1. Vorwort

Bereits seit 2002 sensibilisiert die Woche des Sehens jährlich eine breite Öffentlichkeit für ihre übergeordneten Ziele Blindheit verstehen und Blindheit verhüten. Die bundesweite Kampagne fand auch in diesem Jahr vom 8. bis 15. Oktober statt. Trotz der außergewöhnlichen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie können wir gemeinsam mit den sieben Partnern und Sponsoren und vielen engagierten Akteurinnen und Akteuren auf eine sehr erfolgreiche Kampagne zurückblicken. Gemeinsam wiesen wir vielfach auf die Bedeutung guten Sehvermögens hin. Wir machten auf die Ursachen vermeidbarer Blindheit aufmerksam und gingen auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und den ärmsten Ländern der Welt ein.

Die diesjährige Kampagnenwoche begann am Welttag des Sehens, der immer am zweiten Donnerstag im Oktober stattfindet. Den Abschluss der Aktionswoche bildet traditionell der Internationale Tag des weißen Stocks am 15. Oktober. Wir freuen uns, Ihnen hier die wichtigsten Erfolge der diesjährigen Woche des Sehens präsentieren zu dürfen. Zu ihnen gehören auch die beiden zentralen Maßnahmen des Jahres, das Online-Spiel „Zug in Sicht“ und die Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“. Trotz Pandemie konnten in der Kampagnenwoche zahlreiche Veranstaltungen stattfinden, darunter auch über 50 Online- und Telefonaktionen. Anhand von Beispielen geben wir Ihnen einen Eindruck von der Vielfalt der Aktionen.

Für den Ideenreichtum und ihr großes Engagement bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei den vielen ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützern, Aktiven und Sponsoren.

Wir freuen uns darauf, 2021 gemeinsam mit Ihnen in die zwanzigste Runde der Woche des Sehens zu gehen!

Carolina Barrera und Barbara Braun
Projektkoordinatorinnen der Woche des Sehens

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2. Schirmherrin Gundula Gause

Die Schirmherrin der Woche des Sehens, Gundula Gause, rief anlässlich der Aktionswoche dazu auf, gemeinsam bei den Themen Blindheit und Sehbehinderung in die Zukunft schauen. Der Radiobeitrag mit Frau Gause erreichte über eine Million Hörer pro Stunde in 108 Ausstrahlungen.
Das vollständige Vorwort der Schirmherrin befindet sich in der Aktionsbroschüre und im Aktionsleitfaden 2020.

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3. Thema und Motiv

Das übergeordnete Motto und Ziel der Woche des Sehens heißt Blindheit verstehen, Blindheit verhüten.

Zu diesem Motto legt die Woche des Sehens jährlich ein Thema mit einem entsprechenden  Bildmotiv fest. Dieses Bild repräsentiert die Aufklärungskampagne das ganze Jahr und dient dazu, die verschiedenen Aktionen unserer Unterstützer und Aktiven unter einem Dach zu vereinen.

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4. Schwerpunkte 2020

4.1 Die Zukunft im Auge behalten – auch mit Seheinschränkung geht’s weiter!

Was bedeutet es, wenn das Sehvermögen nachlässt? Jährlich müssen tausende Menschen in Deutschland ihre Lebensplanung auf den Prüfstand stellen, weil bei ihnen eine Augenkrankheit festgestellt wird. Wenn der wichtigste der fünf Sinne schwindet, hat das in aller Regel gravierende Folgen.

In vielen Fällen muss eine berufliche Neu orientierung erfolgen. Auch wenn der bisherige Beruf beibehalten werden kann, müssen neue Kompetenzen erworben werden und eine Umgestaltung des Arbeitsplatzes wird nötig. Menschen im Rentenalter dagegen gehen oft davon aus, dass Reha-Maßnahmen sich für sie nicht mehr „lohnen“. In der Folge ziehen sie sich zurück und verlieren einen großen Teil ihres sozialen Lebens und ihrer Selbstständigkeit.

Die Woche des Sehens möchte Menschen, die einen Sehverlust erleiden, Mut machen und sie auf ihrem oft schwierigen Weg unterstützen. In den Selbsthilfeorganisationen finden sie Beratungsangebote und den direkten Austausch mit Menschen, die schon einmal in der gleichen Situation waren. Auch wenn das Leben den neuen Anforderungen entsprechend umgestaltet werden muss – es lohnt sich, die Zukunft im Auge zu behalten und eine neue, ganz persönliche Lebensperspektive zu entwickeln.

Tag des weißen Stocks

1964 verabschiedete der US-Kongress eine Resolution, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day erklärte, übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stocks“. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit. Der Tag des weißen Stocks entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der blinden Menschen.

Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens. Die Selbsthilfeorganisationen haben am diesjährigen Tag des weißen Stocks aktuelle Themen aufgegriffen, um auf Möglichkeiten und Probleme blinder Menschen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

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4.2 Die Zukunft im Auge behalten – Chancen der Früherkennung nutzen

Von klein auf ist gutes Sehen eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung von Kindern und bis ins hohe Alter gilt es, die Gesundheit der Augen zu bewahren, denn der Erhalt des Augenlichts trägt dazu bei, dass man lange aktiv und selbstbestimmt sein Leben gestalten kann.

Eltern sollten die Zukunft ihrer Kinder schon früh im Auge behalten. Spätestens im Alter von drei Jahren sollten alle Kinder einmal augenärztlich untersucht worden sein, empfehlen Augenärzte. Kinder lernen das Sehen erst nach und nach – das komplexe Zusammenspiel von Augen und Gehirn entwickelt sich allmählich. Unbemerkte Sehfehler oder Fehlstellungen der Augen gefährden diesen Lernprozess und können zu einer einseitigen Sehschwäche (Amblyopie) führen. Rechtzeitig erkannt, können Augenärzte dem entgegenwirken.

In der weiteren Kindheit und Jugend sollten Eltern darauf achten, dass der Nachwuchs täglich mehrere Stunden im Freien spielt – das ist auch für die Augen von Vorteil: Das Risiko, dass sich eine Kurzsichtigkeit entwickelt, sinkt dann.

Doch nicht nur in jungen Jahren gilt es, mit Blick auf die Zukunft die Gesundheit der Augen zu bewahren: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Augenkrankheiten. Glaukom (Grüner Star), Katarakt (Grauer Star, Linsentrübung) und die Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) sind die Volkskrankheiten der Augen. Während der Graue Star durch eine in den meisten Fällen ambulant ausgeführte Operation geheilt werden kann, sind das Glaukom und die AMD chronische Krankheiten, die aber dank innovativer Methoden heute immer besser behandelt werden können.

Damit Augenärzte das Sehvermögen der Betroffenen möglichst gut und möglichst lange erhalten können, ist es aber notwendig, dass diese Krankheiten in einem frühen Stadium erkannt werden. Deshalb raten Augenärzte allen Menschen ab 40 Jahren, sich über die Chancen der Früherkennung zu informieren. Wer auf diese Weise die Zukunft im Auge behält und bis ins hohe Alter gut sieht, bewegt sich sicherer, bleibt aktiver und profitiert von einer höheren Lebensqualität.

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4.3 Die Zukunft im Auge behalten – früh handeln, weltweit Augenlicht retten

Vanisa trägt schwer: Von knapp 23 Euro im Monat ernährt die fünffache Mutter ihre Familie in einem kleinen, abgeschiedenen Dorf im Norden Kameruns. Auf dem Arm hält sie ihren vierjährigen Sohn Tasha. Seine Zukunft: ungewiss. Denn Tasha kann fast nichts sehen. Deshalb ist der Kleine sehr anhänglich. Wenn die anderen Kinder spielen, bleibt er außen vor. Oft hält er sich das linke Auge zu und formt vor dem rechten Auge mit der anderen Hand ein Fernrohr, um sein bisschen Restsehvermögen zu nutzen. Grauer Star vernebelt ihm seit der Geburt die Sicht, lässt Tasha nur noch hell und dunkel unterscheiden. Mitspielen ist so nicht möglich.

Doch nicht nur das: Blinde Menschen haben im ländlichen Kamerun schlechte Karten. Wer sehen kann, hat bessere Chancen, zur Schule zu gehen und später auch Geld zu verdienen. Aus diesem Grund fahren Mitarbeiter des von der Christoffel-Blindenmission (CBM) geförderten Augenkrankenhauses „Mbingo Baptist Hospital“ regelmäßig in abgelegene Dörfer Kameruns, untersuchen die Menschen und überweisen sie notfalls in die Klinik. Das ist für Kinder wie Tasha oftmals die einzige Chance, rechtzeitig behandelt zu werden. Denn nur wenn der Graue Star früh genug entdeckt und operiert wird, lernt ihr Gehirn noch sehen.

Der Mitarbeiter im Außendienst war Tashas Joker

Tasha hatte Glück: Kurz nach der Untersuchung wurde der das Augenlicht rettende Eingriff bei ihm vorgenommen. Der Mitarbeiter im Außeneinsatz hat Tashas Leben verändert. Die CBM und das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) finanzieren solche Außeneinsätze, um Kindern und Erwachsenen zu helfen, bevor es zu spät ist.

VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht

Die Initiative verfolgt das Ziel, vermeidbare Blindheit zu überwinden. Und es gibt weiter viel zu tun: Immer noch sind Millionen Menschen blind oder sehbehindert,obwohl die Ursachen vermieden oder behandelt werden könnten.

