Chancen sehen! - Die Dokumentation der Woche des Sehens 2016

1. Vorwort

Bereits seit dem Jahr 2002 macht die Woche des Sehens als bundesweite Aufklärungskampagne jährlich auf die Bedeutung eines guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit und auch auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam. In diesem Jahr fand die Aktionswoche vom 8. bis zum 15. Oktober zum fünfzehnten Mal statt. Dabei boten insbesondere der „Welttag des Sehens", der immer am zweiten Donnerstag im Oktober stattfindet, und der „Tag des weißen Stocks" am 15. Oktober die Möglichkeit für publikumswirksame Aktionen.

In dieser Dokumentation präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Daten und Fakten der diesjährigen Kampagne. Hier finden Sie ebenfalls Informationen über die diesjährige zentrale Maßnahme der Woche des Sehens. Unser inklusiver Fotowettbewerb machte in diesem Jahr die Kampagne besonders kreativ und interaktiv. Viele Amateurfotografen haben sich beteiligt. Das Besondere dabei: Blinde und sehbehinderte Fotografen wurden ausdrücklich eingeladen, teilzunehmen. Mit der Online-Wahl des Favoriten waren auch alle anderen Interessenten aufgefordert, sich ein Bild zu machen. Sie wurden damit Teil einer großen Jury.

Die Woche des Sehens ist durch das Engagement der sieben Partner sowie die Unterstützung von Sponsoren und der Aktion Mensch möglich.

An dieser Stelle möchten wir den Sponsoren und der Aktion Mensch sowie all denen, die sich für die Ziele der Aktionswoche einsetzen, ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Carolina Barrera und Patrick Taube
Projektkoordinatoren der Woche des Sehens

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2. Schirmherrin Gundula Gause

2016 konnte die bekannte Fernsehjournalistin Gundula Gause erneut als Schirmherrin der bundesweiten Kampagne Woche des Sehens gewonnen werden.

Mit folgendem Aufruf motivierte sie Menschen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, die Kampagne zu unterstützen: „Sehen Sie als Arbeitgeber die Chancen, die sich bieten, wenn Sie einen Bewerber mit Seheinschränkung einstellen. Erkennen Sie als blinder oder sehbehinderter Mensch die Möglichkeiten, die sich Ihnen im Job oder in der Gesellschaft eröffnen. Sehen Sie die Chancen, die regelmäßige Vorsorge untersuchungen beim Augenarzt für den Erhalt Ihres Augenlichts bieten. Erkennen Sie die Zukunftschancen, die blinde oder sehbehinderte Kinder in Entwicklungsländern haben, wenn ihnen eine Augenoperation ermöglicht wird".

Unter anderem unterstützte sie die Kampagne durch ein Radiointerview, in dem sie auf die Woche des Sehens aufmerksam machte. Dieses Interview wurde 73-mal ausgestrahlt und erreichte 2.406.752 Millionen Hörer pro Stunde.

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3. Thema und Motiv

Das übergeordnete Motto der Woche des Sehens lautet „Blindheit verstehen. Blindheit verhüten". Als Ziel der Kampagne ist es auch auf dem Logo zu finden. Zu diesem Motto legt die Woche des Sehens jährlich ein Thema mit einem entsprechenden Bildmotiv fest. Das Thema 2016 lautete „Chancen sehen!" und wurde von den Verbänden der Augenärzte, Selbst- und Entwicklungshilfeorganisationen jeweils mit eigenen Schwerpunkten ergänzt, um verschiedene Aspekte des breiten Spektrums rund um die Themen Augen, Sehbehinderung und Blindheit hervorzuheben. Details hierzu sind im folgenden Kapitel 4, „Zielsetzung und Schwerpunkte 2016" zu finden.

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4. Zielsetzung und Schwerpunkte 2016

4.1. Chancen sehen – auch mit nachlassendem Sehvermögen!

Jedes Jahr erfahren Tausende, dass sie von einem Sehverlust betroffen sind, der medizinisch nicht mehr rückgängig zu machen ist. Eine derartige Diagnose ist mit schwerwiegenden Folgen verbunden: Zuvor Selbstverständliches wie Autofahren, Lesen oder Einkaufen lässt sich nur noch mit Mühe bewältigen oder wird gar vollkommen unmöglich. Oft kann der erlernte Beruf nicht weiter ausgeübt werden. Wenn dann noch soziale Kontakte wegbrechen, weil beispielsweise bestimmte Hobbies nicht mehr gemeinsam ausgeübt werden können, scheint die Situation hoffnungslos.

