unterschiede?

Ziele:

  • den Tastsinn bewusst wahrnehmen, ausbalancieren
  • das Selbstwertgefühl betroffener Menschen stärken
  • bewusst machen: es geht so viel mit eingeschränktem Sehvermögen – man muss sich nur trauen 
  • gemeinsames Erlebnis von Menschen mit und ohne Seheinschränkung

Aktionsidee von Marion Palm-Stalp, Pro Retina Trier

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6. Traumschleifen-Wanderung mit Weinprobe

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“), im Freien

Anzahl Teilnehmende: 20 – 30  

Die Veranstaltung:

Herbstzeit – Wanderzeit… auf Distanz und trotzdem zusammen erleben, was verbindet.

Die Aktion ist konzipiert für einen „Traumschleifen“-Wanderweg mit leichtem Schwierigkeitsgrad über eine Distanz von acht Kilometern. („Traumschleifen“ sind beschilderte Wanderwege in verschiedenen Regionen.)
Eingeladen sind sehbehinderte und blinde Menschen mit „ihrem Lieblingsmenschen“.

Abgerundet wird dieser Tag mit einer gemeinsamen Weinprobe unter freiem Himmel, verbunden mit einem Quiz. Dabei sollen fünf Weine „erschmeckt“ werden. Zu jedem Wein sind drei Fragen zu beantworten. Der Gewinner oder die Gewinnerin erhält einen Preis.

Das inklusive Erleben:

  • die Schönheit der Natur gemeinsam genießen – hören, riechen, schmecken – jede und jeder auf die eigene Art und im eigenen Tempo.
  • Bei der Weinprobe tritt für blinde, seheingeschränkte und sehende Menschen ein Sinn jenseits des Sehsinns gleichermaßen in den Vordergrund.

Aktionsidee von Roswitha Karst, Pro Retina Trier

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7. Kinofilm mit anschließendem Kurzvortrag

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“), Innenraum

Anzahl Teilnehmende: 50  

Die Veranstaltung:

Die Aktion ist geplant für einen großen Kinosaal, in dem der derzeitig notwendige Mindestabstand zwischen den Besucherinnen und Besuchern eingehalten werden kann.  

Gezeigt werden soll ein Film, der das Thema Blindheit und Sehbehinderung aufgreift und Möglichkeiten zeigt, „die Zukunft im Auge zu behalten“, zum Beispiel der Film Mein Blind Date mit dem Leben.
Im Anschluss an den Film erzählt ein betroffener Mensch in einem Kurzvortrag von seinen Erfahrungen mitten im Leben. Darauf kann ein Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern folgen. 

Begleitend wird entsprechendes Informationsmaterial zu diversen Berufsförderungswerken, Integrationsfachdiensten u.a. bereitgestellt.

Ziele:

  • Mut machen zum Weitermachen – trotz Augenerkrankung!
  • Menschen mit und ohne Sehbehinderung ins Gespräch bringen

Aktionsidee von Roswitha Karst, Pro Retina Trier

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8. Online-Seminar für Lehrkräfte, Assistenzkräfte, Eltern und Schüler: Ein Schüler ist sehbehindert – na und?

Art der Aktion: Online-Aktion

Anzahl Teilnehmende: bis 60  

Die Veranstaltung:

Das Online-Seminar „Ein Schüler ist sehbehindert – na und?“ richtet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer, Assistenzkräfte, die in ihrer Klasse Schülerinnen oder Schüler mit Sehbehinderung unterrichten, an die Schülerinnen und Schüler selbst sowie an deren Eltern.

Die Veranstaltung findet über eine Webkonferenz-Software statt, wie zum Beispiel Zoom, wodurch sie in Corona-Zeiten unproblematisch auch mit einer großen Anzahl an Teilnehmenden stattfinden kann.
Anhand eines theoretischen Inputs, aber dann mit ganz vielen praktischen Tipps und Selbsterfahrungsmöglichkeiten soll verdeutlicht werden, welche Unterstützung, Hilfsmittel und Rahmenbedingungen Schülerinnen und Schüler mit Sehbehinderung im Alltag brauchen, damit dieser besser "durchschaubar" ist. 

