Das Ziel im Blick - Die Dokumentation der Woche des Sehens 2017

1. Vorwort

Die Woche des Sehens ist eine bundesweit erfolgreiche Aufklärungskampagne, die seit 2002 jedes Jahr vom 8. bis zum 15. Oktober stattfindet. 2017 machte sie zum 16. Mal auf die Bedeutung eines guten Sehvermögens, auf die Ursachen ver-meidbarer Blindheit und auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam.

Der „Welttag des Sehens", der am zweiten Donnerstag im Oktober stattfindet, und der „Tag des weißen Stocks" am 15. Oktober liegen in der Kampagnen-Woche eingeschlossen und sind somit beliebte Aktionstage für die Veranstalter.

In dieser Dokumentation präsentieren wir Ihnen u. a. die wichtigsten Erfolge, Daten und Fakten der diesjährigen Kampagne sowie Informationen über die zentralen Maßnahmen. 2017 erstellten die Partner der Woche des Sehens barrierefreies Unterrichtsmaterial zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung für die Klassen 5 bis 10. Daneben prod uzierten und veröffentlichten sie spezielle Youtube-Tutorials für blinde und sehbehinderte Frauen, die Tipps und Tricks beim Schminken vorstellen. Weitere tolle Aktionen wollen wir Ihnen ebenfalls nicht vorenthalten.

Wir bedanken uns herzlich für das Engagement der vielen Mitwirkenden, Unter-stützer und Sponsoren sowie bei allen, die sich für die Ziele der Woche des Sehens einsetzen.

Wir freuen uns bereits jetzt auf die Zusammenarbeit in diesem Jahr.

Carolina Barrera und Patrick Taube
Projektkoordinatoren der Woche des Sehens

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2. Schirmherrin Gundula Gause

Bild von Gundula Gause, sie ist schwarz gekleidet und sitzt leicht lächelnd vor einem blauen Hintergrund
Gundula Gause
Bild: ZDF/Kerstin Bänsch

Die Schirmherrin der Woche des Sehens Gundula Gause rief anlässlich der Aktions-woche dazu auf, bei den Themen Blindheit und Sehbehinderung die viel fältigen Möglichkeiten zu sehen und das Ziel im Blick zu behalten: Blindheit ver stehen und verhüten!

In einem Grußwort riet sie, das Thema dieses Jahres als einen motivierenden Aufruf zu verstehen, „Vorhaben und Wünsche nicht fallen zu lassen, weil sie einem schwer umsetzbar oder fern erscheinen. Oft ist das Erreichen eines Ziels nämlich schneller und einfacher, als viele denken", so Gause. Der ganze Beitrag von Frau Gause ist Teil des Online-Aktionsleitfadens und der Broschüre 2017.

Durch das bereits traditionelle Radiointerview, in dem sie auf die Woche des Sehens aufmerksam machte, begleitete sie erneut die Ziele der Woche des Sehens. Das In-terview wurde 65-mal ausgestrahlt und erreichte über eine Million Hörer pro Stunde.

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3. Thema und Motiv

Das übergeordnete Motto der Woche des Sehens lautet Blindheit verstehen. Blindheit verhüten. Als Ziel der Kampagne ist es auch auf dem Logo zu finden. Zu diesem Motto legt die Woche des Sehens jährlich ein Thema mit einem ent-sprechenden Bildmotiv fest. Dieses Bild repräsentiert die Aufklärungskampagne das ganze Jahr.

Das Thema zusammen mit dem Motiv des Jahres waren als eine Einheit auf den verschiedenen Printmaterialien der Woche des Sehens, auf der Website, Facebook und Youtube platziert. Diese Darstellung der Kampagne wurde von verschiedenen Akteuren der Gesellschaft gut aufgenommen und für die eigenen Printmaterialien verwendet – auch mit Begleitung des Logos der Kampagne.

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4. Zielsetzung und Schwerpunkte 2017

4.1 Das Ziel im Blick – Wegweiser für Menschen mit Sehverlust

Ein Mann mit weißem Stock weicht einem Baustellenschild auf einem Gehweg aus
Blinde Menschen können den Umgang mit Hindernissen erlernen.
Bildnachweis: DBSV/Friese

„Wie? Das bekommen Sie wirklich ohne Hilfe hin?" So oder ähnlich reagieren viele Mitbürger, wenn sie hören, wie blinde und sehbehinderte Menschen die Tücken des Alltags meistern. Der falsch geparkte Transporter, der den Gehweg versperrt, die Bushaltestelle, die plötzlich aufgrund einer Baustelle umgezogen ist … Aber auch das ganz normale tägliche Leben mit Seheinschränkung erscheint dem Außenstehenden als eine einzige große Herausforderung – wie findet man beim Einkauf im Supermarkt die richtige Dose, wie funktioniert ein Hörfilm und wie schaffen es blinde Menschen, Fußball zu spielen?

Die Woche des Sehens 2017 machte Mut, indem sie Wege zu einem selbstbestimmten Leben zeigte – den Besuch spezialisierter Reha-Einrichtungen, den Einsatz von Hilfsmitteln und vor allem die Erfahrungen und Ratschläge anderer Betroffener. Für Berichterstattung und Unterricht boten die Selbsthilfeorganisationen eine breite Palette von Optionen an, um das Thema sachgerecht aufzuarbeiten: Hintergrundinformationen zum Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen, Materialien zum Einsatz von Hilfsmitteln sowie zahlreiche „Tipps und Tricks" für ein eigen-ständiges Leben mit Seheinschränkung.

