Wie blinde und sehbehinderte Menschen lesen

Brailleschrift

Diese Schrift wurde von dem Franzosen Louis Braille (1809–1852) entwickelt. Die Basis für die Buchstaben bilden sechs Punkte, die wie bei der Sechs auf einem Würfel angeordnet sind. Für jeden Buchstaben sind einige dieser sechs Punkte erhaben markiert und können ertastet werden. Insgesamt sind 64 Kombinationen möglich.

Braillezeile

Für den Computer gibt es die sogenannte Braillezeile, die sich vor der Computertastatur befindet: Buchstaben und Zahlen, die auf dem Computerbildschirm zu sehen sind, werden mit beweglichen Plastikstiften in Punktschrift auf dieser Zeile dargestellt und sind so für blinde Menschen zu ertasten.


Dass damit nicht automatisch die Barrieren im Internet beseitigt sind, zeigt dieses Video.

Screenreader

Viele blinde oder stark sehbehinderte Menschen nutzen am Computer einen Screenreader. Das ist eine spezielle Software, die das, was auf dem Bildschirm steht, in Text umsetzt. Den kann man sich dann auf der Braillezeile anzeigen oder von einer künstlichen Stimme vorlesen lassen.

Lupen und Vergrößerungen

Oft können Lupen beim Erkennen und Lesen von kurzen Texten weiterhelfen. Daher sind diese Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen ein wichtiger Begleiter im Alltag.

Sehbehinderte Menschen nutzen oft spezielle Software, um Texte am Computer zu lesen. Mit der Software kann man das Bild vergrößern, die Farben umstellen (zum Beispiel Weiß auf Schwarz statt Schwarz auf Weiß) und vieles mehr.

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Was heißt das?


Aufgabe 3

Lest den Text zu den Hilfsmitteln und seht euch das kurze Video zur Braillezeile an. Übersetzt dann selbst einmal Wörter in und von Braille. Nutzt dafür den Braille-Simulator.



Zusatzaufgabe 3a

Spiele mit einem Partner oder einer Partnerin. Jeder oder jede überlegt sich fünf kurze Wörter und schreibt sie in Brailleschrift. Das Alphabet und der Braille-Simulator helfen euch. Dann tauscht ihr eure Wörter aus. Wer erkennt alle Wörter zuerst?

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