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5. Zentrale Aktionen

Um die bundesweite Reichweite der Kampagne zu vergrößern, entwickelt die Woche des Sehens jährlich mindestens eine zentrale Aktion, die überregional wirkt. Sie ergänzen die lokalen Veranstaltungen und dienen als Bindeglied der drei Kampagnenbereiche Selbsthilfe, Augenmedizin und Entwicklungszusammenarbeit. 2020 gab es sogar zwei zentrale Aktionen.

5.1 Online-Spiel „Zug in Sicht“

In diesem Jahr entwickelten wir ein digitales Spiel für Erwachsene, Jugendliche und ältere Kinder. Seit Beginn der Kampagnenwoche steht es auf woche-des-sehens.de/spiel zur Verfügung und kann online gespielt werden. Das Spiel lädt dazu ein, sich auf eine leicht verständliche und unterhaltsame Art mit dem Thema Sehbehinderung auseinanderzusetzen. Damit soll es für die Situation blinder und sehbehinderter Menschen sensibilisieren.

Am Spielbeginn stehen drei unterschiedliche Seheinschränkungen zur Auswahl. Anschließend bewegen sich die Spielerinnen und Spieler mit dem Blickwinkel der gewählten Beeinträchtigung durch eine virtuelle Bahnstation. Ziel ist es, „unfallfrei“ den Zug zu erreichen. Wer möchte, kann das Spiel danach mit einer anderen Seheinschränkung spielen und sich so die Unterschiede buchstäblich vor Augen führen. Über verschiedene Buttons am Ende des Spiels gelangen Interessierte auf die Website der Woche des Sehens zu weiterführenden Informationen zu den
dargestellten Seheinschränkungen.

Mit der Erstellung eines Online-Spiels hatten wir eine auch für Pandemiezeiten sehr geeignete zentrale Aktion gewählt. Die Webseite des Spiels wurde bis Ende Oktober fast 6.600-mal angeklickt. Unter anderem setzen Lehrkräfte es im Unterricht ein.

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5.2 Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“

Als zweite zentrale Maßnahme 2020 haben wir zu Beginn der Aktionswoche die neue Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“ veröffentlicht. Sie entstand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft „Epidemiologie und Versorgungsforschung“ der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG).

Die 24-seitige Broschüre im Format DIN A4 präsentiert aktuelles Zahlenmaterial rund um das Titelthema – von der Häufigkeit der einzelnen Augenerkrankungen über Prognosen zum Versorgungsbedarf bis zur Entwicklung der augenärztlichen Kapazitäten. Hinzu kommen Daten zur Lebensqualität betroffener Menschen und zu gesundheitsökonomischen Auswirkungen von Blindheit und Sehbehinderung. Zudem bietet die Broschüre einen Blick auf die Herausforderungen bei seltenen Erkrankungen, eine Betrachtung der weltweiten Situation und Vorschläge für ein umfangreiches Maßnahmenpaket zu Prävention und Rehabilitation.

Die Broschüre steht unter woche-des-sehens.de/broschuere-sehverlust als barrierefreies PDF zum Download zur Verfügung. Wer möchte, kann sie dort auch als Printversion bestellen.

Bis Ende Oktober gehörte die Broschüre zu den am häufigsten heruntergeladenen Dokumenten unserer Website im Jahr 2020. Zudem haben wir über 1.100 bestellte Exemplare der Printversion verschickt. Rückmeldungen von Leserinnen und Lesern zeigen: Die Broschüre hat mit ihrer Übersicht zu aktuellen Zahlen und Fakten zum Thema Sehverlust eine Informationslücke geschlossen.

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6. Veranstaltungen

Die Aktionen im Rahmen der Kampagnenwoche stellen den Kern der Woche des Sehens dar. Sie sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Belange sehbehinderter und blinder Menschen sensibilisieren und rund ums Auge informieren. Trotz der herausfordernden Pandemiebedingungen konnten viele Veranstaltungen stattfinden. In diesem Jahr setzten dabei erstmals rund 50 Organisatoren auf Online- und Telefonformate.

Vereine der Selbsthilfe veranstalteten vielfältige Aktionen, die Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen offenstanden, wie zum Beispiel Hilfsmittelausstellungen, eine Stadtrallye oder Dunkellesungen. In Augenarztpraxen und Augenkliniken konnten sich Patientinnen und Patienten anhand des ausgelegten Materials über die Kampagne informieren und sich Vorträge zu Augenerkrankungen und Therapien anhören. Auch zahlreiche Lehrkräfte griffen die Woche des Sehens auf und bezogen die Thematik in ihren Unterricht ein. Hochschulen und Behörden legten das angebotene Material aus, um zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung zu informieren. Auch etliche Kultureinrichtungen beteiligten sich mit kreativen Aktionen wie einem inklusiven Online-Theaterclub und einer Fotoausstellung blinder Fotografinnen und Fotografen. Im Online-Veranstaltungskalender auf der Website konnten Interessierte anhand der Suche über die Postleitzahl Aktionen in ihrer Nähe finden.