Tag des weißen Stocks

1964 verabschiedete der US-Kongress eine Resolution, die den 15. Oktober zum White Cane Safety Day erklärte, übersetzt ungefähr: „Verkehrssicherheitstag des weißen Stockes". Mit seiner umgehenden Proklamation unterstützte der damalige Präsident der Vereinigten Staaten, Lyndon B. Johnson, das Streben blinder Menschen nach mehr Selbstständigkeit. Der Tag des weißen Stockes entwickelte sich schnell zum weltweiten Aktionstag blinder Menschen.

Seit dem Jahr 2002 ist der 15. Oktober in Deutschland zugleich der Abschlusstag der Woche des Sehens. Die Selbsthilfeorganisationen griffen am letztjährigen Tag des weißen Stockes aktuelle Themen auf, um auf Möglichkeiten und Probleme blinder Menschen in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

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4.2 Das Ziel im Blick – Durchblick für Jung und Alt

Eine ältere Patientin bei einem Sehtest, der durch eine Arzthelferin durchgeführt wird.
Gesunde Augen – ein Leben lang: Das streben Augenärzte für ihre Patienten an.
Bildnachweis: BVA

Von klein auf bis ins hohe Alter mit wachem Blick durchs Leben gehen – dabei helfen schon ein paar einfache Grundregeln, die man umsetzen kann: Kinder sollten täglich bei Tageslicht im Freien spielen, um der Entwicklung einer Kurzsichtigkeit vorzubeugen. Die Beschäftigung mit Smartphones & Co. sollte dagegen – nicht nur bei Kindern – immer wieder Pausen beinhalten, um die Augen zwischendurch zu entspannen.

Regelmäßige Bewegung im Freien und eine vielseitige Ernährung helfen aber auch Erwachsenen, ihr Augenlicht zu bewahren. Frische Luft wirkt nicht nur trockenen Augen entgegen – mit die häufigsten Beschwerden, mit denen Patien ten in die Augenarztpraxen kommen –, sondern Bewegung trägt auch dazu bei, Krankheiten wie der Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) vorzubeugen. Ebenso ist eine vitaminreiche, ausgewogene Ernährung wichtig für die Gesundheit des Auges.

Ist die klare Sicht aber doch einmal beeinträchtigt, kann ein Augenarzt die Ursache mit moderner Diagnostik zuverlässig herausfinden und in den allermeisten Fällen wieder für Durchblick sorgen. Eine Fehlsichtigkeit lässt sich mit Sehhilfen wie Brillen oder Kontaktlinsen ausgleichen oder mit verschiedenen bewährten Operations-methoden beheben. Die meisten Augenkrankheiten lassen sich heute gut behandeln – ganz gleich, ob es sich um das trockene Auge oder ein das Sehvermögen bedrohendes Glaukom handelt. Doch nicht erst, wenn es Probleme mit der Sehkraft gibt, sollte man eine Augenarztpraxis aufsuchen: Denn Krankheiten, die das Sehvermö-gen betreffen – wie eben das Glaukom (Grüner Star) oder die AMD – beginnen in der Regel schleichend und für den Betroffenen selbst nicht wahrnehmbar.

Bei einer Früherkennungsuntersuchung, wie Augenärzte sie allen Menschen ab dem Alter von 40 Jahren empfehlen, kann der Augenarzt schon ganz frühe Stadien dieser Krankheiten erkennen und dann gezielt gegensteuern. Jeder Augenarzt hat sein Ziel stets im Blick: jungen Patienten ebenso wie älteren Menschen zum Durchblick zu verhelfen.

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4.3 Das Ziel im Blick – vermeidbare Blindheit weltweit überwinden

Hemedi wird von seinem Vater Ramadhani auf dem Arm gehalten. Er trägt nach einer Operation eine Brille und lacht in die Kamera.
Hemedi auf dem Arm seines Vaters Ramadhani.
Bildnachweis: CBM

Konzentriert lauscht Hemedi dem Trommelgeräusch, das er mit den Fingern auf der Plastikflasche in seiner Hand erzeugt. Ein kleines Lächeln huscht über das Gesicht des Dreijährigen aus Tansania. Töne machen ihm große Freude – vor allem, weil er mit den Augen nicht mehr viel wahrnehmen kann: Hell und Dunkel, das ist alles, was Hemedi noch sieht. „Meine Frau und ich sind Kleinbauern", erzählt Hemedis Vater Ramadhani. „Wir besitzen ein Stück Land, auf dem wir Mais, Bohnen und Cashewnüsse anbauen." Das Einkommen reicht gerade, um die achtköpfige Familie zu versorgen. Jede zusätzliche Ausgabe ist ein Problem, ein Arztbesuch einfach nicht machbar. In dieser Situation fand ein Gemeindehelfer den Jungen und seine Familie. Direkt beim ersten Treffen erkannte der Mann bei Hemedi die silbrig schimmernde Pupille – das Indiz für den Grauen Star.