Die Selbsthilfeorganisationen der blinden und sehbehinderten Menschen zeigten in der Woche des Sehens 2016 auf, welche Chancen auch nach einem Sehverlust bestehen. Spezialisierte Reha-Einrichtungen, eine breite Auswahl an Hilfsmitteln und nicht zuletzt der Austausch mit anderen Menschen in der gleichen Situation zeigen neue Perspektiven auf. Mit einem Mobilitätstraining kann man sich den gewohnten Radius zurückerobern und auch in den eigenen vier Wänden gibt es Lösungen,Waschmaschine mit Hilfe tastbarer Klebepunkte wieder sicher bedienen und einfache Ordnungssysteme in Küche oder Bad erleichtern das Wiederfinden von Gegenständen.

Anlässlich der Aktionswoche 2016 bot die Selbsthilfe den Medien umfangreiche Möglichkeiten, das Thema aufzuarbeiten: Hintergrundinformationen zum Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen und Material zum Einsatz von Hilfsmitteln und weiteren „Tricks" für ein eigenständiges Leben mit Seheinschränkung.

Tag des weißen Stocks

1964 verabschiedete der US-Kongress eine Resolution, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day erklärte, übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes". Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der dama-lige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit. Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der blinden Menschen.

Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens. Die Selbsthilfeorganisationen informierten am diesjährigen Tag des weißen Stockes darüber, wie man durch umsichtiges Verhalten Blindenführhunde und ihre Halter unterstützen kann.


4.2. Chancen sehen – für gesunde Augen ein Leben lang!

Der Mensch ist ein „Augentier". Über keinen unserer Sinne nehmen wir mehr Informationen auf als über das Sehen. Und unsere Augen sind wahre Wunderwerke der Natur, dafür geeignet, ganz verschiedenen Anforderungen an das Sehen gerecht zu werden: Wir sehen bunte Farben und feine Details; bei schwachem Licht nehmen wir die Welt immerhin noch in Grautönen wahr und können uns so orientieren. Wir bemerken Bewegungen auch am Rand unseres Gesichtsfelds. Dank des Zusammenspiels beider Augen und des Gehirns sind wir in der Lage, räumlich zu sehen. Dieses Wunder guten Sehens nehmen wir als selbstverständlich gegeben an. Dabei können nur gesunde Augen dieses Wunder tagtäglich vollbringen.

Augenkrankheiten beginnen häufig schleichend, so dass die Betroffenen selbst zunächst gar nicht bemerken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für die häufigsten Krankheiten, die das Augenlicht bedrohen: Die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star), die Katarakt (Grauer Star) und diabetische Augenkrankheiten. Doch Augenärzte können mit geschultem Blick und mit hochentwickelter Diagnostik krankhafte Veränderungen im Auge schon früh erkennen. Augenärztliche Untersuchungsmethoden erlauben es, so feine Details im Auge abzubilden, wie es sonst nur nach einer Gewebeentnahme unter dem Mikroskop möglich wäre. Sogar den Blutfluss in den kleinen Blutgefäßen am Augenhintergrund können moderne Geräte erkennen – und das alles, ohne den Patienten zu berühren. Diese Diagnostik ermöglicht es, Augenkrankheiten immer besser zu verstehen und besser zu behandeln. Bei der Katarakt kann die trübe Linse beseitigt und durch eine künstliche Linse ersetzt werden. Andere häufige Leiden wie die feuchte AMD, das Glaukom und diabetische Augenkrankheiten lassen sich heute erfolgreich aufhalten. Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Chancen, das Augenlicht zu erhalten.

Augenärzte luden während der Woche des Sehens Patienten zu Tagen der offenen Tür in ihre Praxis- und Klinikräume ein und boten ihnen bei zahlreichen Vorträgen Informationen über die häufigsten Augenkrankheiten, über die Möglichkeiten der Diagnostik und der Behandlung. Sie rieten – entsprechend den Empfehlungen des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA) und der Deutschen Ophthalmo-logischen Gesellschaft – zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen ab dem Alter von 40 Jahren.


4.3. Chancen sehen – Zukunft schenken!

Wie gern würde May erkennen, welche Haarfarbe ihre Puppe hat. Aber Farben kann die Achtjährige schon lange nicht mehr deutlich unterscheiden. Denn das philippinische Mädchen hat Grauen Star auf beiden Augen und ist nahezu blind. Ihre Großmutter Corazon, bei der May aufwächst, erinnert sich: „Als mir der Kindergärtner sagte, dass May nicht sehen kann, was an der Tafel steht, erschrak ich sehr!" Denn sie und ihr Mann sind sehr arm und können sich einen Arztbesuch nicht leisten, von der Behandlung ganz zu schweigen. Der Kindergärtner beruhigte Corazon und versprach zu helfen. So kam May auf eine Schule, an der es auch Klassen für blinde, seh- und andersbehinderte Kinder gibt. Bei einem Besuch entdeckte der Mitarbeiter eines CBM-Partners, dass May nicht blind bleiben muss, weil ihre Augenkrankheit durch eine einfache Operation heilbar ist.

