Blindenführhunde und ihre faszinierenden Fähigkeiten

Durch intensives Training werden Mensch und Hund zu einem eingespielten Team.

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Weitere Bilder zu Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland finden Sie unter den Pressebildern des DBSV.

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Es ist faszinierend, einen blinden Menschen mit seinem Führhund zu beobachten. Zielsicher gehen beide durch den dichtesten Verkehr, überqueren Straßen und suchen Geschäfte auf. Es sieht spielend leicht aus, bedeutet aber äußerste Konzentration sowohl für den Hund wie auch für die Halterin oder den Halter.

Der Hund muss abgestellten Fahrrädern, Einkaufstaschen, Blumenkübeln und Passanten ausweichen, dabei darauf achten, dass sich der blinde oder hochgradig sehbehinderte Mensch nicht an herabhängenden Markisen stößt, und Bodenhindernisse wie Treppen oder Absätze anzeigen. Auf Hörzeichen muss er Treppen und Türen, Ampeln, Zebrastreifen und freie Sitzplätze finden, sich aber dem Hörzeichen zum Gehen widersetzen, wenn beispielsweise die zu überquerende Straße nicht frei ist.

Der Halter oder die Halterin muss den Bewegungen des Hundes, die er über das Führgeschirr vermittelt bekommt, folgen und dem Hund die notwendigen Hörzeichen geben. Damit das Zusammenspiel des auch „Gespann" genannten Teams aus Halterin oder Halter und Hund funktioniert, muss der Blindenführhund sehr viele Dinge können, die sehende Menschen ganz unbewusst umsetzen, die aber für Hunde ganz und gar ungewöhnlich sind.

Aber wie erwerben die Hunde diese Fähigkeiten? Vor 100 Jahren benutzte man drakonische Dressurmethoden, unter anderem wurden die Hunde mit einer Peitsche misshandelt. Die moderne Führhundausbildung funktioniert dagegen nach dem Prinzip der positiven Verstärkung. Dafür brauchen die Trainerinnen und Trainer neben Fachkompetenz vor allem Geduld – und immer ein Leckerchen in der Tasche, wie ein Film des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) zeigt.

Unter dem Titel „Belohnen statt Bestrafen“ wird in zwölf Minuten erläutert, wie ein Hund durch unzählige kleine Lernschritte in Verbindung mit Erfolgserlebnissen die kompliziertesten Aufgaben erlernt und Freude dabei hat. „Ein Führhund und sein Halter müssen partnerschaftlich zusammenarbeiten“, erläutert Fachreferentin Sabine Häcker vom DBSV. „Eine Ausbildung auf Basis von positiver Verstärkung macht sie fit für anspruchsvolle Herausforderungen.“

Der Film „Belohnen statt Bestrafen“ wurde gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Hamburger Blindenstiftung. Der Film steht auch als Hörfilm zur Verfügung, also in einer Version mit zusätzlichen Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen. Auf Wunsche können Untertitel zugeschaltet werden.

https://www.woche-des-sehens.de/infothek/filme/hundeausbildung


Pressekontakt:

Volker Lenk
E-Mail: v.lenk@dbsv.org
Tel.: 0163 / 486 30 34

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