Hemedis Schicksal ist kein Einzelfall: Wer arm ist und in einem Entwicklungsland lebt, kann sich häufig schon die ärztliche Untersuchung nicht leisten. Armut ist damit einer der Hauptgründe, warum Augenerkrankungen dort nicht rechtzeitig behandelt werden und Menschen erblinden. Dabei kann ein kleiner Eingriff oft Blindheit vermeiden. Auch Hemedi konnte relativ einfach geholfen werden: Der kleine Junge wurde an das von der Christoffel-Blindenmission (CBM) geförderte Kilimandscharo-Krankenhaus in Tansania gebracht und dort von CBM-Augenarzt Dr. Heiko Philippin untersucht. „Wir werden Hemedis Augen kostenlos operieren. Ich gehe davon aus, dass er danach gut sehen kann", verkündete der Arzt anschließend. Unter Vollnarkose wurden Hemedis trübe Augenlinsen entfernt und gegen künstliche ausgetauscht. Bereits wenige Minuten später konnte sein Vater ihn wieder in die Arme schließen. Schon am nächsten Tag wurden die Verbände entfernt und Hemedi merkte schnell, dass die OP erfolgreich war: Der Dreijährige griff fasziniert nach den rosa Blüten im Garten der Klinik und war sichtbar begeistert von all den Farben um ihn herum.

„Das Ziel im Blick – vermeidbare Blindheit weltweit überwinden" heißt das Motto, unter dem das Deutsche Komitee zur Verhütung von Blindheit (DKVB) und die Christoffel-Blindenmission (CBM) in der Woche des Sehens gemeinsam über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Augenerkrankungen weltweit informierten. Beide Organisationen unterstützen in Entwicklungsländern Augenkrankenhäuser, mobile Kliniken und die Ausbildung von einheimischen Augenärzten. Denn neben der Armut vieler Betroffener ist auch die mangelnde augenmedizinische Versorgung mit dafür verantwortlich, dass in Entwicklungsländern viele Menschen erblinden.

Logo der Initiative Vision 2020

VISION 2020 – Das Recht auf Augenlicht

Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind und 217 Millionen Menschen sehbehindert, obwohl 75 Prozent aller Erblindungen und Sehbehinderungen vermieden oder geheilt werden könnten. Das Ziel der globalen Initiative VISION 2020 lautet daher: vermeid bare und behandelbare Blindheit überwinden.

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5. Zentrale Maßnahme

In diesem Jahr setzte die Woche des Sehens auf zwei zentrale Maßnahmen, um die Themen Blindheit und Sehbehinderung bundesweit zu verbreiten und Sensibilisierungsarbeit mit großer Reichweite zu leisten. So wurde 2017 nicht nur barrierefreies Schulmaterial erstellt, sondern es wurden auch spezielle Schmink-Tutorials produziert. Eines hatten beide Maßnahmen gemeinsam: eine große, positive Resonanz.

5.1 Schulmaterial der Woche des Sehens

Ein Lehrer sitzt in einem Klassenzimmer an einem Schreibtisch. In der Hand hate er zwei Arbeitsblätter. In einem Halbkreis um den Schreibtisch stehen Schülerinnen und Schüler und betrachten den Lehrer und die Blätter.
Die Woche des Sehens unterstützt Lehrkräfte
bei der Aufklärung zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung.
Bildnachweis: Syda Productions / shutterstock

In diesem Jahr kam die Woche des Sehens einem lange gehegten Wunsch von Lehrerinnen und Lehrern nach und erstellte für die Klassen 5 bis 10 – die soge nannte Sekundarstufe 1 – barrierefreies Unterrichtsmaterial zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung. Veröffentlicht wurde es pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres. Seitdem ist es auf der speziell erstellten Seite www.woche-des-sehens.de/schulmaterial zum Download verfügbar und wurde binnen kurzer Zeit über 1.200-mal von Lehrkräften heruntergeladen.

Das Material richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren, umfasst drei Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und kann in verschiedenen Fächern verwendet werden – von Biologie über Sozialwissenschaften bis zu Geografie. Für jeden der drei großen Themenbereiche der Aktionswoche gibt es jeweils eine Einheit. Augenärzte informieren über Augengesundheit, internationale Hilfswerke klären über den Zusammenhang von Sehbehinderung und Armut in Entwicklungsländern auf und Selbsthilfeorgani sationen thematisieren den Umgang mit sehbehinderten und blinden Menschen.

Zu jeder Unterrichtseinheit stehen neben einem Arbeitsblatt auch Präsentationsfolien und Informationen für Lehrkräfte zur Verfügung. Da das Material jahres unabhängig aufbereitet wurde, ist es über die Woche des Sehens 2017 hinaus nutzbar und wird auch nach der Aktionswoche sehr häufig heruntergeladen.

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5.2 Video-Schminkkurse für blinde Frauen

Tina Sohrab steht gemeinsam mit Miriam Jacks vor einem Spiegel. Beide schminken sich.
Blind schminken? Tina Sohrab (links) zeigt
mit Hilfe von Miriam Jacks, wie es geht.
Bildnachweis: Andy Kaczé (www.andykacze.com)

Blind schminken? Geht das überhaupt? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Die Woche des Sehens zeigte mit Hilfe von zwei Expertinnen in diesem Jahr nicht nur, dass es sehr wohl geht, sondern auch wie sich blinde und sehbehinderte Frauen schminken können und welche nützlichen Tipps und Tricks es gibt. Mit Hilfe der aufgrund einer Netzhauterkrankung erblindeten Tina Sohrab und der international bekannten Make-up-Expertin Miriam Jacks erstellte die Kampagne drei Videos.

