Mit anderen Augen - Die Dokumentation der Woche des Sehens 2018

1. Vorwort

Die Woche des Sehens ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 2002 findet die bundesweite Aufklärungskampagne jährlich vom 8. bis 15. Oktober statt. Blindheit verstehen und Blindheit verhüten sind dabei die übergeordneten Ziele. Unterstützt durch viele Partner und engagierte Akteure, macht sie auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit und die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam.

Immer in der Kampagnenwoche liegen die beiden internationalen Aktionstage Welttag des Sehens, der am zweiten Donnerstag im Oktober stattfindet (2018 also am 11. Oktober), und Tag des weißen Stocks, der traditionell am 15. Oktober begangen wird und somit auch den Abschlusstag der Kampagne darstellt.

In dieser Dokumentation präsentieren wir Ihnen unter anderem die wichtigsten Erfolge, Daten und Fakten rund um die diesjährige Aktionswoche. Daneben erhalten Sie Informationen über die beiden zentralen Maßnahmen des Jahres. Hierbei handelte es sich um die Erstellung einer neuen Simulationsbrille zur Augenerkrankung Diabetische Retinopathie und um einen neuen Informationsfilm, der das bestehende Medien-Angebot der Kampagne erweitert. Darüber hinaus wollen wir Ihnen weitere tolle und vielfältige Aktionen aus diesem Jahr nicht vorenthalten.

An dieser Stelle möchten wir uns jedoch zunächst herzlich für das große Engagement der zahlreichen Freiwilligen, Akteure, Unterstützer und Sponsoren bedanken. Sie machen die Woche des Sehens gemeinsam zu einer besonderen Kampagne.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zusammenarbeit in diesem Jahr.

Carolina Barrera und Patrick Taube
Projektkoordinatoren der Woche des Sehens

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2. Schirmherrin Gundula Gause

Die Schirmherrin der Woche des Sehens Gundula Gause rief anlässlich der Aktionswoche dazu auf, die Themen Blindheit und Sehbehinderung mit anderen Augen zu sehen: „Vor allem in Anbetracht der Informationsflut, der wir tagtäglich ausgeliefert sind – und hier spreche ich als Nachrichtenfrau aus Erfahrung –, ist es immer hilfreich, Ereignisse und Situationen sowie Ansichten und Zusammenhänge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Erst dann kann man sie besser einordnen und verstehen. Dies gilt jedoch nicht nur für unseren Umgang mit Nachrichten, sondern auch für unser Miteinander in der Gesellschaft, denn es ist immer sinnvoll, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. So auch bei den Themen Blindheit und Sehbehinderung, die mir sehr am Herzen liegen.“

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3. Thema und Motiv

Das übergeordnete Motto und Ziel der Woche des Sehens heißt Blindheit verstehen, Blindheit verhüten.

Zu diesem Motto legt die Woche des Sehens jährlich ein Thema mit einem entsprechenden Bildmotiv fest. Dieses Bild repräsentiert die Aufklärungskampagne das ganze Jahr und dient dazu, die verschiedenen Aktionen unserer Unterstützer unter einem Dach zu vereinen.

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4. Zielsetzung und Schwerpunkte 2018

4.1 Mit anderen Augen – wie sehbehinderte und blinde Menschen die Welt erleben

„Sieh es doch mal aus meiner Sicht!“ In der Woche des Sehens 2018 haben die Selbsthilfeorganisationen dazu eingeladen, die Welt mit den Augen blinder und sehbehinderter Menschen zu sehen. Das bedeutet nicht automatisch, andere Sinne als das Augenlicht zu benutzen, denn „blind“ ist nicht das Gleiche wie „sehbehindert“ und auch Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung. Doch damit nicht genug – unterschiedliche Augenerkrankungen führen zudem zu ganz unterschiedlichen Problemen. Ein Mensch mit zentralem Gesichtsfeldausfall beispielsweise kann Bekannte nicht mehr erkennen und wird vielleicht für arrogant gehalten, weil er die Nachbarin nicht grüßt, oder gar für gefühllos, weil ihm die Mimik des Gegenübers verborgen bleibt. Ganz anders ist es für diejenigen, die an Retinitis Pigmentosa (RP) erkrankt sind. Hier ist bei vielen Betroffenen die zentrale Sehschärfe weiterhin vorhanden, aber das äußere Gesichtsfeld ist eingeschränkt. Somit kann man zwar dem Gegenüber ins Gesicht schauen, dafür übersieht man jedoch die ausgestreckte Hand oder ein Hindernis auf dem Boden. Genau diese Unterschiede sind es, welche die Woche des Sehens 2018 erlebbar machte.