Mays Schicksal ist kein Einzelfall: Wer arm ist und in einem Entwicklungsland lebt, kann sich häufig schon die ärztliche Untersuchung nicht leisten. Armut ist damit einer der Hauptgründe, warum Augenerkrankungen dort nicht rechtzeitig behandelt werden und Menschen erblinden. May hat Glück: Die Kosten der Operation übernimmt die Christoffel-Blindenmission (CBM). Schon einen Tag nach dem Eingriff kann die Achtjährige sehen! Dadurch haben sich auch ihre Zukunftsaussichten schlagartig verbessert: Im Gegensatz zu Deutschland hätte sie auf den Philippinen aufgrund ihrer Sehbehinderung kaum eine Chance gehabt, später einen Beruf zu erlernen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

„Chancen sehen – Zukunft schenken" hieß dementsprechend das Motto, unter dem das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission in der Woche des Sehens gemeinsam über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen informierten. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern zum Beispiel Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Denn auch die mangelnde augenmedizinische Versorgung ist mit dafür verantwortlich, dass in Entwicklungsländern viele Menschen erblinden.

VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht

Weltweit sind 39 Millionen Menschen blind und 246 Millionen sehbehindert. Rund 80 Prozent aller Seh-behinderungen könnten vermieden oder geheilt werden. Das Ziel der globalen Initiative VISION 2020: Vermeidbare und behandelbare Blindheit zu überwinden.

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5. Zentrale Maßnahme

Ronny Leuoth
1. Platz – Die Kraft der Stille
Kommentar des Fotografen: Bei dieser Fotografie geht es um keinerlei Detailerkennung. Es sollen zum einen die Lichtstreifen betrachtet werden, zum anderen geht es hier um Möglichkeiten der Situationswahrnehmung. Aufgenommen wurde das Bild am Abend von einer Autobahnbrücke aus.
Vincent Rotunno
Sonderpreis (bestes Bild eines blinden oder sehbehinderten Fotografen) und 3. Platz – Sehsucht
Kommentar des Fotografen: Mein Neffe hat mir zum Geburtstag ein Kaleidoskop geschenkt. Er sagte, ich solle damit ins Licht sehen. Er meinte, dass ich dann bestimmt etwas sehen kann. Ich nahm es und … naja, ich wusste nicht, was Licht bedeutet.

5.1. Der Fotowettbewerb „Seh-Reise"

Die zentrale Maßnahme bildet im Rahmen der Woche des Sehens eine Ergänzung zu den regional verankerten Veranstaltungen wie Vortragsreihen, Tage der offenen Tür oder Hilfsmittelausstellungen. Ihr Ziel ist es, die Themen Blindheit und Sehbehinderung überregional zu verbreiten.

In diesem Jahr nutzte die Woche des Sehens einen inklusiven Fotowettbewerb, um dies zu erreichen. Dabei bot die Kampagne allen Amateurfotografen die Möglichkeit, sich auf eine besondere „Seh-Reise" zu begeben. Wie lassen sich die Themen Blindheit, Sehbehinderung und Sehen nicht nur bildlich, sondern vor allem auch kreativ und ansprechend umsetzen? Das war die Aufgabe, die allen Teilnehmern gestellt wurde. Mehr als spezielle Kenntnisse im Umgang mit Kamera und Objektiven waren hier der Ideenreichtum und die Fantasie gefragt.  

Zwischen Juni und September 2016 konnten die Bilder zum Thema „Seh-Reise" auf www.woche-des-sehens.de/fotowettbewerb eingereicht werden. Zudem konnten die Wettbewerbsteilnehmer die Story oder ihre Gedanken zum Bild posten. Das Besondere daran: Blinde und sehbehinderte Fotografen waren ausdrücklich zum Mitmachen eingeladen. Ein Sonderpreis kürte am Ende des Wettbewerbs auch das beste Bild eines blinden oder sehbehinderten Teilnehmers.

Aus der Fülle der Einsendungen wählte eine Expertenjury 17 Bilder aus, die allen Besuchern der Homepage in der Woche des Sehens zur Abstimmung gestellt wurden. Durch einfaches Anklicken konnte so jeder für seinen Favoriten stimmen und wurde damit Teil einer großen Jury. Zwei der ausgezeichneten Fotografen und deren Bilder stellen wir hier vor.


5.2. Initiative „Diabetes und Auge"  

Mehr als 1,3 Mio. Menschen mit Diabetes leben bundesweit mit einer Erkrankung der Netzhaut. Die Initiative „Diabetes und Auge" hat sich zum Ziel gesetzt, diabetische Netzhauterkrankungen zu vermeiden und Menschen mit Diabetes dazu zu ermutigen, regelmäßige augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Parallel soll die Lebenssituation von Betroffenen, bei denen ein Sehverlust eingetreten ist, verbessert werden.