In den Tutorials mit dem Namen blind and beautiful beschreibt Tina Sohrab, wie auch mit Sehverlust eine perfekte Grundierung gelingt, wie Frauen das Augen-Make-up für den Tag hinbekommen und die Lippen natürlich betont werden können. Da Tina Sohrab selbst blind ist, gelingt ihr eine verständliche und genaue Beschreibung der einzelnen Abläufe mit nützlichen Tipps und Hinweisen, wie blinde und sehbe-hinderte Frauen sich ohne Hilfe von Familie und Freunden schminken können und zudem die richtigen Farbtöne für ihr Make-up finden.

Zum Start der Woche des Sehens wurden die Tutorials sowohl auf der eigens eingerichteten Seite www.woche-des-sehens.de/schminken als auch auf dem Youtube-Kanal der Kampagne veröffentlicht. Binnen kurzer Zeit wurden sie vielfach angeschaut (die genaue Auswertung finden Sie unter dem Punkt Social-Media-Auswertung).

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6. Veranstaltungen

2017 war das Veranstaltungsangebot größer als in den letzten Jahren. Angeregt durch das barrierefreie Schulmaterial der Woche des Sehens fanden viele Aktionen in Schulen und Ausbildungseinrichtungen statt. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler für die Themen Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt zu sensibilisieren.

Die Selbsthilfeorganisationen luden zum Beispiel zu Filmnachmittagen ein, um zu zeigen, wie wichtig eine Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Filmliebhaber ist.

In vielen Augenkliniken und Praxen haben sich inzwischen Tage der offenen Tür etabliert, um Besucher über Ursachen und Auswirkungen von Augenerkrankungen aufzuklären und Behandlungsmethoden vorzustellen.

In zahlreichen Apotheken, Rathäusern, Behörden und auch Universitäten wurde das Informationsmaterial der Woche des Sehens Interessierten zur Verfügung gestellt.

Auch das Thema „kulturelle Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen" wurde in zahlreichen Workshops aufgegriffen.

Auf der Website war es erneut möglich, eine Aktion anzumelden und das not wendige Material dazu zu bestellen. Die angemeldeten Aktionen in ihrer Nähe konnten Interessierte mit Hilfe einer Postleitzahlen-basierten Suchfunktion im Online-Veranstaltungskalender finden. Insgesamt waren hier ca. 600 Aktionen eingetragen. 30 Aktionen davon erhielten eine finanzielle Förderung.

Einige Veranstaltungen möchten wir Ihnen vorstellen, um einen Eindruck von der Vielfalt der Aktionen und dem Einfallsreichtum der Akteure zu vermitteln. (Bilder hierzu finden Sie im barrierefreien PDF)

Schulaktion der Christoffel-Blindenmission (CBM)

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) besuchte mit ihrem Erlebnismobil „3 Minuten blind" vom 10. bis 13. Oktober 2017 vier Schulen in Baden-Württemberg. Sie machte Station in Hausach, Ettlingen, Mannheim und Heidelberg. An zwei Tagen wurde die CBM von Vertretern des Badischen Blinden- und Sehbehindertenvereins (BBSV) unterstützt. Insgesamt waren 26 Lehrkräfte an den Schulaktionen beteiligt und 573 Schülerinnen und Schüler lernten im Unterricht die Woche des Sehens kennen.

„Sehbehindert" durch die Schule

Die Sensibilisierung von Kindern zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung war das Anliegen einer Aktion in drei Grundschulen in Viersen. Eine blinde Studentin organisierte gemeinsam mit ihrer Mutter diese Veranstaltungen, bei denen die Kinder nicht nur mit Augenmasken agieren konnten, sondern auch blindenspezifische Hilfsmittel ausprobierten.

Eröffnung eines barrierefreien Spielplatzes in Erfurt

Dank einer ehrenamtlichen Initiative von Eltern schwerbehinderter Kinder in Erfurt konnte in der Woche des Sehens ein barrierefreier Spielplatz eröffnet werden. Er enthält u. a. ein durchgehendes taktiles und visuelles Leitsystem. Die Spielg eräte sind auch von Kindern bzw. Eltern mit Mobilitätseinschränkungen erreichbar und nutzbar. Es gibt zudem eine „Sinneswand", die den Aufbau der Blindenschrift erklärt und taktile Elemente enthält. Mehr als 800 Besucher nahmen an der Spielplatzeröffnung teil.

Mit Büchern die Welt entdecken

Im Rahmen der Woche des Sehens trafen sich in Berlin Familien, um Tastbücher für Kinder im Alter zwischen zwei und vier Jahren zu kreieren. Dabei wurden die einzel-nen Blätter aus verschiedenen Materialien gebastelt. Diese Bücher bieten Kindern mit und ohne Seheinschränkung nicht nur viele Entdeckungsmöglichkeiten, sondern auch Anhaltspunkte für Eltern und Kinder, um gemeinsam etwas über die Welt zu lernen. Die Aktion war eine Initiative des Allgemeinen Blinden- und Sehbehinderten-vereins Berlin gegr. 1874 e. V. (ABSV), der Bundesvereinigung Eltern blinder und sehbe hinderter Kinder e. V. (BEBSK) sowie der Schulen und Förderstellen für blinde und sehbehinderte Kinder.

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7. Partner der Woche des Sehens

Die Woche des Sehens ist eine gemeinschaftliche Initiative von sieben Verbänden, Selbsthilfegruppen und international tätigen Entwicklungshilfeorganisationen, die sich mit den Themen Blindheit und Sehen befassen und diese aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Die Partner tragen die Kampagne ideell und finanziell.

Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. (CBM)

Die CBM ist eine internationale Entwicklungshilfeorganisation, die auf Basis christlicher Werte in den ärmsten Regionen der Welt dafür kämpft, die Lebensqualität von Menschen, die eine Behinderung haben, zu ver-bessern. Und sie setzt sich dafür ein, Behinderungen vorzubeugen. . Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitationsdiensten und einem Broterwerb zu verschaffen. Zurzeit unterstützt die CBM 628 Projekte in 59 Ländern. Telefon: 0 62 51 / 131-131 · www.cbm.de

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

Als Dachverband der Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe koordiniert der DBSV das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. Die Landesvereine selbst vertreten die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen auf Länderebene. Ziel des DBSV ist es, die Lebens­situation der Augenpatienten sowie der ca. 1,2 Mio. blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland nachhaltig zu verbessern. Kontakt zur nächstgelegenen Beratungsstelle unter Telefon: 0 18 05 / 66 64 56 (0,14 €/Minute aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42 €/Minute) · www.dbsv.org

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)

Der BVA vertritt die fachlichen und berufspolitischen Belange der deutschen Augenärzte und vermittelt augenärztliche Kompetenz in der Öffentlichkeit. Der Augenarzt ist der erste Ansprechpartner bei allen Formen einer Sehschwäche. Dank modernster Diagnostik ist er am ehesten in der Lage, die Ursachen einer drohenden Erblindung festzustellen, und kann diese in vielen Fällen verhüten und die bestmögliche Therapie vorschlagen. Telefon: 02 11 / 4 30 37 - 00 · www.augeninfo.de

Deutsches Komitee zur Verhütung von Blindheit e.V. (DKVB)

Das DKVB besteht als Verein seit 1980. Mitglieder sind Augenärzte, Vertreter von Blindenverbänden und Nichtregierungsorganisationen sowie Einzelpersonen, deren Ziel die weltweite Blindheitsverhütung ist. Vorstand und Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Telefon: 0 21 96 / 14 69 und 0 23 82 / 80 61 83 · www.dkvb.org

Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft e.V. (DOG)

Die DOG ist die medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland. Ihr Ziel ist die Förderung der Ophthal­mologie vor allem in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Mit über 6.000 Mitgliedern zählt sie zu den bedeutendsten medizinischen Fachgesell­schaften in Deutschland. Gegründet wurde die DOG 1857 in Heidelberg. Sie ist damit die älteste medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft der Welt. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Bekämpfung vermeidbarer Erblindung und ihrer Ursachen. Die DOG unterstützt daher die Initiative VISION 2020 und beteiligt sich rege an deren vielfältigen Aktivitäten. Telefon: 0 89 / 55 05 76 80 · www.dog.org

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)

Als Selbsthilfeorganisation fördert der Verein alle blinden und sehbehinderten Menschen in akademischen und verwandten Berufen sowie den entsprechenden Ausbildungs- und Studiengängen und vertritt ihre sozialen, kulturellen und wirt­schaftlichen Belange, vor allem in Fragen der Aus- und Fortbildung, der Rehabilitation und des Berufs. Telefon: 0 64 21 / 9 48 88 0 · www.dvbs-online.de

PRO RETINA Deutschland e.V. (PRO RETINA)

PRO RETINA ist die Selbsthilfevereinigung der Menschen mit Netz­hautdegenerationen. Diese umfassen die Krankheitsbilder Retinitis Pigmentosa, Makula-Degeneration, das Usher-Syndrom und seltene Formen der Netzhautdegeneration. Die 6.000 Mitglieder sind in 60 Regionalgruppen und Fachgruppen organisiert. Neben der Patientenberatung steht die Förderung der Forschung im Vordergrund. Telefon: 02 41 / 87 00 18 · www.pro-retina.de

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8. Förderer und Sponsoren

Finanziert wurde die Woche des Sehens durch die Beiträge der sieben Partner sowie durch Förder- und Sponsorengelder.

Die Aktion Mensch förderte die Woche des Sehens bereits zum sechzehnten Mal.

Die Carl Zeiss Meditec AG ist langjähriger Sponsor. 2017 konnte darüber hinaus die Carl Zeiss Vision International GmbH als Unterstützer gewonnen werden.

Die VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH unterstützte die Woche des Sehens 2017.

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9. Organisation

Die Organisation der Woche des Sehens ist verteilt auf drei Zuständigkeitsebenen. Die Vorstandsebene setzt sich aus der Geschäftsführung aller Partner der Kampagne zusammen. Der Vorstand trifft sich mindestens einmal im Jahr zur Vollversammlung. Hier wird über die strategische Ausrichtung der Aktionswoche, wie z. B. Schwerpunkte, übergreifende Aktionen oder Finanzierungsmöglichkeiten entschieden.

Eine Koordinationsgruppe, die aus Vertretern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aller Partner besteht, ist für die operative Umsetzung der strategischen Vorgaben verantwortlich. Ihre Aufgabe besteht darin, die Interessen der einzelnen Partner zu bündeln, die zentralen Aktionen vorzubereiten, Sponsoren zu gewinnen und die Kommunikationsmaterialien zu entwickeln.

Ein Projektkoordinator bei der Christoffel-Blindenmission (CBM) in Bensheim und eine Projektkoordinatorin beim Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Berlin übernahmen 2017 erneut die Koordinationsaufgaben, pflegten persönliche Kontakte zu den lokalen Veranstaltern und halfen bei der Suche nach Kooperationspartnern.

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10. Elemente der Kampagne

Die Woche des Sehens stellt Veranstaltern von regionalen Aktionen jedes Jahr kostenloses Aktions- und Informationsmaterial zur Verfügung.