Zu diesem Zweck wurde ein neuer Informationsfilm produziert (siehe Punkt 5.2). Simulationsbrillen sind die perfekte Ergänzung, denn sie machen die Symptome einer Augenkrankheit konkret erfahrbar und verdeutlichen, wie selbst kleinste Alltagshandlungen zur riesigen Herausforderung werden können. So kann man die Welt wirklich mal aus der Sicht anderer sehen – wortwörtlich.

Tag des weißen Stocks

1964 verabschiedete der US-Kongress eine Resolution, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day erklärte, übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stocks“. Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit. Der Tag des weißen Stocks entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag der blinden Menschen.

Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens. Die Selbsthilfeorganisationen werden am diesjährigen Tag des weißen Stocks aktuelle Themen aufgreifen, um auf Möglichkeiten und Probleme blinder Menschen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

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4.2 Mit anderen Augen – wie Augenärzte für Durchblick sorgen

Jeder Patient, der in eine Augenarztpraxis kommt, sieht die Welt buchstäblich „mit anderen Augen“. So klein das Auge als Organ auch ist, bei jedem Menschen finden sich individuelle Besonderheiten. Auch die Krankheiten, die das Sehen beeinträchtigen können, sind vielfältig. Jeder Fall ist daher einzigartig und es ist oft eine Herausforderung für Augenärzte, der Ursache von Beschwerden beim Sehen auf den Grund zu gehen.

Wenn ein Patient mit einem „roten Auge“ in die Augenarztpraxis kommt, kann dahinter zum Beispiel eine einfache Bindehautentzündung stecken, die nach ein paar Tagen von selbst wieder abheilt. Oder ein kleiner Fremdkörper kann das Auge reizen. Das rote Auge kann aber auch Zeichen für eine Entzündung im Augeninneren, eine Uveitis, sein. Diese Krankheit kann unbehandelt bleibende Sehschäden bis hin zur Erblindung des Auges verursachen. Fundiertes Fachwissen gepaart mit ausgefeilten Untersuchungsmethoden ist hier die Grundlage einer zuverlässigen Diagnose und der Ausgangspunkt für eine wirksame Therapie.

Wenn das Sehvermögen nachlässt, ist das immer eine verstörende Erfahrung. Das Leben in der modernen Gesellschaft ist darauf ausgelegt, dass wir uns auf unsere Augen verlassen können. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass etwa ein Viertel der Menschen in Deutschland mindestens einmal pro Jahr eine Augenarztpraxis aufsucht – Kinder ebenso wie junge Erwachsene und ganz besonders ältere Menschen, denn Augenkrankheiten treten gehäuft im höheren Alter auf. Stets sind sich die behandelnden Augenärzte und ihre Mitarbeiter bewusst, dass jeder Fall einzigartig ist. Sie finden für die allermeisten Patienten das richtige Mittel, um für den vollen Durchblick zu sorgen – sei es eine optimal angepasste Sehhilfe, sei es ein wirksames Medikament oder eine Augenoperation, nach der der Patient die Welt tatsächlich mit ganz anderen Augen sieht.

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4.3 Mit anderen Augen – weltweit Armut verhindern

Das Geld wird knapp für die siebenköpfige Familie von Mazaga Mahorosho aus Tansania. Noch vor Monaten ist der Handelsvertreter durch die Dörfer gereist und hat Mais und anderes Getreide gekauft. Die Ware verkaufte er dann auf dem Markt in Daressalam. Damit hat er die Familie ernährt und sogar ein bisschen sparen können, aber die wenigen Rücklagen sind nun aufgebraucht. Denn der 45-Jährige ist seit Monaten so gut wie blind und kann nicht mehr arbeiten. Grauer Star hat seine Linsen getrübt. Die Familie rationiert das Essen und die Schulgebühren für die Kinder bereiten Mazaga und seiner Frau große Sorgen. Sie haben Angst vor der Zukunft. Niemand konnte dem Mann helfen, bis er vom Krankenhaus in Daressalam hörte, das von der Christoffel-Blindenmission (CBM) gefördert wird. Ein Blick in die Spaltlampe genügt dem Augenarzt: Mazagas Augenlicht kann gerettet werden.

In Deutschland wäre der Familienvater lange vor der Erblindung operiert worden. Doch wer in einem Entwicklungsland lebt, weiß oft nicht um die Möglichkeiten moderner Medizin, und selbst die erschwinglichen Gesundheitsstationen wissen manchmal keinen Rat. Armut und zu wenig gut ausgebildete Ärzte sind die Hauptgründe, warum Augenerkrankungen nicht rechtzeitig behandelt werden und Menschen erblinden. Und Mazagas Geschichte zeigt: Blindheit ist eine häufige Ursache für Armut.