Als Aktionspartner der Woche des Sehens 2016 verteilte die Initiative im Oktober mehr als 50.000 Exemplare eines kostenlosen Faltblatts an Diabetespatientinnen und -patienten. Das Faltblatt zum Download und Informationen über „Diabetes und Auge" finden Sie unter: www.woche-des-sehens.de/infothek/initiative-diabetes-und-auge

6. Veranstaltungen

Während der Woche des Sehens 2016 unterstützten Schulen und Ausbildungseinrichtungen die Ziele der Woche des Sehens und sensibilisierten ihre Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden. Verschiedene Unternehmen in ganz Deutschland boten ihren Mitarbeitern Informationsveranstaltungen zu den Themen Sehen, Sehbehinderung und Blindheit an.

Bei Tagen der offenen Tür in vielen Augenkliniken und Augenlaserzentren wurden Interessierte über die Ursachen und Auswirkungen verschiedener Augenerkrankungen aufgeklärt und aktuelle Behandlungsmethoden vorgestellt. In Rathäusern, Augenarztpraxen und Apotheken lag das Informationsmaterial der Woche des Sehens aus. Auch das Thema kulturelle Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen wurde in zahlreichen Workshops aufgegriffen.

Im Veranstaltungskalender auf www.woche-des-sehens.de waren mehr als 500 Aktionen eingetragen. Da einige Aktionen nicht öffentlich waren, zum Beispiel Aktionen in den Schulen oder in Betrieben, wurden 435 Aktionen freigeschaltet und waren im Veranstaltungskalender sichtbar. Über eine Suchfunktion anhand der Postleitzahl erlaubt es der Online-Veranstaltungskalender, sich über die Aktionen an bestimmten Orten zu informieren.

23 Aktionen erhielten eine finanzielle Förderung.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die sich in diesem Jahr für die Ziele unserer Kampagne eingesetzt haben, vor allem auch an die Menschen, die in Eigeninitiative in vielen Städten und Gemeinden die Bevölkerung sensibilisiert haben.

Einige Veranstaltungen möchten wir Ihnen vorstellen, um einen Eindruck von der Vielfalt der Aktionen und dem Einfallsreichtum der Akteure zu vermitteln.

Frankfurt am Main
Am 14. 10. 2016 lud die Lebenshilfe in Frankfurt am Main ehrenamtlich tätige Menschen zu einem Wahrnehmungsparcours ein. An den acht Stationen konnten die Teilnehmenden erfahren, wie es ist, wenn die Sinne plötzlich nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Leipzig
Das Augenzentrum im Leipzig organisierte am 12. Oktober 2016 gemeinsam mit PRO RETINA und dem Blinden- und Sehbehindertenverein Sachsen (BSVS) eine Informationsveranstaltung. Im Anschluss an mehrere interessante Fachvorträge zu verschiedenen Augenerkrankungen wurden die Fragen des Publikums ausführlich beantwortet.

Berlin
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) und der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 (ABSV) boten gemeinsam einen inklusiven Workshop in der Akademie der Künste in Berlin an. Die rund 40 Teilnehmenden konnten sich beim Gipsmodellieren, Erstellen von Druckgrafiken und Malen aus probieren. Im Anschluss fand eine Diskussionsrunde über gelungene Kunst- und Kulturangebote für blinde und sehbehinderte Menschen sowie mögliche zukünftige Projekte statt.

Bayern
Die Christoffel-Blindenmission (CBM) besuchte mit ihrem Erlebnismobil „3 Minuten blind" vom 11. bis 14. Oktober 2016 vier Schulen in Bayern. Das Mobil machte Station in Landau a.d. Isar, Ingolstadt, Lauf a.d. Pegnitz und Schweinfurt. An zwei Tagen wurde die CBM von Vertretern des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes unterstützt. Insgesamt waren 32 Lehrkräfte an den Schulaktionen beteiligt und über 500 Schülerinnen und Schüler lernten im Unterricht die Woche des Sehens kennen.

Weitere Beispiele für erfolgreiche Aktionen finden Sie im Menupunkt „Aktionsideen" auf www.woche-des-sehens.de und demnächst auch im Aktionsleitfaden 2017.

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7. Partner der Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ist eine gemeinschaftliche Initiative von sieben Verbänden, Selbsthilfegruppen und international tätigen Entwicklungshilfeorganisationen, die sich mit den Themen Blindheit und Sehen befassen und diese aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Partner tragen die Kampagne ideell und finanziell.

Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. (CBM)

Die CBM ist eine internationale Entwicklungshilfeorganisation, die auf Basis christlicher Werte dafür kämpft, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen. Zurzeit unterstützt die CBM 650 Projekte in 63 Ländern. Telefon: 0 62 51 / 131-131 · www.cbm.de

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Als Dachverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe koordiniert der DBSV das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. Die Landesvereine selbst vertreten die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen auf Länderebene. Ziel des DBSV ist es, die Lebens­situation der Augenpatienten sowie der ca. 1,2 Mio. blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Kontakt zur nächstgelegenen Beratungsstelle unter Telefon: 0 18 05 / 66 64 56 (0,14 €/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute) · www.dbsv.org

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

Der BVA vertritt die fachlichen und berufspolitischen Belange der deutschen Augenärzte und vermittelt augenärztliche Kompetenz in der Öffentlichkeit. Der Augenarzt ist der erste Ansprechpartner bei allen Formen einer Sehschwäche. Dank modernster Diagnostik ist er am ehesten in der Lage, die Ursachen einer drohenden Erblindung festzustellen, und kann diese in vielen Fällen verhüten und die bestmögliche Therapie vorschlagen. Telefon: 02 11 / 4 30 37 - 00 · www.augeninfo.de

Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. (DKVB)

Das DKVB besteht als Verein seit 1980. Mitglieder sind Augenärzte, Vertreter von Blindenverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelpersonen, deren Ziel die weltweite Blindheitsverhütung ist. Vorstand und Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Telefon: 0 21 96 / 14 69 und 0 23 82 / 80 61 83 · www.dkvb.org

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG)

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der Ophthal­mologie vor allem in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Mit über 6.000 Mitgliedern zählt sie zu den bedeutendsten medizinischen Fachgesell­schaften in Deutschland. Gegründet wurde die DOG 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Bekämpfung vermeidbarer Erblindung und ihrer Ursachen. Die DOG unterstützt daher die Initiative VISION 2020 und beteiligt sich rege an deren vielfältigen Aktivitäten. Telefon: 0 89 / 55 05 76 80 · www.dog.org

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)

Als Selbsthilfeorganisation fördert der Verein alle blinden und sehbehinderten Menschen in akademischen und verwandten Berufen sowie den entsprechenden Ausbildungs- und Studiengängen und vertritt ihre sozialen, kulturellen und wirt­schaftlichen Belange, vor allem in Fragen der Aus- und Fortbildung, der Rehabilitation und des Berufs. Telefon: 0 64 21 / 9 48 88 0 · www.dvbs-online.de

PRO RETINA Deutschland e.V. (PRO RETINA)

PRO RETINA ist die Selbsthilfevereinigung der Menschen mit Netz­hautdegenerationen. Diese umfassen die Krankheitsbilder Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, das Usher-Syndrom und seltene Formen der Netzhautdegeneration. Die 6.000 Mitglieder sind in 60 Regionalgruppen und Fachgruppen organisiert. Neben der Patientenberatung steht die Förderung der Forschung im Vordergrund. Telefon: 02 41 / 87 00 18 · www.pro-retina.de

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8. Förderer und Sponsoren

Finanziert wurde die Woche des Sehens durch die Beiträge der sieben Partner sowie durch Förder- und Sponsorengelder.

Die Aktion Mensch förderte die Woche des Sehens bereits zum fünfzehnten Mal.

Die Carl Zeiss Meditec AG ist langjähriger Sponsor und konnte auch 2016 als Unterstützer gewonnen werden.

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9. Organisation

Die Organisation der Woche des Sehens ist verteilt auf drei Zuständigkeitsebenen. Die Vorstandsebene setzt sich aus der Geschäftsführung aller Partner der Kampagne zusammen. Der Vorstand trifft sich mindestens einmal im Jahr zur Vollversammlung. Hier wird über die strategische Ausrichtung der Aktionswoche, wie z. B. Schwer-punkte, übergreifende Aktionen oder Finanzierungsmöglichkeiten entschieden.

Eine Koordinationsgruppe, die aus Vertretern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aller Partner besteht, ist für die operative Umsetzung der strategischen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, die Interessen der einzelnen Partner zu bündeln, die zentralen Aktionen vorzubereiten, Sponsoren zu gewinnen und die Kommunikationsmaterialien zu entwickeln.

Ein Projektkoordinator bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim und eine Projektkoordinatorin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin übernahmen 2016 erneut die Koordinationsaufgaben, pflegten persönliche Kontakte zu den lokalen Veranstaltern und halfen bei der Suche nach Kooperationspartnern.

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10. Elemente der Kampagne

10.1. Material-Angebot  

Die Woche des Sehens stellt Veranstaltern von regionalen Aktionen jedes Jahr kostenloses Aktions- und Informationsmaterial zur Verfügung.