Insgesamt fanden in diesem Jahr bundesweit über 540 Aktionen statt. 16 Aktionen davon unterstützten wir mit einer finanziellen Förderung.

Ideenwettbewerb „Woche des Sehens in Corona-Zeiten“

Um die Woche des Sehens auch im Pandemie-Jahr bunt und vielfältig zu gestalten, riefen wir im Sommer alle Interessierten dazu auf, Aktionsideen für die Kampagne in Corona-Zeiten zu entwickeln. Dazu veranstalteten wir einen Wettbewerb mit Gewinnspiel. Gesucht wurden Veranstaltungskonzepte rund um Blindheit und Sehbehinderung, die auch unter Pandemie-Bedingungen möglich sind. Die zehn besten Ideen veröffentlichten wir im August in der Online-Broschüre "Woche des Sehens in Corona-Zeiten – Ideen von Veranstaltern für Veranstalter" auf unserer Website. Zudem verlosten wir unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen MP3-
Player, einen sprechenden Wecker und das E-Book „Blindfisch“ von Jim Knipfel.

Auf den folgenden zwei Seiten stellen wir Ihnen einige der vielfältigen Veranstaltungen der diesjährigen Aktionswoche vor.

1 TROTZ CORONA – Miteinander auf Distanz

Pro Retina Trier lud ihre Mitglieder zu einer Wanderung auf der Geschichtsstraße der Eifel ein. Begleitet wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von einem Guide des Eifelvereins, der Interessantes über diese Wanderstrecke erzählte. Auch Informationen zu Krankheitsbildern, Hilfsmittelfirmen oder Hörbüchern kamen nicht zu kurz. Am Ende der Wanderung lagen viele Informationsbroschüren bereit. Aber im Vordergrund stand die Möglichkeit, sich auf dem Weg auszutauschen.

2 Inklusives Fotoprojekt

Anlässlich der Woche des Sehens 2020 fand im Vereinshaus des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin (ABSV) die erste Ausstellung statt mit Porträts, die in den letzten drei Jahren durch Mitglieder der Fotogruppe in Workshops und Einzeltreffen entstanden sind. Projektleiterin und Kuratorin ist die Fotografin Kristin Loschert. Alle Besucherinnen und Besucher der ABSVGeschäftsstelle können die Fotos erleben. Blinden und sehbehinderten Fotoliebhabern werden die Motive beschrieben.

3 Aktionswoche in Stendal

Die Bezirksgruppe Nord des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen-Anhalt und die Beratungsstelle Blickpunkt Auge in Stendal organisierten eine Aktionswoche mit einem bunten Veranstaltungsangebot. Neben einem Elternstammtisch für Eltern blinder und sehbehinderter Kinder als Austauschplattform konnten sich Interessierte bei einer Hilfsmittelausstellung über neue Entwicklungen informieren. In einer Dunkellesung und einer Filmvorführung mit anschließender Podiumsdiskussion wurden die Themen Blindheit und Umgang mit Assistenz aufgegriffen. Den Abschluss bildete eine Stadtrallye. Hier mussten sich die sehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Simulationsbrillen, Augenbinden und Langstöcken durch Stendal bewegen und konnten testen, wie barrierefrei ihre Stadt ist.

4 Neue Veranstaltungsformate

Um die aktuellen Corona-Auflagen zu erfüllen, mussten viele Veranstaltungen entweder abgesagt oder umorganisiert werden. Aus dieser Situation heraus entstand eine Vielzahl neuer Angebote, die es in den vergangenen Jahren noch nicht gab. Augenmedizinische Vorträge und Diskussionsrunden wurden als Videokonferenzen angeboten, Führungen wurden live gestreamt. Auch der Anteil an telefonischen Aktionen ist in diesem Jahr gestiegen. Telefonisch wurde zum Beispiel zu Themen wie Pflege, verschiedenen Augenkrankheiten und Alltags hilfen beraten.

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7. Partner der Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ist eine gemeinschaftliche Initiative von sieben Verbänden, Selbsthilfegruppen und international tätigen Entwicklungshilfeorganisationen, die sich mit den Themen Blindheit und Sehen befassen und sie aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Partner tragen die Kampagne ideell und finanziell.

