Kurzinfo: Trachom

Weltweit Millionen Menschen bedroht – in Deutschland unbekannt

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Vorkommen: In Deutschland kommt die hochansteckende Krankheit Trachom sehr selten vor. Weltweit ist Trachom unter den Top Ten der Blindheitsursachen. 137 Millionen Menschen sind von der bakteriellen Augeninfektion bedroht und damit von Blindheit. Trachom trifft vor allem arme Menschen in heißem Klima, wenn die hygienischen Verhältnisse schlecht sind: in Afrika, Südost-Asien, Zentral- und Südamerika sowie im Nahen Osten. Unbehandelt führt Trachom zur Erblindung.

Ursachen: Übertragen werden die bakteriellen Erreger durch Hautkontakte, verschmutzte Kleidung oder Handtücher, aber auch durch Fliegen, die sich ins Gesicht setzen. Die bakterielle Infektion Trachom macht sich zunächst wie eine Bindehautentzündung durch tränende Augen und angeschwollene Lider bemerkbar. Wiederkehrende und unbehandelte Infektionen führen allmählich zu Narben auf der Innenseite (Bindehaut) der Augenlider, die sich dadurch verkürzen und die Wimpern nach innen drehen. In der Folge scheuern die Wimpern bei jedem Blinzeln über die Hornhaut, die sich zunehmend eintrübt und schließlich unwiderruflich vernarbt. Unbehandelt erblinden  die Betroffenen. 

Behandlung: Im Anfangsstadium kann die Infektion durch regelmäßiges Waschen des Gesichts und antibiotische Augensalbe verhindert oder geheilt werden. Ist die Krankheit weiter fortgeschritten, hilft eine kleine Lid-Operation. Um die Übertragung dauerhaft zu unterbinden, ist eine Verbesserung der Hygiene notwendig. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hilft umfassend: Sie verteilt Antibiotika an Betroffene, behandelt Infizierte mit einer Salbe oder operiert ihr vernarbtes Augenlid. Sie klärt ganze Dörfer über die nötige Hygiene auf und gräbt Brunnen.


Pressekontakt:

Marion Muhalia
E-Mail: marion.muhalia@cbm.org
Tel.: 06251 / 131 - 341

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