Folgende Materialien waren 2016 verfügbar:

• Plakate, Handzettel und Broschüren mit Thema/Bildmotiv der Kampagne 2016
• Postkarten „Bitte Weg frei!"
• DVD mit Mustervorträgen und –pressemitteilungen
• Neuauflage der Broschüre „VISION 2020"
• Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?"
• Simulationsbrillen für Grauer Star (Katarakt), Retinitis Pigmentosa (RP) sowie Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD)
• Tastsäckchen und Luftballons


10.2. Versand der Materialien

Die kostenfreien Materialien für Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Praxis und anderen Einrichtungen wurden ab Mitte Juli an die Organisatoren versandt. Über einen Bestellflyer und ein Online-Formular, das auf der Homepage der Woche des Sehens bereitsteht, war es ebenfalls möglich, bei Anmeldung der Aktionen Material anzufordern. Ein Material-Basispaket und individuelle Zusammenstellungen konnten telefonisch, per Fax oder per Mail über die Projektkoordination in Berlin bestellt werden.


10.3. Teilnehmermotivation

In Rundschreiben und über interne Publikationen wurden die Mitglieder der einzelnen Partnerorganisationen aufgerufen, sich aktiv an der Woche des Sehens zu beteiligen. Externe Interessierte wurden durch persönliche Anschreiben zur Teilnahme an der Aktionswoche eingeladen. Persönliche Kontaktpflege und Beratung per E-Mail und Telefon motivierten potenzielle Veranstalter. Der bereitgestellte Aktionsleitfaden infor-mierte über die Themen der Kampagne und bot Tipps für Veranstaltungen und deren Durchführung.

Während des Kongresses der Augenärztlichen Akademie Deutschland (AAD) in Düsseldorf und bei der Hilfsmittelmesse SightCity in Frankfurt am Main wurden die Messebesucher über die Kampagne informiert und zahlreiche Material-Bestellflyer verteilt.


10.4. Pressearbeit

Medienresonanz
Die Pressearbeit der Woche des Sehens begann 2016 bereits im März, also sieben Monate vor dem eigentlichen Start der Kampagne. Durch eine erste Vorankündigung wurden langfristig planende Redaktionen somit schon früh über den Termin und das Thema der Kampagne informiert und konnten beides in ihre Themenpläne aufnehmen. Ende Juni folgte eine Pressemeldung, die auf den diesjährigen Fotowettbewerb hinwies und Interessierten den Ablauf sowie die Möglichkeit der Bildeinreichung näher beschrieb. Im Juli wurde auf der Homepage www.woche-des-sehens.de neues, umfangreiches Bild- und Textmaterial zu den drei Schwerpunktthemen eingestellt, das Redaktionen bei der Vorberichterstattung sowie der Gestaltung von Sonderseiten behilflich war. Auf dieses Material wurde Anfang August in einer zweiten Vorankündigung hingewiesen. Dabei wurde auch näher auf das Angebot der diesjährigen Aktionswoche eingegangen. Mitte September bot die Woche des Sehens dem dpa-Themendienst zwei Artikel zur Kampagne an.

Anfang Oktober startete die heiße Phase der Berichterstattung mit einer Auftaktmeldung, die sowohl auf den baldigen Start der Kampagne als auch auf das Engagement der Schirmherrin Gundula Gause einging. Ihr folgte eine Pressemeldung zum Themenstrang der Augenärzte. Zwei Tage vor dem Beginn der Aktionswoche wurde mit Hilfe einer kurzen Meldung auf das ebenfalls startende Abstimmungsverfahren beim Fotowettbewerb hingewiesen. Im Laufe der Woche des Sehens wurden noch zwei weitere Pressemeldungen zu den Themensträngen der Entwicklungshilfeorganisationen und der Selbsthilfe veröffentlicht. Den Abschluss bildete eine Meldung zum Thema „Diabetes und Auge". Insgesamt wurden in diesem Jahr somit neun Pressemitteilungen versandt.

Printmedien
Im Vergleich zum Vorjahr erzielte die Woche des Sehens 2016 eine deutlich größere Resonanz in den Printmedien. Insgesamt wurden 1.071 Meldungen sowie eine Auflage von über 30 Millionen erreicht. Nachdem im Vorjahr die Berichterstattung zur Flüchtlingsthematik die nationalen und regionalen Tageszeitungen beherrschte und zu einer Verdrängung der anderen Themen im Oktober sowie zu einem Rückgang der Meldungs- und Auflagenzahlen führte, konnte die Kampagne in diesem Jahr wieder an die Zahlen aus 2014 anknüpfen. Dies ist besonders bemerkenswert, da vor zwei Jahren das Jubiläum „50 Jahre Tag des weißen Stocks" einen Sondereffekt in der Berichterstattung darstellte, der sich damals sehr positiv auf die Zahlen ausgewirkt hatte.

In diesem Jahr war vor allem ein Beitrag zum Umgang mit Führhunden sehr erfolgreich. Er erzeugte eine Vielzahl von Meldungen sowie eine stark erhöhte Auflagenzahl, die durch die Platzierung des Beitrags in der bundesweit verbreiteten Apotheken-Umschau begünstigt wurde.