Die Operation verläuft komplikationslos. Gerade einmal zehn Minuten dauert es, die trüben Augenlinsen gegen künstliche zu tauschen. Mazaga kann wieder sehen! „Ich bin so glücklich, weil ich nun mein Geschäft fortsetzen kann“, freut sich der 45-Jährige. Mazaga sieht die Zukunft nun mit anderen Augen.

„Mit anderen Augen – Armut weltweit verhindern“ heißt auch das Motto, unter dem das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission (CBM) in der Woche des Sehens aktiv sind. Gemeinsam informieren sie über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten.

VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht

Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Das Ziel der globalen Initiative VISION 2020 lautet daher: vermeid bare und behandelbare Blindheit überwinden.

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5. Zentrale Maßnahme

In diesem Jahr nutzte die Woche des Sehens zwei zentrale Maßnahmen, um die Aufklärungsarbeit zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung mit großer Reichweite zu leisten und Menschen stärker zu sensibilisieren. So wurde 2018 nicht nur eine weitere Version der bereits bekannten und häufig nachgefragten Simulationsbrillen erstellt. Auch ein neuer Informationsfilm, der sich vor allem auf die Unterschiedlichkeit von Sehbehinderungen bezieht und auf verschiedene Auswirkungen aufmerksam macht, wurde produziert. Beide Maßnahmen erlebten eine große und vor allem positive Resonanz.

5.1 Neue Simulationsbrille zur Diabetischen Retinopathie

Die zweithäufigste Sehbehinderung in Deutschland ist die Diabetische Retinopathie, bei Menschen im Erwerbsalter ist sie sogar die häufigste Ursache für Sehbehinderung oder Erblindung. Für die Woche des Sehens Grund genug, in diesem Jahr eine neue Simulationsbrille anzubieten, die der breiten Bevölkerung anschaulich den Seheindruck mit dieser Erkrankung vermittelt und sie darauf aufmerksam macht.

Als häufige Folge der Zuckerkrankheit, des Diabetes mellitus, kommt es zu Schädigungen der Netzhaut und schließlich zu Einblutungen, die blinde Stellen im Gesichtsfeld und eine verminderte Sehschärfe verursachen. Die neue Brille versucht, diesen Seheindruck darzustellen und Menschen somit für die Erkrankung und ihre Folgen für den Alltag zu sensibilisieren. Als Teil des Materialangebots der Kampagne wurde die Brille auf Wunsch an Veranstalter und Akteure verteilt und konnte somit bei zahlreichen Aktionen im gesamten Bundesgebiet sinnvoll eingesetzt werden.

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5.2 Neuer Informationsfilm zu Sehbehinderungen

„Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung“ lautet der Titel des neu produzierten Films. Denn Sehbehinderungen können sich sehr verschieden auswirken. Dies führt im Alltag häufig zu Problemen und Missverständnissen. Um diese zu verhindern und um deutlich zu machen, dass Sehbehinderung eben nicht gleich Sehbehinderung ist, produzierte die Woche des Sehens in diesem Jahr einen neuen Informationsfilm.

Die gezeigten Szenen sollen mit Vorurteilen aufräumen und für die unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse sehbehinderter Menschen sensibilisieren. Anhand eindringlicher Beispiele aus dem Alltag von vier Menschen mit verschiedenen Sehbehinderungen zeigt der Film, welch unterschiedliche Herausforderungen sich ergeben, wie schnell sehende Menschen falsche Schlüsse ziehen und wie die Betroffenen selbst damit umgehen und Lösungsansätze finden. Dabei wird deutlich, wie individuell Sehbehinderungen sind.

Der Film erweitert nun das Medienangebot der Woche des Sehens und gibt zudem einen neuen Einblick in das Thema. Zum Start der diesjährigen Kampagne wurde er auf dem dazugehörigen Youtube-Kanal, dem Facebook-Auftritt und der Website veröffentlicht und erhielt binnen kürzester Zeit zahlreiche Klicks und positive Rückmeldungen.

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6. Veranstaltungen

2018 fanden viele Aktionen in Schulen und Ausbildungseinrichtungen statt. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler für die Themen Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt zu sensibilisieren. Die Selbsthilfeorganisationen luden zum Beispiel zu Filmnachmittagen ein, um zu zeigen, wie wichtig eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Filmliebhaber ist.

In vielen Augenkliniken und Praxen haben sich inzwischen Tage der offenen Tür etabliert, um Besucher über Ursachen und Auswirkungen von Augenerkrankungen aufzuklären und Behandlungsmethoden vorzustellen. In zahlreichen Apotheken, Rathäusern, Behörden und auch Universitäten wurde das Informationsmaterial der Woche des Sehens Interessierten zur Verfügung gestellt. Auch das Thema „kulturelle Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen“ wurde in zahlreichen Workshops aufgegriffen. Auf der Website war es erneut möglich, eine Aktion anzumelden und das notwendige Material dazu zu bestellen. Die angemeldeten Aktionen in ihrer Nähe konnten Interessierte mit Hilfe einer Postleitzahlen-basierten Suchfunktion im Online-Veranstaltungskalender finden.