10.1 Material-Angebot

Auswahl der Informationsmaterialien auf einem Tisch ausgebreitet
Die Woche des Sehens bot vielfältiges Material.
Bildnachweis: Woche des Sehens

Folgende Materialien waren 2017 verfügbar:

• Plakate, Handzettel und Broschüren mit Thema/Bildmotiv der Kampagne 2017
• Postkarten „Bitte Weg frei!"
• USB-Stick mit Mustervorträgen und –pressemitteilungen
• Broschüre „VISION 2020"
• Plakat „Sehbehinderung – was heißt das?"
• Simulationsbrillen für 10% Sehkraft, Retinitis Pigmentosa (RP) sowie Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD)
• Tastsäckchen und Luftballons

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10.2 Versand der Materialien

Die kostenfreien Materialien für Veranstaltungen oder zum Auslegen in der Praxis und anderen Einrichtungen wurden ab Mitte Juli an die Organisatoren versandt. Über einen Bestellflyer und ein Online-Formular, das auf der Website der Woche des Sehens bereitsteht, war es ebenfalls möglich, bei Anmeldung der Aktionen Material anzufordern. Ein Material-Basispaket und individuelle Zusammenstellungen konnten telefonisch, per Fax oder per E-Mail über die Projektkoordination in Berlin bestellt werden.

2017 wurden ca. 800 Material-Pakete versandt, die von den Bestellern individuell zusammengestellt wurden.

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10.3 Teilnehmermotivation

In Rundschreiben und über interne Publikationen wurden die Mitglieder der einzelnen Partnerorganisationen aufgerufen, sich aktiv an der Woche des Sehens zu beteiligen. Weitere Interessierte wurden durch persönliche Anschreiben zur Teilnahme an der Aktionswoche eingeladen. Persönliche Kontaktpflege und Beratung per E-Mail und Telefon motivierten potenzielle Veranstalter.

Der bereitgestellte Aktionsleitfaden informierte über die Themen der Kampagne und bot Tipps für Veranstaltungen und ihre Durchführung. Während des Kongresses „Augenärztliche Akademie Deutschland (AAD)" in Düsseldorf und bei der Hilfsmittelmesse SightCity in Frankfurt am Main wurden die Besucher über die Kampagne informiert und zahlreiche Material-Bestellflyer verteilt.

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10.4 Pressearbeit

Medienresonanz

Die Woche des Sehens kann 2017 auf eine sehr erfolgreiche Pressearbeit zurückblicken. Diese begann bereits im März mit dem Versand einer ersten Vorankündigung an Redaktionen und Anzeigenabteilungen, in der auf den Termin und die Themen der Kampagne hingewiesen wurde. Anfang August folgte eine zweite Vorankündigung, die als Reminder nochmals auf die Themen und den Termin einging und bereits einen Hinweis auf das neu entwickelte Schulmaterial der Woche des Sehens gab.

Ende August – zeitgleich zur Veröffentlichung des Schulmaterials – folgte eine Presse meldung, die das neue Angebot für Schulen und Lehrer näher erläuterte und seine Vorteile und Möglichkeiten bewarb.

Unmittelbar vor dem Start der Kampagne wurde eine Pressemeldung veröffentlicht, die nicht nur auf das Engagement der Schirmherrin Gundula Gause, sondern auch auf den kurz bevorstehenden Start der Aktionswoche hinwies.

Ihr folgten kurz vor und während der Woche des Sehens drei Meldungen zu den Themen der Hilfswerke, der Augenärzte und der Selbsthilfeorganisationen, die bereits im September dem dpa-Themendienst angeboten wurden. In ihnen wurde über das richtige Verhalten bei Augennotfällen, die Bekämpfung vermeidbarer Blindheit in Entwicklungsländern und das neue Angebot der Schmink-Tutorials für blinde und sehbehinderte Frauen informiert.

Printmedien

In diesem Jahr konnte die Woche des Sehens im Bereich der Printmedien einen neuen Rekord aufstellen. Mit einer Printauflage von über 30,9 Millionen gelang es, ein in der 16-jährigen Geschichte der Kampagne bisher noch nicht erreichtes Ergebnis zu erzielen. Vor allem die Meldung zur Rücksichtnahme auf blinde und sehbehinderte Menschen im Straßenverkehr, die in der auflagenstarken ADAC Motorwelt veröffentlicht wurde, trug maßgeblich zum positiven Abschneiden bei.

Des Weiteren sorgten Meldungen zur Aktionswoche in den bundesweiten Qualitätsmedien „Der Tagesspiegel" und „Süddeutsche Zeitung" für besondere Aufmerksamkeit. Als kleiner Wermutstropfen ist der Rückgang der Meldungszahlen auf rund 800 zu verzeichnen, was jedoch durch den Anstieg der Auflagenzahl und die Platzierung der Meldungen in Qualitätsmedien wettgemacht wurde.

Beispiele der auflagenstärksten Titel

ADAC Motorwelt:  13.525.698

VdK-Zeitung:  1.582.429

Süddeutsche Zeitung:  367.316

Dresdner Wochenkurier:  204.044

Münchner Merkur:  181.370

Der Tagesspiegel:  113.517

TV

Während im Vorjahr eine leichte Steigerung zu verzeichnen war, sank 2017 die Zahl der Beiträge im TV wieder. Betrachtet man die Ergebnisse der letzten Jahre, so ist eine wellenförmige Entwicklung mit Anstiegen und Rückgängen zu verzeichnen. In diesem Jahr hatten 13 TV-Beiträge die Woche des Sehens zum Thema. Zu den Sendern, in denen die Beiträge ausgestrahlt wurden, zählen der HR, der SWR, der MDR sowie der RBB.