Auflagenstärkste Titel
Apotheken-Umschau: 4.648.979
Dresdner Wochenkurier: 204.044
Der Sonntag Karlsruhe: 200.000
Wochenblatt Mannheim: 191.150
Generation 55plus: 180.000

TV
Im TV-Bereich konnte die Woche des Sehens eine leichte Steigerung verzeichnen. Insgesamt wurde in 23 Beiträgen über die Aktionswoche und die Themen Blindheit und Sehbehinderung berichtet. Zu den Fernsehsendern, die über die Kampagne sowie über Veranstaltungen berichteten, zählten der BR, der HR, der MDR, der NDR, der SR sowie der WDR.


Hörfunk
Im Bereich des Hörfunks waren es vor allem öffentlich-rechtliche Sender wie der MDR und SWR 1, die über die Aktionswoche berichteten. Weitere Ausstrahlungen gab es überwiegend im Bereich der privaten Sender. Hier waren es unter anderem reichweitenstarke Sender wie HIT Radio FFH oder Antenne Niedersachsen, welche die sendefertigen Beiträge der Kampagne ausstrahlten.

Sendefertige Beiträge (Radio-Kit)
Wie in den Jahren zuvor auch, stellte die Woche des Sehens vier sendefertige Beiträge zur Verfügung, die sich sowohl mit dem Engagement der Schirmherrin Gundula Gause als auch mit tiefergehenden Beiträgen aus den drei Themensträngen befassten. Mit 257 Ausstrahlungen in 94 Sendern und einer Gesamtzahl von rund 5,9 Millionen Hörern pro Stunde erreichte die Kampagne ein sehr gutes Ergebnis.


Online
Im Online-Bereich bestätigten sich die positiven Entwicklungen aus dem Printbereich. Auch hier wurde eine starke Steigerung der Meldungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Mit 525 Beiträgen lag das Ergebnis deutlich über dem des Vorjahres (399). Besonders zu erwähnen ist hier erneut die Meldung zum Thema „Führhunde", die auf rund 100 Internetseiten aufgegriffen wurde.


10.5. Internet-Auswertung

Auf der Homepage fanden die Besucher ein breites Angebot. Sei es für Veranstalter von Aktionen, für Menschen, die eben diese Aktionen besuchen möchten oder für Interessierte, die sich online näher mit den Themen Blindheit und Sehbehinderung befassen wollen – allen bot und bietet die Homepage die passenden Inhalte.

Wer zum Beispiel auf der Suche nach einer Aktion zur Woche des Sehens in seiner Nähe war, konnte mit Hilfe einer Suchfunktion im Veranstaltungskalender die nächstgelegene Aktion finden. Veranstalter konnten bereits ab dem Frühjahr über eine spezielle Bestellmaske ihre Aktion anmelden und im gleichen Schritt das dazu passende Informations- und Aktionsmaterial bestellen.

Ein besonderes Highlight auf der Homepage war in diesem Jahr der Fotowettbewerb „Seh-Reise", bei dem Amateurfotografen die Möglichkeit hatten, ihre Bilder zum Thema Sehen und Sehbehinderung einzureichen. Da es sich hierbei um einen Online- Fotowettbewerb handelte, wurden die Bilder auf die Homepage hochgeladen. Eine Jury bestimmte aus allen Einsendungen eine Vorauswahl, die schließlich auf einer eigens erstellten Unterseite zu sehen war. Hier konnten alle Besucher der Homepage ihre Stimme für ihren Favoriten abgeben.

Neben dem Veranstaltungskalender, der Möglichkeit der Materialbestellung sowie dem Fotowettbewerb bot die Homepage erneut ein breites Informationsangebot für alle interessierten Besucher und wurde so ihrem Ruf, eine ausgezeichnete Infor-mationsplattform für die Themen Blindheit und Sehbehinderung zu sein, gerecht. So lieferten der Blog sowie die auf der Startseite direkt verlinkten und lesbaren Facebook-Posts nicht nur Neuigkeiten, sondern auch tiefergehende Informationen und Hintergründe zu verschiedensten Themen.

Darüber hinaus konnten alle Interessierten die Printprodukte der Kampagne in Form von barrierefreien PDFs vorab betrachten. Zu den bekannten Anschauungsmaterialien, wie den Filmen, den optischen Täuschungen und dem Wissensquiz, gab es in diesem Jahr zusätzlich eine neue Unterseite, die sich speziell mit dem Thema „Diabetes und Auge" auseinandersetzt.

Das große Informationsangebot der Website rundet schließlich der Pressebereich ab. Hier finden Journalisten die aktuellen Pressemitteilungen, thematisch gruppierte Texte mit umfangreichem Bildmaterial zur Erstellung von Sonderseiten sowie den Hörfunkspot und die Interviews zum Download.