Insgesamt fanden bundesweit 550 Aktionen statt. 25 Aktionen davon erhielten eine finanzielle Förderung.

Einige Veranstaltungen möchten wir Ihnen vorstellen, um einen Eindruck von der Vielfalt der Aktionen und dem Einfallsreichtum der Akteure zu vermitteln.

1 Sensibilisierung von Kindern

Das Augen-Zentrum-Nordwest lud Schülerinnen und Schüler einer Grundschule ein. Nach einem Vortrag über den Aufbau und die Funktionsweise des Auges mussten die Kinder einige Aufgaben mit Simulationsbrillen bewältigen. Die Themen Blindheit und Sehbehinderung stießen auf ein breites Interesse und so war dieser Tag sehr aufschlussreich für alle Beteiligten.

2 Info-Tisch in der Stadtbücherei Monschau

In diesem Jahr bot die Stadtbücherei Monschau einen Info-Tisch für die Bibliotheksbesucher an. Hier erhielt man nicht nur Informationen über die häufigsten Augenerkrankungen, sondern dank der Unterstützung des Blinden- und Sehbehindertenvereins der Städteregion Aachen 1907 e. V. konnten Tastbilderbücher, Reliefbücher, DAISY-Hörbücher und DVDs mit Audiodeskription gezeigt werden.

3 Arztvortrag im Augenzentrum Mittelhessen

Die Altersabhängige Makula-Degeneration gehört zu den häufigsten Augenerkrankungen. Deshalb lud das Augenzentrum Mittelhessen zu einer Informationsveranstaltung zu diesem Thema ein. Ein Arztvortrag informierte die Interessierten über die wichtigsten medizinischen Aspekte. Eine Vertreterin der Beratungsstelle „Blickpunkt Auge“ stellte sowohl das Angebot vor als auch verschiedene Helfer im Alltag.

4 Infotag „Blindenführhund“

Umfassend zum Thema Blindenführhund konnte man sich beim Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV) informieren. In Vorträgen und Workshops ging es um Aufklärung und um den fachlichen Austausch. Themen waren beispielsweise die Ausbildung und Haltung eines Führhundes, die Gespannprüfung, Zutrittsrechte und Fragen der Finanzierung.

5 Aktionstag in Heinsberg

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Kreis Heinsberg führte einen Aktionstag im Rahmen der Woche des Sehens durch. Neben Kurzvorträgen zu den wichtigsten Augenerkrankungen konnten sich die Besucher bei einer Hilfsmittelausstellung über Neuheiten auf dem Markt informieren. Eine Reha-Lehrerin war ebenfalls vor Ort und konnte unter anderem Fragen zum Mobilitätstraining beantworten.

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7. Partner der Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ist eine gemeinschaftliche Initiative von sieben Verbänden, Selbsthilfegruppen und international tätigen Entwicklungshilfeorganisationen, die sich mit den Themen Blindheit und Sehen befassen und sie aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Partner tragen die Kampagne ideell und finanziell.

Christoffel-Blindenmission Deutschland e. V. (CBM)

Die CBM ist eine internationale Entwicklungshilfeorganisation, die auf Basis christlicher Werte in den ärmsten Regionen der Welt dafür kämpft, die Lebensqualität von Menschen, die eine Behinderung haben, zu verbessern. Und sie setzt sich dafür ein, Behinderungen vorzubeugen. Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen. Zurzeit unterstützt die CBM 530 Projekte in 54 Ländern. Telefon: 0 62 51 / 131-131 · www.cbm.de

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV)

Als Dachverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe koordiniert der DBSV das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. Die Landesvereine selbst vertreten die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen auf Länderebene. Ziel des DBSV ist es, die Lebenssituation der Augenpatienten sowie der ca. 1,2 Mio. blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Kontakt zur nächstgelegenen Beratungsstelle unter Telefon: 0 18 05 / 66 64 56 (0,14 €/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute) · www.dbsv.org

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA)

Der BVA vertritt die fachlichen und berufspolitischen Belange der deutschen Augenärzte und vermittelt augenärztliche Kompetenz in der Öffentlichkeit. Der Augenarzt ist der erste Ansprechpartner bei allen Formen einer Sehschwäche. Dank modernster Diagnostik ist er am ehesten in der Lage, die Ursachen einer drohenden Erblindung festzustellen, und kann diese in vielen Fällen verhüten und die bestmögliche Therapie vorschlagen. Telefon: 02 11 / 4 30 37-00 · www.augeninfo.de

Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit e. V. (DKVB)

Das DKVB besteht als Verein seit 1980. Mitglieder sind Augenärzte, Vertreter von Blindenverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelpersonen, deren Ziel die weltweite Blindheitsverhütung ist. Vorstand und Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Telefon: 0 21 96 / 14 69 und 0 23 82 / 80 61 83 ·

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e. V. (DOG)

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der Ophthalmologie vor allem in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Mit über 6.000 Mitgliedern zählt sie zu den bedeutendsten medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland. Gegründet wurde die DOG 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Bekämpfung vermeidbarer Erblindung und ihrer Ursachen. Die DOG unterstützt daher die Initiative VISION 2020 und beteiligt sich rege an deren vielfältigen Aktivitäten. Telefon: 0 89 / 55 05 76 80 · www.dog.org

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V. (DVBS)

Als Selbsthilfeorganisation fördert der Verein alle blinden und sehbehinderten Menschen in akademischen und verwandten Berufen sowie den entsprechenden Ausbildungs- und Studiengängen und vertritt ihre sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Belange, vor allem in Fragen der Aus- und Fortbildung, der Rehabilitation und des Berufs. Telefon: 0 64 21 / 9 48 88 0 · www.dvbs-online.de

PRO RETINA Deutschland e. V. (PRO RETINA)

PRO RETINA ist die Selbsthilfevereinigung der Menschen mit Netzhautdegenerationen. Diese umfassen die Krankheitsbilder Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, Usher-Syndrom und seltene Formen der Netzhautdegeneration. Die 6.000 Mitglieder sind in 60 Regionalgruppen und Fachgruppen organisiert. Neben der Patientenberatung steht die Förderung der Forschung im Vordergrund. Telefon: 02 41 / 87 00 18 · www.pro-retina.de

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8. Förderer und Sponsoren

Finanziert wurde die Woche des Sehens durch die Beiträge der sieben Partner sowie durch Förder- und Sponsorengelder.

  • Die Aktion Mensch förderte die Woche des Sehens bereits zum siebzehnten Mal.
  • Die Carl Zeiss Meditec AG ist langjähriger Sponsor. Seit zwei Jahren zählt auch die Carl Zeiss Vision International GmbH zu den Unterstützern.
  • Die VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH unterstützte die Woche des Sehens 2018.

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9. Organisation

Die Organisation der Woche des Sehens ist verteilt auf drei Zuständigkeitsebenen. Die Vorstandsebene setzt sich aus den Geschäftsführungen aller Partner der Kampagne zusammen. Der Vorstand trifft sich mindestens einmal im Jahr zur Vollversammlung. Hier wird über die strategische Ausrichtung der Aktionswoche wie z. B. Schwerpunkte, übergreifende Aktionen und Finanzierungsmöglichkeiten entschieden.

Eine Koordinationsgruppe, die aus Vertretern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aller Partner besteht, ist für die operative Umsetzung der strategischen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, die Interessen der einzelnen Partner zu bündeln, die zentralen Aktionen vorzubereiten, Sponsoren zu gewinnen und die Kommunikationsmaterialien zu entwickeln.

Ein Projektkoordinator bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim und eine Projektkoordinatorin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin übernahmen 2018 erneut die Koordinationsaufgaben, pflegten persönliche Kontakte zu den lokalen Veranstaltern und halfen bei der Suche nach Kooperationspartnern..

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10. Elemente der Kampagne

Die Woche des Sehens stellt Veranstaltern von regionalen Aktionen jedes Jahr kostenloses Aktions- und Informationsmaterial zur Verfügung.

10.1 Material-Angebot

Folgende Materialien waren 2018 verfügbar:

• Plakate, Handzettel und Broschüren mit Thema/Bildmotiv der Kampagne 2018

• Postkarten „Bitte Weg frei!“

• USB-Stick mit Mustervorträgen und -pressemitteilungen

• Broschüre „VISION 2020“

• Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?“

• Simulationsbrillen für 10 % Sehkraft, Retinitis Pigmentosa (RP), Altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) und Diabetische Retinopathie (DR)

• Tastsäckchen und Luftballons

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10.2 Versand der Materialien

Die kostenfreien Materialien für Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Praxis und anderen Einrichtungen wurden ab August an die Organisatoren versandt. Hauptsächlich über ein Online-Formular, das auf der Website der Woche des Sehens bereitsteht, war es möglich, bei Anmeldung der Aktionen das Material anzufordern. Ein Material-Basispaket und individuelle Zusammenstellungen konnten auf Grund des neuen Datenschutzgesetzes hauptsächlich online und per E-Mail über die Projektkoordination in Berlin bestellt werden.

2018 wurden über 600 Material-Pakete versandt, die von den Bestellern individuell zusammengestellt wurden.

