Blind oder sehbehindert?

Wann ist ein Mensch sehbehindert, wann ist er blind? Das Tragen einer Armbinde sagt darüber nichts aus - sie wird sowohl von blinden als auch von sehbehinderten Menschen genutzt.

In Deutschland wird zwischen einer Sehbehinderung, einer starken Sehbehinderung und Blindheit unterschieden. Dabei orientiert sich die Definition am Sehrest. Dieser kann sich jedoch je nach Augenerkrankung sehr unterschiedlich auswirken.

  • Ein Sehrest von weniger als 5% kann bedeuten, dass ein Mensch einen Gegenstand erst aus 5 m Entfernung erkennt, den ein normal sehender Mensch bereits aus 100 m Abstand erkennt.
  • Ein Sehrest von weniger als 5 % kann aber auch bedeuten, dass ein Mensch (wie durch einen Tunnel) nur 5 % des normalen Gesichtsfeldes sieht.

Die Definition

Nach deutschem Recht ist ein Mensch sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Das bedeutet, der Sehrest ist kleiner/gleich 30 %.

Ein Mensch ist hochgradig sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 5 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Das bedeutet, dass der Sehrest kleiner/gleich 5 %) ist. 

Ein Mensch ist blind, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 2 % von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt. Das heißt, der Sehrest ist kleiner/gleich 2 %.

Weitere Informationen zum Thema Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland finden Sie HIER.

 

Die gelbe Armbinde mit drei schwarzen Punkten. Die Armbinde für blinde und sehbehinderte Menschen.

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