Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern

Mazaga Mahorosho (rechts sitzend) wird von Augenarzt Dr. Xavier Karlenza (links sitzend) an den Augen untersucht.
Mazaga Mahorosho (rechts) wird von Augenarzt Dr. Xavier Karlenza untersucht.
Bildnachweis: CBM

Das Geld wird knapp für die siebenköpfige Familie von Mazaga Mahorosho aus Tansania. Noch vor Monaten ist der Handelsvertreter durch die Dörfer gereist und hat Mais und anderes Getreide gekauft. Die Ware verkaufte er dann auf dem Markt in Daressalam. Damit hat er die Familie ernährt und sogar ein bisschen sparen können, aber die wenigen Rücklagen sind nun aufgebraucht. Denn der 45-Jährige ist seit Monaten so gut wie blind und kann nicht mehr arbeiten. Grauer Star hat seine Linsen getrübt. Die Familie rationiert das Essen und die Schulgebühren für die Kinder bereiten Mazaga und seiner Frau große Sorgen. Sie haben Angst vor der Zukunft.

Niemand konnte dem Mann helfen, bis er vom Krankenhaus in Daressalam hörte, das die Christoffel-Blindenmission (CBM) fördert. Ein Blick in die Spaltlampe genügt dem Augenarzt: Mazagas Augenlicht kann gerettet werden.

Portraitfoto von Mazaga Mahorosho, er strahlt in die Kamera.
Mazaga Mahorosho nach der erfolgreichen Operation.
Bildnachweis: CBM

In Deutschland wäre der Familienvater lange vor der Erblindung operiert worden. Doch wer in einem Entwicklungsland lebt, weiß oft nicht um die Möglichkeiten moderner Medizin und selbst die erschwinglichen Gesundheitsstationen wissen manchmal keinen Rat. Armut und zu wenig gut ausgebildete Ärzte sind die Hauptgründe, warum Augenerkrankungen nicht rechtzeitig behandelt werden und Menschen erblinden. Und Mazagas Geschichte zeigt: Blindheit ist eine häufige Ursache für Armut.

Die Operation verläuft komplikationslos. Gerade einmal zehn Minuten dauert es, die trüben Augenlinsen gegen künstliche zu tauschen. Mazaga kann wieder sehen! „Ich bin so glücklich, weil ich nun mein Geschäft fortsetzen kann“, freut sich der 45-Jährige. Mazaga sieht die Zukunft nun mit anderen Augen.

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„Mit anderen Augen – Armut weltweit verhindern“ heißt auch das Motto, unter dem das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission (CBM) in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam informieren sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Denn neben der Armut vieler Betroffener ist dort auch die mangelnde augenmedizinische Versorgung dafür verantwortlich, dass viele Menschen erblinden.

VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht

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Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl mehr als 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Das Ziel der globalen Initiative VISION 2020 lautet daher: Vermeidbare und behandelbare Blindheit zu überwinden.

Erfahren Sie hier mehr zur weltweiten Kampagne.

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