Hörfunk

Im Bereich Hörfunk konnte die Aktionswoche – ähnlich den Ergebnissen im Print-bereich – einen neuen Rekord aufstellen. Neben der Ausstrahlung von Beiträgen in öffentlich-rechtlichen Sendern wie MDR und SWR 4 war die Kampagne vor allem in den privaten Sendern erfolgreich. Dazu zählten im Besonderen Sender mit hoher Einschaltquote wie big FM national, Antenne Niedersachsen, RPR 1, Hit Radio FFH und Radio NRW.

Sendefertige Beiträge (Radio-Kit)

Wie in jedem Jahr stellte die Kampagne auch 2017 vier sendefertige Hörfunk-Beiträge zur Verfügung, die sich tiefergehend mit den einzelnen Themensträngen der Aktionswoche und mit dem Engagement der Schirmherrin befassten. Sie wurden von Radiosendern dankbar aufgenommen und ausgestrahlt. Mit insgesamt 217 Ausstrahlungen in 93 Sendern wurden 9,3 Millionen Hörer erreicht. Die Radio-Beiträge waren entsprechend erfolgreich wie nie zuvor.

Resonanz der sendefertigen Beiträge

Beiträge 2017

Ausstrahlungen

Hörer pro Stunde

Gundula Gause zur Woche des Sehens

65

1.044.220

Beitrag der Augenärzte

59

866.348

Beitrag der Selbsthilfeorganisationen

63

1.226.220

Beitrag der Hilfswerke

30

6.201.000

gesamt

217

9.337.788

Online

Im Online-Bereich war ein ähnlicher Trend wie im Print-Bereich zu verzeichnen. Auch hier nahm die Anzahl der Meldungen leicht ab und lag bei 317. Anzumerken ist hier jedoch eine nicht erfasste Zahl von Beiträgen, die sich zwar mit den Themen und Zielen der Kampagne befassten, jedoch die Woche des Sehens nicht explizit nannten und daher durch das gängige Suchraster fielen. Zufällige Funde, die außerhalb des Suchrasters entdeckt wurden, lassen eine größere Zahl dieser Meldungen vermuten.

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10.5 Internet-Auswertung

Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt: Die Website der Woche des Sehens ist zu einer ganzjährigen Informationsplattform für die Themen Blindheit und Seh-behinderung geworden und wird auch außerhalb der Aktions woche rege besucht. Nicht nur die Präsentation allgemeiner Informationen, Daten und Fakten, sondern auch die im Zwei-Wochen-Rhythmus veröffentlichten Blog-Beiträge zu aktuellen Entwicklungen bieten den Besuchern mehr als einen ersten Überblick zu Augen-gesundheit, Blindheit und Sehbehinderung in Deutschland und weltweit.

Neben der Funktion als allgemeine Informationsquelle für interessierte Besucher bietet die Website auch den Veranstaltern und Organisatoren von Aktionen im Rahmen der Aktionswoche wichtige Unterstützung. So können hierüber nicht nur schnell und einfach Materialien bestellt und Veranstaltungen angemeldet werden, geboten werden zudem nützliche Tipps und Tricks für die Planung und Durchführung. Was muss ich bei der Planung einer Aktion berücksichtigen? Welches Material ist passend? Wie informiere ich am besten die Öffentlichkeit über meine Aktion? Wie kann ich eine Förderung beantragen? Antworten auf diese und viele andere Fragen liefert die Website ganzjährig, um auch früh planende Veranstalter rechtzeitig zu unterstützen.

Bereits im Sommer konnten sich Interessierte zudem über Veranstaltungen im Rahmen der Woche des Sehens informieren. Über die Postleitzahlen-basierte Suchfunktion des Veranstaltungskalenders konnten schnell Aktionen in der Nähe des jeweiligen Wohnorts gefunden werden. Ab Ende August bot die Kampagne auf einer extra erstellten Unterseite zudem das neue, barrierefreie Schulmaterial zum Download an. Hier konnten Lehrkräfte das für ihren Unterricht passende Material schnell herunterladen und nutzen.

Zu Beginn der eigentlichen Aktionswoche präsentierte die Kampagne, zusätzlich zur Platzierung auf dem Youtube-Kanal, die neuen Schmink-Tutorials auch auf der Website. Ergänzt wird das stetig wachsende Angebot durch die bereits bestehenden Anwendungen wie den Braille-Übersetzer, die optischen Täuschungen, das Wissensquiz und durch die – mittlerweile zum Klassiker gewordenen – Simulationsfilme „So sehe ich".

Besuche auf www.woche-des-sehens.de

Um den Aufbau und das Angebot der Website besser zu analysieren und stetig verbessern zu können, untersucht die Woche des Sehens ihren Internetauftritt mit Hilfe der Auswertungsfunktion von Google Analytics. Anhand der hieraus gewonnenen Zahlen wird deutlich, dass die Website über das Jahr betrachtet einen ebenso hohen Besucherstrom wie 2016 zu verzeichnen hatte. Der Nutzerfluss und die Verweildauer auf bestimmten Unterseiten machen deutlich, dass sich die Anpassungen der Website in Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit gelohnt haben. Die Besucher gelangen nun schneller und einfacher zu den von ihnen gesuchten Unterseiten und Inhalten.

