Führhundhalter überreichen Resolution am 23. September

Zugangsrechte, Qualitätssicherung der Führhundausbildung und die Qualifizierung von Blindenführhundtrainern sind die Kernpunkte.

Anlässlich einer Veranstaltung des Deutschen Bundestags am 23. September unter dem Titel "Politik für und mit Menschen mit Behinderung" werden Führhundhalter eine Resolution an Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt übergeben. Unter anderem soll es darin um Zugangsrechte, die Qualitätssicherung der Führhundausbildung und die Qualifizierung von Blindenführhundtrainern gehen.

Die Übergabe findet im Rahmen der Veranstaltungen zum Jubiläum „100 Jahre Blindenführhundausbildung“ in Deutschland statt. Bereits am 07. Juli startete die Wanderausstellung „Helfer auf vier Pfoten - 100 Jahre Blindenführhundausbildung“ in Deutschland mit begleitender Lesung und ist seitdem bundesweit in Volkshochschulen, Krankenkassen und anderen Einrichtungen mit Publikumsverkehr zu bestaunen. Ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr war zudem ein Führhundhaltertreffen vom 15. bis 18. September in Berlin.

Geburtsstunde der systematischen Blindenführhundausbildung

Vor 100 Jahren, im Oktober 1916, übergab der Deutsche Verein für Sanitätshunde den ersten systematisch ausgebildeten Blindenführhund an den Kriegsblinden Paul Feyen. Wurden während des Ersten Weltkriegs die „Helfer auf vier Pfoten“ noch überwiegend an erblindete Soldaten übergeben, profitierten in den Folgejahren jedoch auch blinde Menschen, die nicht durch Kriegsverletzungen erblindet waren, von den Hunden. Der Erfolg der systematischen und institutionellen Ausbildung  führte schließlich zu Neugründungen von Schulen in der Schweiz, in England und den USA. Seitdem verlassen sich weltweit blinde und sehbehinderte Menschen auf die Führleistungen ihrer Hunde.

Mehr Informationen zum Thema, beispielsweise wie sie Blindenführhunde und ihre Halter unterstützen können oder wie die „Helfer auf vier Pfoten“ ihre faszinierenden Fähigkeiten erwerben, erfahren Sie auf unserer Sonderseite zum Jubiläum und im Film „Belohnen statt bestrafen“.

Eine blinde Frau läuft mit ihrem Blindenführhund in einer U-Bahnstation.

Führhunde sind nicht nur „sehende Assistenz“, sie sind „Hilfsmittel mit Seele“. Bildnachweis: DBSV/A.Friese

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