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10.3 Teilnehmermotivation

In Rundschreiben und über interne Publikationen wurden die Mitglieder der einzelnen Partnerorganisationen aufgerufen, sich aktiv an der Woche des Sehens zu beteiligen. Weitere Interessierte wurden durch persönliche Anschreiben zur Teilnahme an der Aktionswoche eingeladen. Persönliche Kontaktpflege und Beratung per E-Mail motivierten potenzielle Veranstalter. Der bereitgestellte Aktionsleitfaden informierte über die Themen der Kampagne und bot Tipps für Veranstaltungen und ihre Durchführung. Während des Kongresses „Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD)“ in Düsseldorf und bei der Hilfsmittelmesse SightCity in Frankfurt am Main wurden die Besucher über die Kampagne informiert und zahlreiche Material-Bestellflyer verteilt.

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10.4 Pressearbeit

Medienresonanz

Die Woche des Sehens kann nach 2017 auch 2018 auf eine sehr erfolgreiche Pressearbeit zurückblicken. Bereits im März startete sie mit dem Versand einer ersten Vorankündigung an Redaktionen und Anzeigenabteilungen, in der auf den Termin und die diesjährigen Themen der Kampagne hingewiesen wurde. Anfang August folgte eine zweite Vorankündigung, die als Erinnerung nochmals auf die Themen und den Termin einging. Zwei Wochen später wies die Kampagne auf eine Umfrage unter blinden und sehbehinderten Menschen hin, mit der Absicht, deren Belange im Berufsleben zu erfragen.

Unmittelbar vor dem Start der Aktionswoche wurden zwei weitere Meldungen veröffentlicht. Am 1. Oktober wurde in einer Auftaktmeldung auf den baldigen Start der Kampagne und auf das Engagement der Schirmherrin Gundula Gause hingewiesen. Am 4. Oktober folgte eine Meldung, die sich auf die Arbeit der Entwicklungshilfeorganisationen und den „Welttag des Sehens“, der genau eine Woche später begangen wurde, befasste. In der eigentlichen Woche des Sehens wurden schließlich vier weitere Pressemitteilungen veröffentlicht. Der Beitrag der Augenärzte befasste sich mit den Auswirkungen von Diabetes auf die Sehkraft und wurde gleich zum Start am 8. Oktober versendet. Einen Tag später wurde in einer Meldung der neue Informationsfilm der Woche des Sehens „Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung“ beworben. Am 10. Oktober folgte eine Mitteilung, die sich mit den neuen Zahlen zu Augenkrankheiten in Deutschland befasste und näher auf die Ergebnisse der Mainzer Gutenberg-Studie einging. Den Abschluss bildete die Meldung, die neben den Angeboten der Selbsthilfe und dem Tag des weißen Stocks vor allem auf die Ergebnisse der im Sommer gestarteten Umfrage zu Wünschen von blinden und sehbehinderten Berufstätigen einging.

Printmedien

Nachdem im letzten Jahr im Printbereich bereits ein Rekordergebnis bei der Auflagenzahl erreicht wurde, konnte die Woche des Sehens 2018 erneut ein beeindruckendes Ergebnis erzielen. Bei den Auflagen wurde mit 30,1 Millionen knapp an der Bestmarke des letzten Jahres (30,9 Millionen) gekratzt. Bei der Zahl der Meldungen wurde darüber hinaus mit 1.160 Beiträgen der beste Wert seit sechs Jahren erreicht. Dies ist besonders erfreulich, da ihre Zahl im Jahr 2017 gesunken war und deutlich hinter dem Topergebnis im Auflagenbereich zurückgeblieben war. Vor allem Meldungen in auflagenstarken Medien wie dem Senioren Ratgeber, der Bundesausgabe der Bild-Zeitung, dem Neuen Blatt und der Leipziger Rundschau trugen zu dem guten Ergebnis bei und zeigen die große Verbreitung über verschiedene Printformate hinweg.

Beispiele der auflagenstärksten Titel

Senioren Ratgeber 1.701.967
Bild (Bundesausgabe überregional) 514.735
Das Neue Blatt 359.928
Leipziger Rundschau 259.500
Wochenblatt Karlsruhe 189.650

TV

Nachdem im Vorjahr ein Rückgang der Zahl der TV-Beiträge zu erkennen war, stieg die Zahl derer, die sich mit der Woche des Sehens 2018 befassten, wieder deutlich an. In diesem Jahr hatten 21 TV-Beiträge die Aktionswoche zum Thema. Zu den Sendern, in denen die Beiträge ausgestrahlt wurden, zählen die ARD, der HR, der SWR, der MDR und Sat.1.

