Alles im Blick?! Die vielen Facetten guten Sehens

„Gut sehen“ - damit verbinden viele zunächst einmal: Scharf sehen. Doch unsere Augen können mehr, als „nur“ feinste Details wahrzunehmen. Wir sehen die Welt bei gutem Licht in bunten Farben. Dazu verhelfen uns die Zapfen, die in der Netzhaut für die Farbwahrnehmung zuständig sind. In der Dämmerung wird die Welt grau: Die Farben schwinden. Dank der anderen Netzhautzellen, der Stäbchen, können wir uns auch bei wenig Licht gut orientieren. Das Auge nimmt dann Nuancen von Helligkeitsunterschieden wahr und spielt seine Stärken in der Kontrastwahrnehmung aus.
Eine weitere Facette ist das Gesichtsfeld. Wir sehen nicht nur, was sich direkt vor unserer Nase befindet, sondern bekommen „aus dem Augenwinkel“ auch mit, was sich links und rechts von uns tut. Schließlich errechnet das Gehirn aus den Seheindrücken der beiden Augen ein dreidimensionales Bild.

All diese Facetten des guten Sehens setzen gesunde Augen voraus. Nur wenn sich das Zusammenspiel von Augen und Gehirn von Geburt an problemlos entwickeln kann, haben wir wirklich „alles im Blick“. Augenkrankheiten, eine Fehlsichtigkeit oder auch Schielen können verhindern, dass sich das Sehen überhaupt richtig entwickelt. Deshalb sollte schon bei Kindern überprüft werden, ob alles in Ordnung ist. 

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Augenkrankheiten. Die häufigsten sind in Deutschland die Altersbedingte Makuladegeneration, das Glaukom (Grüner Star), die Katarakt (Grauer Star) und diabetische Augenkrankheiten. In den meisten Fällen können Augenärztinnen und Augenärzte wirksame Behandlungen anbieten. Die Erfolgsaussichten für eine Therapie sind umso besser, je früher die Krankheit erkannt wird. Früherkennungsuntersuchungen sind daher die beste Möglichkeit, für die Augengesundheit „alles im Blick“ zu haben. Jede Augenärztin und jeder Augenarzt informiert gerne, wann welche Untersuchung sinnvoll ist.

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