Besuche auf www.woche-des-sehens.de
Mit Hilfe der Auswertungsfunktion von Google Analytics untersucht die Woche des Sehens ihre Website. Anhand der gewonnenen Zahlen wird deutlich, dass der Internetauftritt in diesem Jahr vor allem im Monat Oktober seine Reichweite deutlich steigern konnte. Wurden im Oktober 2015 noch 5.231 Besuche auf der Website ver-zeichnet, so waren es 2016 im gleichen Zeitraum bereits über 6.000 Besuche beziehungsweise Zugriffe (Besuche generell, keine Unterscheidung der einzelnen Unterseiten). Ähnlich verhält es sich auch bei der Anzahl der Seitenaufrufe. Hier waren es im Oktober 2016 rund 2.000 mehr als im gleichen Vorjahresmonat, nämlich 24.222 (der Aufruf jeder einzelnen Unterseite wird gezählt).

Diese Steigerung lässt sich auch in der eigentlichen Aktionswoche erkennen, in der traditionell die meisten Besucher auf der Homepage zu verzeichnen sind. So informierten sich zwischen dem 8. und dem 15. Oktober 2.613 Personen auf der Homepage.4 Das ist ein Plus von rund 500 Personen. Zusammen besuchten sie den Internetauftritt rund 3.300-mal und riefen dabei mehr als 13.800 Seiten auf – weit über 3.000 Seiten mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Erfreulich ist zudem, dass dank des Responsive Design der Website von Jahr zu Jahr mehr Nutzer mobiler Endgeräte die Seite besuchen. Alleine während der Aktionswoche erfolgten über 1.000 der 3.300 Zugriffe mit Hilfe mobiler Endgeräte.


10.6. Social-Media-Auswertung

Im Bereich Social-Media steigerte die Woche des Sehens im fünften Jahr in Folge ihre Beliebtheit sowie ihre Präsenz und konnte damit die Erfolge aus den Jahren 2012 bis 2015 erneut ausbauen. Alleine im sozialen Netzwerk Facebook besitzt sie mittlerweile über 2.300 Fans, die sich in Form von Posts mit themenbezogenen Informationen versorgen lassen. Von Januar bis Ende Oktober wurden sie in über 50 Beiträgen mit Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten.

Auch die fünf Simulationsfilme der Woche des Sehens „So sehe ich – mit …" sind zu einem Dauerbrenner geworden. Mittlerweile sind sie nicht nur ein fester Bestandteil der Woche des Sehens, sondern auch in der Aufklärungsarbeit in Bezug auf Augenerkrankungen ein fast unverzichtbares Mittel, das von vielen Akteuren das gesamte Jahr über genutzt wird. Sowohl über die Homepage und die Facebook-Seite der Kampagne als auch über die Video-Plattform YouTube wurden die Filme bisher rund 112.000-mal angeschaut. Alleine im vergangenen Jahr wurden sie dementsprechend 30.000-mal angeklickt. Gibt man auf YouTube den Suchbegriff „Sehbehinderung" ein, so sind die Simulationsfilme der Woche des Sehens zudem das erste Ergebnis.

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11. Fazit und Ausblick

• Über 500 Veranstaltungen wie Workshops, Fachvorträge, Schulaktionen, Gottesdienste im Dunkeln etc. fanden bundesweit statt.

• Die zentrale Maßnahme der Woche des Sehens in diesem Jahr war der Fotowettbewerb „Seh-Reise". Diese Maßnahme rundete die zahlreichen Aktionen der verschiedenen Akteure ab und erlaubte zudem eine ortsunabhängige Teilnahme aller Interessierten.

• Die Facebook-Seite der Woche des Sehens hat mittlerweile über 2.300 Fans, die mit themenbezogenen Posts regelmäßig informiert werden.

• Die fünf Simulationsfilme der Woche des Sehens „So sehe ich – mit…" sind ein fester Bestandteil der Woche des Sehens und in der Aufklärungsarbeit in Bezug auf Augenerkrankungen ein fast unverzichtbares Mittel. Sowohl über die Homepage und die Facebook-Seite der Kampagne als auch über die Video-Plattform YouTube wurden die Filme bisher rund 112.000-mal angeschaut. 2016 wurden sie rund 30.000-mal angeklickt.

• Die sendefertigen Hörfunk-Beiträge (Radio Kit) erreichten in diesem Jahr rund 5,9 Millionen Hörer pro Stunde. Der Beitrag der Entwicklungshilfeorganisationen „Chancen sehen - Zukunft schenken!" sowie das Interview mit der Schirmherrin Gundula Gause mit jeweils ca. 2,5 Millionen Hörern pro Stunde waren dabei besonders erfolgreich.

• Die Woche des Sehens hat nicht nur einen festen Platz im Terminkalender vieler Akteure eingenommen, sondern bietet über ihre Homepage ganzjährig Informationen und Hilfestellungen.

2017 findet die 16. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober unter dem Motto „Das Ziel im Blick!" statt.

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