Hörfunk

Im Bereich Hörfunk konnte die Aktionswoche – ähnlich dem Printbereich – an die guten Ergebnisse des Vorjahres anschließen und näherte sich dem Rekordergebnis von 2017. Neben der Ausstrahlung von Beiträgen in öffentlich-rechtlichen Sendern wie DLF, WDR und SWR war die Kampagne vor allem in den privaten Sendern erfolgreich. Dazu zählten im Besonderen Sender mit hoher Einschaltquote wie „big FM national“, „Hit Radio FFH“ und „Radio NRW“. Insgesamt erreichte die Woche des Sehens über 8,5 Millionen Hörer pro Stunde.

Sendefertige Beiträge (Radio-Kit)

Wie in den Jahren zuvor stellte die Kampagne auch 2018 vier sendefertige Hörfunk-Beiträge zur Verfügung, die sich tiefergehend mit den einzelnen Themensträngen der Aktionswoche und mit dem Engagement der Schirmherrin befassten. Sie wurden von Radiosendern dankbar aufgenommen und ausgestrahlt.

Mit insgesamt 273 Ausstrahlungen in 75 Sendern wurden 8,5 Millionen Hörer erreicht. Die Radio-Beiträge waren also sehr erfolgreich.

Online

Im letzten Jahr ließen bereits zufällige Funde, die außerhalb des Suchrasters entdeckt wurden, und Meldungen, die sich zwar mit den Themen und Zielen der Kampagne befassten, jedoch die Woche des Sehens nicht explizit nannten, darauf schließen, dass der verzeichnete Rückgang der Meldungszahlen nicht den Tatsachen entspricht. Die Ergebnisse im Online-Bereich von 2018 bestätigen nun diese Annahme. Im Vergleich zum offiziellen Vorjahresergebnis fand eine deutliche Steigerung der Meldungszahlen um über 200 statt. Insgesamt wurde in 524 Online-Meldungen auf die Woche des Sehens eingegangen – ein neuer Rekord.

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10.5 Internet-Auswertung

Die Website der Woche des Sehens hat sich seit ihrem Neuaufbau vor drei Jahren zu einer ganzjährigen Informationsplattform für die Themen Blindheit und Sehbehinderung entwickelt. Entsprechend wird sie auch außerhalb der eigentlichen Aktionswoche rege besucht. Dies wurde vor allem in diesem Jahr sehr deutlich. Nie zuvor besuchten von Januar bis Oktober so viele Interessierte die Website.

Den Besuchern werden nicht nur allgemeine Informationen, Daten und Fakten zur Verfügung gestellt. Sie werden zudem auch durch die im Zwei-Wochen-Rhythmus veröffentlichten Blog-Beiträge zu aktuellen Entwicklungen informiert.

Interessierte bekommen auf den Seiten daher mehr als nur einen ersten Überblick zu Augengesundheit, Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland und weltweit geboten, sondern erhalten darüber hinaus fundiertes Hintergrundwissen.

Neben dieser immer häufiger genutzten Funktion als allgemeine Informationsquelle bietet die Website den Veranstaltern und Organisatoren von Aktionen im Rahmen der Aktionswoche wichtige Unterstützung. Hierüber können sie schnell und einfach Materialien bestellen und Veranstaltungen anmelden. Zudem erhalten sie nützliche Tipps und Tricks für die Planung und Durchführung einer Aktion sowie Antworten auf die häufigsten Fragen. Was muss ich bei der Planung einer Aktion berücksichtigen? Welches Material ist passend? Wie informiere ich am besten die Öffentlichkeit über meine Aktion? Wie kann ich eine Förderung beantragen? Ganzjährig liefert die Website diese Informationen und kann somit auch früh planende Veranstalter rechtzeitig unterstützen.

Bereits im Sommer konnten sich Interessierte über angemeldete Veranstaltungen im Rahmen der Woche des Sehens informieren. Über die Postleitzahlen-Suchfunktion des Veranstaltungskalenders konnten schnell Aktionen in der Nähe des jeweiligen Wohnorts gefunden werden.

Zu Beginn der eigentlichen Aktionswoche präsentierte die Kampagne, zusätzlich zur Platzierung im Youtube-Kanal, den neuen Informationsfilm „Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung“ auch auf der Website. Zudem wurden die neuen Zahlen für Augenkrankheiten in Deutschland, die anhand der Gutenberg-Studie ermittelt wurden, und auch die Ergebnisse der Befragung von blinden und sehbehinderten Berufstätigen zu ihren Wünschen im Job auf neuen Unterseiten veröffentlicht.

Ergänzt wird dieses stetig wachsende Angebot an Daten, Fakten und Hintergrundinformationen zudem weiterhin durch das barrierefreie Schulmaterial, die Simulationsfilme „So sehe ich“ und die beliebten Anwendungen zum Selbsttesten wie den Braille-Übersetzer, die optischen Täuschungen und das Wissensquiz.

