Wie können wir helfen? Hinweise zu einem guten Umgang miteinander

Ihr habt erfahren, wie es sich anfühlt, sich ohne den Sehsinn zu orientieren („Bild zum Bus“ Aufgabe 1). Ihr habt Wünsche von Menschen mit Seheinschränkung kennengelernt. Um es sehbehinderten und blinden Menschen im Alltag leichter zu machen, kann jeder etwas beitragen.

Eine Comiczeichnung zeigt wie eine Frau mit einem Blindenstock geht. Ein Mann und eine Frau machen ihr höflich Platz.
1. Respektvoller Umgang (Bild: © DBSV/Paul Netzer)
Eine Comiczeichnung zeigt, wie ein Mann eine andere Person mit Blindenstock in einen Bus schiebt.
2. Niemals ziehen oder schieben (Bild: © DBSV/Paul Netzer)
Auf eine Comiczeichnung sagt ein Mann einer Frau mit Blindenstock, wo sich ein freier Sitzplatz befindet.
3. Freie Plätze benennen (Bild: © DBSV/Paul Netzer)
In einer Comiczeichnung verweist eine weibliche Begleitperson die Bedienung im Restaurant freundlich an die sehbehinderte Person für die Bestellung.
4. Bitte immer direkt ansprechen (Bild: © DBSV/Paul Netzer)

Folgende Regeln sind im Kontakt mit blinden und sehbehinderten Menschen sehr hilfreich:

1. Respektvoller Umgang: Bitte bevormundet blinde und sehbehinderte Menschen nicht. Fragt, ob die Person Hilfe benötigt, und respektiert die Antwort.

2. Niemals ziehen oder schieben: Ihr könnt gerne euren Arm anbieten, zum Beispiel beim Überqueren einer Straße. Beim Gehen durch eine Tür oder eine enge Stelle geht ihr immer voraus.

3. Freie Plätze benennen: Im Bus oder in der Bahn könnt ihr helfen, indem ihr sagt, wo der nächste freie Platz ist, oder einfach euren Sitzplatz anbieten. Seid aber nicht böse, wenn die Person doch lieber stehen möchte.

4. Bitte immer direkt ansprechen: Oft werden die Begleitpersonen angesprochen, die sehbehinderte oder blinde Person aber nicht. Das ist unhöflich.

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Aufgabe 2

Lest gemeinsam die vier Regeln durch, wie ihr blinde und sehbehinderte Menschen am besten unterstützen könnt. Findet weitere Tipps, die ihr aus dem Experiment oder dem Spiel „Blind zum Bus“, den Wünschen der Betroffenen oder eigenen Überlegungen entwickelt.

Notiert hier eure Tipps.


Keine Panik

Ihr unterhaltet euch mit einer sehbehinderten oder blinden Person. Dann passiert es. Ihr sagt: „Hast du das Fußballspiel gestern gesehen?“ Erst jetzt fällt es euch ein. Mist, er oder sie kann ja gar nicht oder wenig sehen. Aber keine Panik. Man darf „sehen“ ruhig sagen. Auch die blinden und sehbehinderten Menschen benutzen das Wort. Denn sie sehen mit ihren Händen und ihren Ohren. Auch Grußworte wie „Auf Wiedersehen“ sind kein Problem. Also keine Sorge, wenn ihr euch mit blinden und sehbehinderten Menschen unterhaltet.



Zusatzaufgabe 2a

Ladet zusammen mit eurer Lehrerin oder eurem Lehrer eine blinde oder sehbehinderte Person ein. Überlegt vorher in der Klasse Fragen, die ihr eurem Gast stellen wollt. Denkt dabei zum Beispiel an die Erfahrung aus Aufgabe 1 oder die Wünsche blinder und sehbehinderter Menschen. Berücksichtigt auch diese Fragen: Wie ist der Tagesablauf, welche Probleme gibt es? Und was können wir für ein gutes Miteinander tun?



Zusatzaufgabe 2b

Bildet kleine Gruppen. Sammelt eure Tipps „Wie können wir helfen?“ aus Aufgabe 2 und fasst sie zusammen. Gestaltet daraus und mit den vier Regeln für ein gutes Miteinander einen Flyer. Damit könnt ihr auch andere Menschen auf diese Tipps aufmerksam machen.

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