Zugang zu Gesundheitsversorgung

Circa 90 Prozent aller Menschen mit Sehbehinderung leben in den sogenannten Entwicklungsländern. Dort ist das Risiko zu erblinden zehnmal höher als in den Industrieländern. Ein Grund dafür ist Armut und die damit einhergehende mangelnde medizinische Versorgung, auch auf dem Gebiet der Augenheilkunde.

In Afrika südlich der Sahara hat – rein statistisch gesehen – ein einziger Augenarzt die Aufgabe, ca. 400 000 Menschen zu versorgen, in Deutschland 11 000.

Aufgrund ihrer Armut haben Menschen mit Sehbehinderung in den sogenannten Entwicklungsländern zudem oft keinen Zugang zu technischen Hilfsmitteln. Ein Stock zum Ertasten des Weges, spezielle Lupen oder Bücher in Blindenschrift (auch Brailleschrift genannt) sind Beispiele für Hilfsmittel, die sehbehinderte oder blinde Menschen benötigen, um sich selbstständiger im Alltag zu bewegen und am Leben gleichberechtigt teilzunehmen. Doch diese Hilfen sind in armen Ländern teuer und schwer zu erhalten.

Textquelle: Woche des Sehens, Christoffel-Blindenmission (CBM)

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Aufgabe 2

Lest den Text „Zugang zu Gesundheitsversorgung“. Überlegt und notiert, aus welchen Gründen in sogenannten Entwicklungsländern der Zugang zur Gesundheitsversorgung erschwert wird.

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