Besuche auf www.woche-des-sehens.de

Die Woche des Sehens untersucht ihren Internetauftritt mit Hilfe der Auswertungsfunktion von Google Analytics, um den Aufbau und das Angebot der Website besser analysieren und stetig verbessern zu können. Aufgrund dieser Zahlen wird deutlich, dass die Website über das Jahr betrachtet einen bedeutend höheren Besucherstrom zu verzeichnen hatte als 2017. Der Nutzerfluss und die Verweildauer auf bestimmten Unterseiten machen deutlich, dass die Website in Hinblick auf die Bedien- und Nutzerfreundlichkeit gewinnbringend und sinnvoll aufgebaut ist. Die Besucher gelangen schnell und einfach zu den von ihnen gesuchten Unterseiten und Inhalten.

Während der eigentlichen Aktionswoche zwischen dem 8. und dem 15. Oktober 2018 war ein erneuter Anstieg der Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen. Die Ergebnisse von 2017 konnten hier deutlich übertroffen werden.

Mit über 3.600 Besuchern in der Woche des Sehens konnte die Bestmarke des Vorjahres sogar noch einmal überflügelt werden. Noch nie zuvor besuchten innerhalb einer Woche so viele Interessierte den Internetauftritt der Kampagne. Ein Drittel aller Besuche erfolgt über mobile Endgeräte, was die Bedeutung des responsive design der Website hervorhebt.

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10.6 Social-Media-Auswertung

Facebook

Im Bereich Social Media konnte die Woche des Sehens ihre Beliebtheit und die Präsenz erneut unter Beweis stellen. Mittlerweile folgen der Woche des Sehens auf Facebook über 2.400 Fans.2 Hier erhalten sie wöchentlich Neuigkeiten und Informationen über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen der Augengesundheit sowie über die Situation von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und weltweit. Jährlich werden rund 60 Posts veröffentlicht, die von den Nutzern rege geteilt werden.

Youtube

Seit sieben Jahren besitzt die Woche des Sehens ihren eigenen Youtube-Kanal. In der Zwischenzeit ist er zu einer festen Größe geworden und bietet ein breites Angebot an verschiedenen Videos zu den Themen der Kampagne. So finden Interessierte auf ihm nicht nur die beliebten und häufig genutzten Simulationsfilme So sehe ich,sondern auch die 2017 neu produzierten Schmink-Tutorials.

Seit Oktober bereichert nun auch der neue Informationsfilm der Woche des Sehens Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung das Angebot. Er nähert sich dem Thema wiederum aus einer anderen Perspektive und sorgt dadurch bei vielen für ein Aha-Erlebnis. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Film bereits rund 2.000-mal angeschaut.

Vor allem die Klickzahlen machen deutlich: Die Filme der Woche des Sehens sind zu Klassikern geworden, die immer noch häufig angeschaut werden.

Alle Filme der Woche des Sehens finden Interessierte nicht nur auf dem kampagneneigenen Youtube-Kanal, sondern auch auf www.woche-des-sehens.de/filme.

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11. Fazit und Ausblick

  • Über 600 Materialbestellungen und 550 Veranstaltungen wie Workshops, Fachvorträge, Schulaktionen, Gottesdienste im Dunkeln etc. fanden bundesweit statt.
  • Als zentrale Maßnahme 2018 wurde eine weitere Version der bereits bekannten Simulationsbrille „Diabetische Retinopathie“ erstellt. Auch ein neuer Informationsfilm, der sich auf die Unterschiedlichkeit von Sehbehinderungen bezieht und auf verschiedene Auswirkungen aufmerksam macht, wurde produziert. Innerhalb kurzer Zeit wurde der Film bereits rund 2.000-mal auf Youtube angeschaut.
  • Die Facebook-Seite der Woche des Sehens hat mittlerweile über 2.400 Fans, die mit themenbezogenen Posts regelmäßig informiert werden. 2018 wurden rund 60 Posts veröffentlicht.
  • Die fünf Simulationsfilme der Woche des Sehens „So sehe ich – mit …“ sind zu Klassikern geworden und weiterhin ein fester Bestandteil der Aufklärungskampagne. Über die Website und die Facebook-Seite der Woche des Sehens sowie über die Video-Plattform Youtube wurden die Filme bisher rund 161.000-mal angeschaut.
  • Die 2017 neu produzierten Schmink-Tutorials wurden bisher 13.000-mal angeschaut.
  • Die Woche des Sehens hat nicht nur einen festen Platz im Terminkalender vieler Akteure eingenommen, sondern bietet über ihre Website ganzjährig Informationen und Hilfestellungen.
  • 2019 findet die 18. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober unter demMotto „Nach vorne schauen!“ statt.

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