Christoffel-Blindenmission (CBM)

Die CBM ist eine internationale christliche Entwicklungshilfeorganisation, deren Hauptziel es ist, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen. Zurzeit unterstützt die CBM 525 Projekte in 55 Ländern.
www.cbm.de · Telefon: (0 62 51) 131-131

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)

Als Zusammenschluss der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe koordiniert der DBSV das bundesweite Handeln und Auftreten von 19 Landesvereinen. Die Landesvereine selbst vertreten die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen auf Länderebene. Ziel des DBSV ist es, die Lebenssituation der Augenpatienten sowie der ca. 1,2 Millionen blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern.
www.dbsv.org · Telefon: (0 18 05) 66 64 56 (0,14 €/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute)

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA)

Der BVA vertritt die fachlichen und berufspolitischen Belange der deutschen Augenärzte und vermittelt augenärztliche Kompetenz in der Öffentlichkeit. Der Augenarzt ist der erste Ansprechpartner bei allen Formen einer Sehschwäche. Dank modernster Diagnostik ist er am ehesten in der Lage, die Ursachen einer drohenden Erblindung festzustellen, und kann diese in vielen Fällen verhüten und die bestmögliche Therapie vorschlagen.
www.augeninfo.de ·Telefon: (02 11) 4 30 37-00

Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit e. V. (DKVB)

Das DKVB besteht als Verein seit 1980. Mitglieder sind Augenärzte, Vertreter von Blindenverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelpersonen, deren Ziel die weltweite Blindheitsverhütung ist. Vorstand und Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.
www.dkvb.org · Telefon: (02 03) 37 62 25 oder (0 23 82) 80 61 83

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e. V. (DOG)

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der Ophthalmologie vor allem in den Bereichen Wissenschaft und Forschung. Mit über 6.000 Mitgliedern zählt sie zu den bedeutendsten medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. Gegründet wurde die DOG 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Bekämpfung vermeidbarer Erblindung und ihrer Ursachen. Die DOG unterstützt daher die Initiative VISION 2020 und beteiligt sich rege an deren vielfältigen Aktivitäten.
www.dog.org · Telefon: (0 89) 55 05 76 80

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS)

Der DVBS ist eine Selbsthilfeorganisation blinder und sehbehinderter Menschen, die trotz ihrer Behinderung selbstbestimmt leben und beruflichen Erfolg haben wollen. Er vertritt ihre Interessen in sozialen, beruflichen, rechtlichen und kulturellen Belangen, vor allem in Fragen der Aus- und Weiterbildung, der Rehabilitation und des Berufs, und fördert so ihre gesellschaftliche Teilhabe.
www.dvbs-online.de · Telefon: (0 64 21) 94 88 80

PRO RETINA Deutschland e. V. (PRO RETINA)

PRO RETINA ist die Selbsthilfevereinigung der Menschen mit Netzhautdegenerationen. Dies umfasst die Krankheitsbilder Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, das Usher-Syndrom und seltene Formen der Netzhautdegeneration. Die 6.000 Mitglieder sind in 60 Regional- und Fachgruppen organisiert. Neben der Patienten beratung steht die Förderung der Forschung im Vordergrund.
www.pro-retina.de · Telefon: (02 41) 87 00 18

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8. Förderer und Sponsoren

Finanziert wurde die Woche des Sehens durch die Beiträge der sieben Partner sowie durch Förder- und Sponsorengelder.

  • Die Aktion Mensch förderte die Woche des Sehens bereits zum fünfzehnten Mal. (Im barrierefreien PDF steht hier "zum achtzehnten Mal". Bitte entschuldigen Sie diesen Fehler.)
  • Die Carl Zeiss Meditec AG ist langjähriger Sponsor.

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9. Organisation

Die Organisation der Woche des Sehens ist verteilt auf drei Zuständigkeitsebenen. Die Vorstandsebene setzt sich aus den Geschäftsführungen aller Partner der Kampagne zusammen. Der Vorstand trifft sich mindestens einmal im Jahr zur Vollversammlung. Hier wird über die strategische Ausrichtung der Aktionswoche wie z. B. Schwerpunkte, übergreifende Aktionen und Finanzierungsmöglichkeiten entschieden. Eine Koordinationsgruppe, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aller Partner besteht, ist für die operative Umsetzung der strategischen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, die Interessen der einzelnen Partner zu bündeln, die zentralen Aktionen vorzubereiten, Sponsoren zu gewinnen und die Kommunikationsmaterialien zu entwickeln.

Frau Carolina Barrera übernahm erneut als Projektkoordinatorin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin die Koordinationsaufgaben für die Woche des Sehens. Die Projektkoordinatorenstelle bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim übernahm erneut Frau Barbara Braun. Beide Koordinatorinnen pflegten auch persönliche Kontakte zu lokalen Veranstaltern und halfen bei der Suche nach Kooperationspartnern.

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10. Elemente der Kampagne

Die Woche des Sehens stellt Veranstaltern von regionalen Aktionen jedes Jahr kostenloses Aktions- und Informationsmaterial zur Verfügung.

10.1 Material-Angebot

Folgende Materialien waren 2020 verfügbar:

• Plakate, Handzettel und Broschüren mit Thema/Bildmotiv der Kampagne 2020
• Postkarten „Bitte Weg frei!“
• USB-Stick mit Mustervorträgen und -pressemitteilungen
• Broschüre „VISION 2020“
• Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“
• Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?“
• Simulationsbrillen für 10 % Sehkraft, Retinitis Pigmentosa (RP), Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) und Diabetische Retinopathie (DR)
• Tastsäckchen und Luftballons

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10.2 Versand der Materialien

Die kostenfreien Materialien für Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Praxis und anderen Einrichtungen wurden ab August an die Organisatoren versandt. Hauptsächlich über ein Online-Formular, das auf der Website der Woche des Sehens bereitsteht, war es möglich, bei Anmeldung der Aktionen das Material anzufordern. Ein Material-Basispaket und individuelle Zusammenstellungen konnten online und per E-Mail über die Projektkoordination in Berlin bestellt werden.

2020 wurden über 500 Material-Pakete versandt, die von den Bestellern individuell zusammengestellt wurden.

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10.3 Teilnehmermotivation

In Rundschreiben und über interne Publikationen haben wir die Mitglieder der einzelnen Partnerorganisationen aufgerufen, sich aktiv an der Woche des Sehens zu beteiligen. Durch persönliche Anschreiben haben wir weitere Interessierte zur Teilnahme an der Aktionswoche eingeladen. Die Pflege persönlicher Kontakte und Beratung per E-Mail und Telefon motivierten potenzielle Veranstalter. Der bereitgestellte Aktionsleitfaden informierte über die Themen der Kampagne und bot Tipps für Veranstaltungen und ihre Durchführung.

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10.4 Pressearbeit

Medienresonanz

Trotz der starken Präsenz der Corona-Pandemie in sämtlichen Pressebereichen (Print, TV, Radio und Internet) konnte die Woche des Sehens 2020 mit ihren Themen eine respektable Medienresonanz erzielen. Ein unmittelbarer Vergleich zu den Vorjahren ist jedoch aufgrund der außergewöhnlichen Bedingungen nicht sinnvoll.

In der ersten Vorankündigung für Redaktionen und Anzeigenabteilungen informierten wir im Mai über den Termin und die Themen der diesjährigen Aktionswoche. Mit einer Meldung im Juni luden wir zu einem Ideenwettbewerb „Woche des Sehens in Corona-Zeiten“ ein. Die zweite Vorankündigung folgte im August. Sie erinnerte an den Termin und ging nochmals auf die Kampagnenthemen ein. Zudem wies sie auf das neue Online-Spiel zum Kampagnenstart wie auch auf Pressematerialien auf der Website hin.

Direkt vor Beginn und während der Aktionswoche veröffentlichten wir fünf weitere Meldungen. Am 5. Oktober kündigten wir unser neues Online-Spiel „Zug in Sicht“ an. Damit einhergehend wiesen wir auf den bevorstehenden Kampagnenstart und das Engagement der Schirmherrin Gundula Gause hin. Die Pressemitteilung vom 6. Oktober zum „Welttag des Sehens“ berichtete von Außeneinsätzen zur augenmedizinischen Untersuchung durch Hilfsorganisationen in den ärmsten Regionen der Welt. Am 8. Oktober folgte eine Meldung, die die neue Informationsbroschüre der Woche des Sehens „Sehen und Sehbehinderung in Deutschland“ detaillierter vorstellte. Die am 12. Oktober versendete Meldung aus dem Bereich der Augenmedizin befasste sich mit Augenuntersuchungen im Kindesalter. Den Abschluss bildete am 13. Oktober der Beitrag aus dem Bereich der Selbsthilfe. Er ging auf unzureichende Krankenkassenzahlungen für Sehhilfen und dafür geplante weitere Kürzungen ein. Zudem wies er auf den Internationalen Tag des weißen Stocks am 15. Oktober hin.

Printmedien

Die erzielte Auflagenzahl im Printbereich lag in diesem Jahr bei 10,2 Millionen. Diese Zahl wie auch die Anzahl der Beiträge von 697 kann angesichts der be sonderen, pandemiebedingten Situation durchaus als Erfolg betrachtet werden. So konnten wir mit einigen Medien sechsstellige Auflagenzahlen erreichen.

Beispiele der auflagenstärksten Titel

Stuttgarter Zeitung: 252.004
Kehrwieder am Sonntag: 128.500
Generalanzeiger Magdeburg: 118.168
Kreiszeitung Wochenblatt (Ausgaben Nordheide, Elbe Geest): 107.900
Sonntagsjournal der Nordsee-Zeitung: 107.316

TV

Auch im TV-Bereich überlagerte die Pandemie andere Gesundheitsthemen stark. Dennoch gab es in diesem Jahr 11 TV-Beiträge zur Woche des Sehens. Die Beiträge wurden von SR, SWR, BR, MDR und RBB ausgestrahlt.

Hörfunk

Über die Woche des Sehens 2020 gab es Berichte in verschiedenen öffentlichrechtlichen Sendern, zum Beispiel bei HR, NDR, SWR und MDR. Auch private Sender mit hoher Einschaltquote berichteten über die Kampagnenwoche, unter anderem ffn, Antenne Niedersachsen und Radio Hamburg. Insgesamt erreichten wir damit rund 4,3 Millionen Hörerinnen und Hörer.

Sendefertige Beiträge (Radio-Kit)

Auch in diesem Jahr haben wir vier sendefertige Hörfunk-Beiträge erstellt, die sich mit den einzelnen Themensträngen der Aktionswoche tiefergehend befassten. Wie 2019 stand dabei die Schirmherrin der Woche des Sehens, Gundula Gause, für ein Interview zur Verfügung. Die Corona-Pandemie belegte 2020 zwar den größten Teil der Textbeitragszeiten der Sender. Dennoch konnten wir in diesem Jahr 282 Ausstrahlungen erzielen. Dabei nahm eine neue Rekordzahl von 100 Sendern die Beiträge ins Programm.

Online

Im Online-Bereich konnten wir 2020 insgesamt 439 Meldungen zur Woche des Sehens zählen. Dabei gehen wir davon aus, dass dazu noch zahlreiche weitere Beiträge kommen, die durch das Suchraster gefallen sind. Diese Meldungen erwähnten die Woche des Sehens zwar nicht namentlich, befassten sich aber inhaltlich mit den Themen und Zielen der Kampagne.

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10.5 Internet-Auswertung

Die Website der Woche des Sehens stellt eine wichtige Informationsplattform für die Themen Blindheit und Sehbehinderung dar. Sie wird ganzjährig intensiv genutzt und fand 2020 noch mehr Interessierte als im Vorjahr. Insbesondere während der Kampagnenwoche konnten wir viele Klicks auf unserer Website verzeichnen, denn die Nutzerinnen und Nutzer fanden dort auch unsere beiden zentralen Aktionen dieses Jahres: das neu erstellte Online-Spiel „Zug in Sicht“ und die Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“ mit aktuellen Fakten. Beide Formate blieben auch nach der Aktionswoche auf der Website und sollen dort dauerhaft zur Verfügung stehen.

Das Online-Spiel, das verschiedene Seheinschränkungen simuliert, haben wir zu Beginn der Aktionswoche veröffentlicht. Es lässt sich direkt im Browser spielen. Obwohl es erst am 8. Oktober online ging, stand die Webseite zum Spiel Ende Oktober bereits auf dem dritten Platz der im Jahr 2020 meistbesuchten Seiten unseres Internetauftritts. Fast 6.600 Besucherinnen und Besucher klickten die Seite an. Die Broschüre „Sehen und Sehverlust in Deutschland“ können Interessierte seit Anfang der Kampagnenwoche als barrierefreies PDF herunterladen oder über die Website als Printversion kostenfrei bestellen. Sie gehörte schon Ende Oktober zu den Dokumenten unserer Website, die im gesamten Jahr am häufigsten heruntergeladen wurden.

Neben diesen beiden zentralen Aktionen der Kampagne finden Interessierte auf der Website ganzjährig detaillierte Informationen zu Augengesundheit, Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland und weltweit. Darüber hinaus erhalten sie fundiertes Hintergrundwissen.

Veranstaltern von Aktionen im Rahmen der Kampagnenwoche erhalten zudem über die Website wichtige Unterstützung. Sie können schnell und einfach Materialien bestellen und Veranstaltungen anmelden. Nützliche Tipps helfen ihnen bei Fragen zu Planung und Durchführung einer Aktion, bei der Auswahl des passenden Materials oder bei der Information der Öffentlichkeit über die Aktion. Akteurinnen und Akteure erfahren zudem, wie die Woche des Sehens ihre Veranstaltung fördern kann.

Zusätzlich haben wir 2020 ein „Corona-Update“ auf unsere Website gestellt. Darin nennen wir Veranstaltern Informationsquellen für aktuelle Maßnahmen zur Pandemie. Zudem präsentieren wir auf dieser Webseite auch zehn Vorschläge für unter Pandemiebedingungen durchführbare Aktionen. Sie stammen aus unserem Ideenwettbewerb „Woche des Sehens in Corona-Zeiten“.

Seit dem Sommer konnten sich Interessierte über angemeldete Veranstaltungen im Rahmen der Woche des Sehens informieren. Die Postleitzahlen-Suchfunktion des Veranstaltungskalenders ermöglicht es, schnell Aktionen in der Nähe des jeweiligen Wohnorts zu finden. 2020 fanden neben den Vor-Ort-Veranstaltungen rund 50 Online- oder Telefonaktionen statt. Auch sie zeigte der Veranstaltungskalender an.

Auf der Website wie auch im Youtube-Kanal stehen ganzjährig die Informationsfilme der Woche des Sehens zur Verfügung wie zum Beispiel die Simulationsfilme „So sehe ich mit …“ und der Film „Chancen sehen – Risiken erkennen“ zu digitalen Innovationen. Sie ergänzen das stetig wachsende Angebot an Daten, Fakten und Hintergrundinformationen der Website und die Anwendungen zum Selbsttesten wie den Braille-Übersetzer, die optischen Täuschungen und das Wissensquiz. Großer Beliebtheit erfreut sich außerdem das barrierefreie Schulmaterial, das auch 2020 einen großen Teil der Downloads von unserer Website ausmachte.

Besuche auf www.woche-des-sehens.de

Ihren Internetauftritt untersucht die Woche des Sehens mit Hilfe der Auswertungsfunktion von Google Analytics, um den Aufbau und das Angebot der Website fortlaufend verbessern zu können. Die diesjährigen Zahlen verdeutlichen, dass trotz des starken gesellschaftlichen Fokus auf der Corona-Thematik die Zahl der Besucherinnen und Besucher unserer Website leicht zugenommen hat und auf über 29.600 gestiegen ist. Die Nutzerinnen und Nutzer gelangen schnell und einfach zu den von ihnen gesuchten Unterseiten und Inhalten. Der sinnvolle Aufbau der Website spiegelt sich im Nutzerfluss und der Verweildauer auf bestimmten Seiten wider. Während der Aktionswoche vom 8. bis 15. Oktober besuchten über 5.000 Personen die Website. Damit konnten wir sogar die Bestmarke von 2018 um 38 Prozent übertreffen.

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10.6 Social-Media-Auswertung

Facebook

Die Woche des Sehens erfreut sich im Bereich Social Media weiterhin großer Beliebtheit. Auf Facebook verzeichnet die Kampagnenwoche inzwischen über 2.500 Abonnements. Wöchentlich stellen wir Neuigkeiten und Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der Augengesundheit online. Zudem informieren wir in den Beiträgen über die Situation von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und weltweit. Jährlich werden rund 60 Posts veröffentlicht, die viele Nutzerinnen und Nutzer gerne teilen.

Youtube

Der Youtube-Kanal der Woche des Sehens stellt im Themenbereich Blindheit und Sehbehinderung inzwischen eine feste Größe dar. Interessierte finden dort ein breites Angebot an verschiedenen Videos zu den Themen der Kampagne. So finden sie hier die beliebten und häufig genutzten Simulationsfilme „So sehe ich mit …“ und den Informationsfilm „Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung“. Auch die Clips von 2019 rund um den Hauptfilm „Chancen sehen – Risiken erkennen“ stehen hier zur Verfügung.

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11. Fazit und Ausblick

- Bundesweit fanden über 500 Veranstaltungen wie Ausstellungen, Filmvorführungen, Fachvorträge, Schulaktionen usw. statt. Zudem bedienten wir über 500 Materialbestellungen.

- Aufgrund der Pandemie-Risiken sind neue Aktionsformate entstanden. Über 50 Aktionen fanden telefonisch bzw. im Digitalformat statt.

- 16 Aktionen wurden mit finanzieller Förderung unterstützt.

- Das Spiel "Zug in Sicht" (zentrale Aktion 1) wurde im ersten Monat nach seiner Veröffentlichung 6.600-mal aufgerufen.

- 1.100 Exemplare der Broschüre "Sehen und Sehverlust in Deutschland" (zentrale Aktion 2) wurden während und nach der Woche des Sehens im Printformat verschickt. Die Broschüre wurde 316-mal heruntergeladen und steht damit an dritter Stelle in der Liste der Downloads.

- Die Filme zu Innovationen rund ums Auge wurden bis Oktober 2020 über 6.200-mal angeschaut.

- Die Schminktutorials wurden bis Ende Oktober 2020 insgesamt über 25.000-mal aufgerufen.

- Die fünf Simulationsfilme der Woche des Sehens „So sehe ich mit …“ sind zu Klassikern geworden und weiterhin ein fester Bestandteil der Aufklärungskampagne. Über alle Kanäle und Plattforms der Woche des Sehens wurden diese Filme bisher rund 250.000-mal und allein im Jahr 2020 27.000-mal angeschaut.

- Die Woche des Sehens hat nicht nur einen festen Platz im Terminkalender vieler Veranstalter eingenommen, sondern bietet über ihre Website ganzjährig Informationen und Hilfestellungen.

2021 findet die 20. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober unter dem Motto „Neue Einsichten“ statt.

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