In der Aktionswoche 2017 war ein erneuter Anstieg der Besucherzahlen zu erkennen. Die Ergebnisse aus dem Vorjahr konnten hier nicht nur übertroffen werden, es wurde mit über 2.700 Besuchern innerhalb der Woche des Sehens sogar eine neue Bestmarke erreicht. Noch nie zuvor besuchten innerhalb einer Woche so viele Interessierte den Internetauftritt der Kampagne. Mittlerweile erfolgt ein Drittel aller Besuche über mobile Endgeräte, was die Bedeutung des Responsive Designs der Website hervorhebt. („ Responsive" bedeutet so viel wie „reagierend". Die Darstellung der Website-Inhalte passt sich flexibel und selbst ständig der Größe des Browserfensters an, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.)

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10.6 Social-Media-Auswertung

Facebook

Im Bereich Socialmedia konnte die Woche des Sehens ihren Aufwärtstrend fortsetzen und erneut die Beliebtheit und die Präsenz steigern. Mittlerweile folgen der Woche des Sehens auf Facebook 2.400 Fans (Stand: 18. Oktober 2017) und lassen sich wöchentlich über neue Entwicklungen im Bereich der Augengesundheit und über die Situation von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und weltweit informieren. Allein 2017 wurden rund 60 Posts veröffentlicht, die von den Nutzern rege geteilt wurden.

Youtube

Seit 2012 besitzt die Woche des Sehens ihren eigenen Youtube-Kanal, der mittlerweile zu einer festen Größe im Angebot der Kampagne geworden ist. Auf ihm finden Interessierte unter anderem die beliebten und häufig genutzten Simulationsfilme „So sehe ich". Diese setzten auch 2017 ihre Erfolgsgeschichte fort und erhöhten ihre Klickzahl stetig. Bisher wurden sie über 145.000-mal angeschaut (Stand: 18. Oktober 2017).

  • Simulationsfilm „So sehe ich - mit Katarakt"    =    36.804 Views auf Youtube
  • Simulationsfilm „So sehe ich - mit AMD"   =   42.357 Views auf Youtube
  • Simulationsfilm „So sehe ich - mit Glaukom"   =   27.312  Views auf Youtube
  • Simulationsfilm „So sehe ich - mit diabetischer Retinopathie"   =   19.043 Views auf Youtube
  • Simulationsfilm „So sehe ich - mit Retinitis Pigmentosa"   =    8.231 Views auf Youtube
  • Gesamtfilm   =   12.010 Views auf Youtube

Ergänzt werden diese „Klassiker" seit Oktober letzten Jahres durch die neu produzierten Schmink-Tutorials für blinde und sehbehinderte Frauen. Binnen kürzester Zeit wurden sie über 6.000-mal angeschaut. Dank ihres übersichtlichen Aufbaus und der verständlichen Anleitungen und Erklärungen haben sie sich schnell verbreitet und werden auch nach der Aktionswoche rege angeklickt und genutzt.

Schminkkurse für blinde Frauen  (Stand: 21. November 2017)

  • Tina Sohrab stellt sich vor   =  1.555 Views auf Youtube 
  • Die perfekte Grundierung  =  1.602 Views auf Youtube
  • Das Augen-Make-up   =   3.463 Views auf Youtube
  • Der trendige Lippenlook   =   1.035 Views auf Youtube

Alle Filme der Woche des Sehens finden Interessierte nicht nur auf dem kampagneneigenen Youtube-Kanal, sondern auch auf www.woche-des-sehens.de/filme.

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11. Fazit und Ausblick

• Über 600 Veranstaltungen wie Workshops, Fachvorträge, Schulaktionen, Gottesdienste im Dunkeln etc. fanden bundesweit statt.

• Als zentrale Maßnahmen 2017 erstellte die Kampagne zwei neue Angebote, die einfach und schnell über die Website zu erreichen waren und dort nun dauerhaft abrufbar sind:

  • barrierefreies Schulmaterial zu den Themen Blindheit und Sehbehinderung für Schüler aller Schulformen im Alter zwischen 10 und 16 Jahren
  • drei Schmink-Tutorials zu den Themen Grundierung, Augen-Make-up und Lippenlook mit Tipps und verständlichen Anleitungen für blinde und sehbehinderte Frauen

• Die Facebook-Seite der Woche des Sehens hat mittlerweile über 2.400 Fans, die mit themenbezogenen Posts regelmäßig informiert werden. 2017 wurden rund 60 Posts veröffentlicht.

• Die fünf Simulationsfilme der Woche des Sehens So sehe ich – mit … sind weiterhin ein fester Bestandteil der Kampagne und in der Aufklärungsarbeit in Bezug auf Augenerkrankungen ein fast unverzichtbares Mittel. Über die Website und die Facebook-Seite der Woche des Sehens sowie über die Video-Plattform Youtube wurden die Filme bisher rund 145.000-mal angeschaut.

• Mit insgesamt 217 Ausstrahlungen in 93 Radio-Sendern wurden 9,3 Millionen Hörer erreicht. Die Hörfunk-Beiträge waren so erfolgreich wie nie zuvor.

• Die Woche des Sehens hat nicht nur einen festen Platz im Terminkalender vieler Akteure eingenommen, sondern bietet über ihre Website ganzjährig Informationen und Hilfestellungen.

2018 findet die 17. Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober unter dem Motto „Mit anderen Augen" statt.

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