Die Teilnehmenden bekommen im Vorfeld ein Materialpaket zugeschickt mit Simulationsbrille und Aufgabenblättern. Während des Online-Seminars sollen sie damit immer wieder Selbsterfahrungsaufgaben bewältigen.

Inhalte:

  • Was bedeutet „sehbehindert“? Wie sieht das Kind die Welt? 
  • Welche Hilfsmittel gibt es?
  • Wie gehe ich im Unterricht auf die besonderen Bedürfnisse des Kindes ein?

Aktionsidee von Daniela Bosch, Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum Baindt

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9. Ein Gottesdienst rund ums Sehen – mit Radioübertragung

Art der Aktion: Aktion vor Ort (nicht „virtuell“), Innenraum; Radio-Aktion

Anzahl Teilnehmende: abhängig von der Größe des Kirchenraums  

Die Veranstaltung:

Ein Gottesdienst kann eine gute Gelegenheit sein, sehr unterschiedliche Menschen zu erreichen und anschließend mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Eine Live-Übertragung des Gottesdiensts über einen regionalen Radiosender würde weiteren Menschen die Teilnahme ermöglichen, auch wenn sie aufgrund der aktuellen Pandemie-Bedingungen nicht persönlich zur Kirche kommen können. Kontaktieren Sie dafür den Radiosender möglichst frühzeitig.

Einige der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher werden mit den Themen „Blindheit“ und „Sehbehinderung“ kaum persönliche Erfahrung haben, andere kennen in ihrem Bekanntenkreis Menschen mit Sehbehinderung. Wiederum andere bemerken, dass ihre eigene Sehfähigkeit abnimmt.
Auch in einigen biblischen Geschichten geht es um das Thema „Sehen“ und „Inklusion“. Diese Geschichten kann man im Gottesdienst lesen.
Anschließend können betroffene Menschen erzählen, was für sie Sehen bzw. Sehbehinderung und Inklusion bedeutet.

Tipp:

  • Ein solcher Gottesdienst kann auch im Dunkeln stattfinden. Dafür ziehen die Besucherinnen und Besucher, die dies wünschen, Schlafmasken über die Augen, um zu „erblinden“.

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10. Telefonforum über eine Tageszeitung oder einen Radiosender

Art der Aktion: Radio-Aktion

Anzahl Teilnehmende: unbegrenzt  

Die Veranstaltung:

Tageszeitungen und Radiosender bieten häufig Telefonforen an, in denen Fachleute der Leserinnen und Lesern, Hörerinnen und Hörern für Fragen zur Verfügung stehen. Das Thema „Augenärztliche Vorsorge“ betrifft fast alle Menschen und dürfte daher bei vielen Redaktionen und ihrer Leserschaft bzw. Zuhörenden auf großes Interesse stoßen.
Bei einem solchen Telefonforum in Zusammenarbeit mit einer regionalen Tageszeitung oder einem lokalen Radiosender können Sie auch in Corona-Zeiten viele Menschen erreichen.

Expertinnen und Experten stellen sich Fragen zu Augenerkrankungen, Sehhilfen oder Unterstützungsangeboten für sehbehinderte und blinde Menschen in Deutschland sowie zu Hilfsprojekten für Betroffene in den ärmsten Ländern der Welt.

Raumbedarf:
Es sollte ein ruhiger und den aktuellen Regelungen entsprechend großer Raum mit mehreren Telefonanschlüssen zur Verfügung stehen.

Zeitbedarf:
Maximal zwei Stunden. Um möglichst viele Interessierte zu erreichen, am besten vor- oder nachmittags durchführen.

Ankündigung:
Die Zeitung bzw. der Radiosender sollte die Fachleute und Initiatoren in einer Vorberichterstattung vorstellen. Hilfreich sind eine kurze Erläuterung des Fachgebiets und der Funktionen, Fotos sowie die Durchwahl-Telefonnummern.

Vor- und Nachberichterstattung:
Bei Telefonforen in Zusammenarbeit mit einer Lokalzeitung sollte es eine Vor- und Nachberichterstattung geben, in denen die Woche des Sehens dargestellt wird. Die Nachberichterstattung sollte die wichtigsten Beiträge in Rücksprache mit den Fachleuten erfassen.

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Partner der Aktion: